„Am
30. Mai ist der Weltuntergang ...“ so besang satirisch ein Schlager
in den fünfziger Jahren das vielseitige und weitverbreitete Glauben
der Menschen an das Ende der Welt. Es hat sich offensichtlich seither
nicht viel geändert, vielleicht eher noch verschärft.
Mein
Beweggrund für meinen Internetauftritt ist eigentlich einfach
erklärt: Schon in den 70iger und 80iger Jahren blickte ich, nicht
zuletzt durch meine Anti-Astrologie-Kampagne als Gründer und Leiter
der Volkssternwarte Paderborn, tief hinter die Presse-Kulissen und
erlebte gleichzeitig als Lehrer die perfidesten Ungereimtheiten im
Schulbereich und natürlich auch in der allgemeinen Politik. Ich
konnte das nur schwer ertragen, konnte aber nichts ändern, da mir,
als Beamtem besonders, die Hände gebunden waren. So wuchs in mir der
Gedanke, einfach schriftlich zunächst festzuhalten, dass ich mich
nicht „verarschen“ ließ und Vieles durchschaute. Und das
erleichtert mir bis zum heutigen Tage ganz wesentlich das Dasein; es
ist also viel Selbstzweck darin. Dass nun inzwischen seit Jahren auch
besonders im Ausland immer mehr Menschen meine Gedanken beobachten,
erfüllt mich zusätzlich mit einiger Genugtuung und gibt mir
Hoffnung, dass doch – wie schon immer – nicht alles verloren ist.
Ein
Freund schrieb dieser Tage:
„Dear
Ray, the cosmonomy is a way to a better world, but it cannot be put
in practice, unfortunately. And even the good ideas may be converted
to the opposite. Look at the philosophy of globalism, who declares
all kind of apparently good things and push to a new totalitarian
world, lieber Freund!..…“
„Lieber
Ray, die Kosmonomie ist ein Weg zu einer besseren Welt, aber sie kann
unglücklicherweise nicht in die Praxis umgesetzt werden. Und sogar
die guten Ideen werden möglicherweise ins Gegenteil verkehrt. Schau
auf die Philosophie der Globalisierung, die alles Mögliche von
scheinbar guten Dingen erklärt und sie umstößt zu einer neuen
totalitären Welt, lieber Freund! ...“
Das
ist natürlich zutreffend, aber gilt das nicht für jede
Weltanschauung, etwa für die Religionen oder für den Marxismus.
Irgendwelche beliebigen Fundamentalisten und Propagandisten kochen
immer auf gefälschten Grundlagen der ursprünglichen Lehren ihre
jeweils eigenen Süppchen. Sollte man aus diesen Gründen sich nicht
mit aufrichtigen, ehrlichen neuen Gedanken beschäftigen und
stattdessen in Pessimismus und Fatalismus verzweifeln?
Ich
kann und will dem nicht folgen.
Mehr
noch, ich erkenne eine gewisse Pflicht für jeden aufgeklärten und
klar denkenden Menschen, sich für zivilisierte Kultur, für
Humanität und Frieden einzusetzen und dem Leben seinen einzigartigen
Wert zuzugestehen. In jeder offiziellen Vertröstung auf ein Jenseits
erkenne ich den Betrug, die Fehler und das Versagen des jeweiligen
Systems zu bemänteln und im Sinne der Machthaber unerhörte
Opferbereitschaft der Bevölkerung nicht nur einzufordern, ja sogar
zu befehlen – mit verheerenden Folgen für jeden Verweigerer.
Im
Mai 2008 begann ich mit diesem meinem Internetauftritt meine Suche um eine aufgeschlossenere Öffentlichkeit für meine
Philosophie, die ich Kosmonomie nenne. Der Beginn zog sich zäh, denn
der öffentliche „Mainstream“ verschweigt aus guten Gründen auch
nur eine Erwähnung. In diesen systemabhängigen Medien möchte ich
aber auch gar nicht vertreten sein, denn sie würden und könnten die
Kosmonomie sowieso nicht verstehen (dürfen). Wir wären keine
Partner „auf Augenhöhe“, um es nicht drastischer auszudrücken.
Seit
einiger Zeit scheint im Internet jedoch eine Art kosmonomischer
Durchbruch zu gelingen, ganz besonders auf der globalen
internationalen Ebene, was stetig wachsende Zugriffszahlen ausweisen
(bisher weit über 500.000). Von den zahlreichen Gedichten,
Friedensaufsätzen und inzwischen über zehntausend Aphorismen
„Sequenzen von Skepsis“ dieses Blogs erscheinen ungezählte in
diversen Aphorismensammlungen, auf den Seiten von Friedensaktivisten,
Organisationen und als Zitate in Firmen, Lokalen, Vereinen, bei
schriftlichen Ausarbeitungen, auch in der Werbung und hin und wieder
in einigen wenigen unabhängigen Printmedien.
Zum
Geburtstag dieses Blogs hier der Link zu seinem ersten Erscheinungsmonat,
quasi als „Geburtsurkunde“.
Ich
grüße hinaus in die Welt und möchte anregen, ja, zu einem neuen
würdigen friedlichen Miteinander und zu einer Abkehr von
gegenseitiger Ausbeutung und Vernichtung.
Utopie?
Aber
ja doch, angesichts der grausamen Verhältnisse auf dem Globus.
Verzweiflung?
Kaum,
aber Ehrfurcht vor und Freude am Leben.
Wer
es noch kann, entscheide sich als freies Individuum
und
schütze sich und seine Lieben mit Weit- und Umsicht.
Ihr/
Euer
Raymond Walden
(ARC
= A Real Cosmonomer)
http://raymond-walden.blogspot.com/2008/05/