Du glaubst (schon wieder),
die Welt falle (schon wieder) aus dem Rahmen,
sie gerate aus den Fugen, spiele verrückt,
sei von allen „Guten Geistern“ verlassen
und gehe unweigerlich ihrem apokalyptischen Ende entgegen.
Du Leichtgläubiger, aus purer Angst modellierter Narr!
Es ist nur dein bisschen Leben, das flöten geht,
und ein paar Millionen andere zwar auch,
aber „die Welt“ kennt Drastischeres, das heißt:
Größeres, Erblühendes und Vernichtendes,
denn „Ewigkeit“ ist nicht von dieser Welt.
„Ewigkeit“ stellt auch keinen spektakulären Rahmen, fugt nichts,
schon gar nicht mit „Guten Geistern“.
Stattdessen erbaut sich die Welt aus Gesetzmäßigkeiten,
für den klugen (und nur für ihn) Menschen erkennbar.
Doch was und wem nützt das alles,
wenn Kleingeister für „Ewigkeit“
gegen alle Naturgesetze verstoßen,
sie mit abenteuerlichen Dogmen der Interpretationen weg- und verwischen
und im stolzen Harnisch mit hasserfüllten Waffenarsenalen
einfach – geradezu kindlich, kindisch ignorieren, gegen sie verstoßen?
Die Welt spielt nicht verrückt!
Der Mensch in der Masse ist es,
mit wenigen Ausnahmen, enttäuschend wenigen.
Erkenntnis, nicht Glauben entspricht den Gesetzen der Natur,
im kleinen wie im großen Rahmen,
sprich im Mikro-wie im Makrokosmos.
Und „unser bisschen Leben“ bedeutet dennoch
jedem armseligen Wurm – nichts anderes stellen wir dar –
das Wichtigste und Allergrößte,
sobald uns auch nur eine Spur von bewusster Humanität dämmert.
Daseinsbewusstsein und seine Werterkennung aus sich heraus
sind das Aggregat des Friedens,
Glaubensdiktate jedoch aus sich heraus fördern Mord und Totschlag,
was die Menschheitsgeschichte fortwährend und blutigst beweist.
„Heilige Länder“, „auserwählte Völker“, Chaos statt Frieden,
charakteristisch für die Rolle von Religionen überhaupt.
Angst und Apokalypse – selbsterfüllende Prophezeiungen
am laufenden Band, Krieg als Lebensperversion!
Symptomatisch für „Ostern“:
Kein Hase legt Eier, die aber der „kindliche“ Mensch dennoch farbig bemalt,
ähnlich jeder beliebigen Glaubensversponnenheit.