Donnerstag, 2. April 2026

Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda (7)

 



6. Kosmonomische These: Fürsorgepflicht


Im Streben nach persönlichem Erfolg gilt ein fairer Wettstreit der Talente und Begabungen. Kartelle und Konzerne stellen sanktionierte Übervorteilungen dar.



Agenda (7)


Das gnadenlose Naturprinzip, nach dem nur der Stärkere überlebt, ist durch kausal-intelligentes Handeln abzumildern und zu humanisieren. In einer menschenfreundlichen Gesellschaft darf niemand durch das „soziale Netz“ fallen und hilflos dem Verderben überlassen werden.

Es gibt unbestreitbar schwache Menschen, die aus den verschiedensten Gründen leistungsunfähig sind, sei es wegen Krankheit, wegen mangelnder Bildung oder fehlender Sozialisation. Wenn der Einzelne überfordert ist, ergibt sich für eine Gemeinschaft, die auf Menschenwürde setzt, die moralische Pflicht zur Hilfe.

Um jedoch keinem Gutmenschentum Vorschub zu leisten, bedarf es einer klar geregelten und vor allem einzuhaltenden Gesetzgebung, die es zuverlässig verhindert, dass Drückebergerei auf Kosten der Allgemeinheit gefördert wird.


Mit den allgemeinen Menschenrechten unvereinbar ist ein Staatswesen, in welchem Kapitalisten immer mehr Reichtum anhäufen, sodass sich die Kluft zwischen Armen und Besitzenden fortwährend erweitert.


Gegenüber zügellosem Kapitalismus hat die Gesellschaft nicht nur das Recht, demokratisch regulierend einzugreifen, sondern gemäß logischem Denken sogar die Pflicht.


Garantiertes Minimaleinkommen, auch durch Sozialhilfe, für die absolut Leistungsunfähigen bei gleichzeitiger Zumutung von Arbeit für jeden gesunden Bedürftigen erscheint unverzichtbar, besonders auch unter Berücksichtigung der Würde jedes Einzelnen.


Die Schaffung entsprechender Arbeitsstellen, gerade auch im Hinblick auf soziale Wertigkeit und Gemeinnützigkeit, liegt im Interesse der Integration aller Bürger.


Dem Staat fällt die Aufgabe zu, ein minimales Bildungsangebot verpflichtend zu gewährleisten. Analphabetismus ist für die Zivilgesellschaft nicht tolerierbar, es sei denn, ein offensichtliches Krankheitsbild verhindert das Lesen und Schreiben sowie mathematische Grundkenntnisse.


Die Gesundheitsfürsorge einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung geht von der Emanzipation eines jeden Patienten aus. Medizinische Versorgung ist flächendeckend und unabhängig vom sozialen Status zu garantieren.


Rundum ist das Gesundheitswesen von kapitalistischem Profitstreben zu befreien und es ist darüber hinaus gebunden an objektiv anerkannte wissenschaftliche Standards.


Ideologien und Religionen, als Privatangelegenheiten, spielen im öffentlichen Bildungs- und Gesundheitswesen keine Rolle.



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Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda (8)



7. Kosmonomische These: Persönlicher Erfolg


Im Streben nach persönlichem Erfolg gilt ein fairer Wettstreit der Talente und Begabungen. Kartelle und Konzerne stellen sanktionierte Übervorteilungen dar.



Agenda (8)


Die Ermittlung sozialer Rangordnungen bezieht sich keineswegs nur auf menschliche Lebensgemeinschaften, ist im Tierreich vielfältig zu beobachten und zeigt sich in modifizierter Weise sogar unter Pflanzen auch als Ausdruck des evolutionären Konkurrenzverhaltens zum Überleben. Wettbewerb beschreibt ein Lebensprinzip, das im kosmonomischen Verständnis durch Fairness und Humanisierung kultiviert wird. Es geht um Leistungsvergleiche zur Selbstbestätigung, zur ideellen Anerkennung und ebenso um materiellen Erwerb. Dass die Startbedingungen mit der Geburt eines jeden Individuums sehr verschieden sein können, entspricht natürlicher Diversität, die jedoch im Bemühen um Menschlichkeit und Würde abgemildert wird, indem Emanzipation, Chancengleichheit und Fördermöglichkeiten etabliert werden.

Die persönlichen Erfolgsaussichten ergeben sich hauptsächlich aus Talenten, Begabungen und Fleiß und sind zu respektieren, solange dadurch für die humane Lebensgesellschaft und ihre Umwelt keine Nachteile entstehen.

Wer viel leistet, darf reichen Erfolg verbuchen und in einem gerechten Steuersystem deklarieren. Dazu mehr in der 8. Kosmonomischen These.


In einer zivilisierten Gesellschaft stellt Bildung eine wesentliche Voraussetzung für den persönlichen Erfolg dar, sodass die bereits erwähnten Fördermöglichkeiten besonders unter der ebenfalls genannten Chancengleichheit zunächst einmal von ideologischem Ballast zu befreien sind. Lehrpläne unterliegen wissenschaftlich-didaktisch-pädagogischen und keineswegs politisch-religiösen Vorgaben. Chancengleichheit ergibt sich nicht durch gegenwärtig grassierende gleichmachende Niveauabsenkungen, sondern durch anspruchsvolle Qualifizierungen mit je nach Leistungsvermögen unterschiedlichen und zu würdigenden Bildungsabschlüssen.

Es widerspricht dem biologischen Leben wie der geistigen Leistungsfähigkeit, aus jedem Kind einen Abiturienten, möglichst noch mit Genie-Ansprüchen zu machen.

Es ist dafür Sorge zu tragen, dass der Staat gerade auch in der Kindererziehung nicht übermächtig in die freiheitliche Privatsphäre der Bürger eindringt, denn alle Bildungsbemühungen haben einen mündigen Bürger zum Ziel und keinen dressierten Abnicker mit oberflächlichem Anspruchsdenken.



Der persönliche Erfolg unterliegt keiner zwingende Religions- , Parteien- oder sonstigen Vereinszugehörigkeit und auch keinem ideologischen Protektionismus. Bei der allgemeinen Bewertung des Erfolgs gelten unverfälschte Kriterien des Rechtsstaates sowie objektiv anerkannte Naturgesetzmäßigkeiten, um Erfolg gegebenenfalls eindeutig von Betrügerei und Übervorteilung zu trennen und zu schützen. Denn der Staat hat ein eigenes Interesse an erfolgreichen freien Bürgern.


Wer allein sein Geld spielen lässt, damit erfolgreich spekuliert, leistet objektiv nichts. Die Anhäufung derartigen Reichtums entspricht kapitalistischen Auswüchsen, führt zu Konzern- und Kartellbildungen, die gegen aufgeklärtes Demokratieverständnis die Allgemeinheit aushebeln und den freiheitlichen Staat entmachten. Im aktuellen scheindemokratischen Kapitalismus werden Konzerne und Kartelle sanktioniert in des Wortes ursprünglicher Bedeutung von „gutgeheißen“.

Bei solchen Geld-Konzentrationen handelt es sich nicht um „persönlichen Erfolg“, sondern um anzweifelbare anonyme Kapitalanhäufungen, die zwar auch von den Persönlichkeiten der Manager abhängen und daher gerne und kapitalismuskonform als „persönliche Leistung“ millionenschwer entlohnt werden. Indes, das Salär der Finanzjongleure steht in keinem Verhältnis beispielsweise zum Gehalt der viel höhere Verantwortung tragenden Regierungen des Volkes. Mit anderen Worten, die Manager-Entlohnungen und die Boni der unpersönlichen Erfolgsakkumulationen sind ungerechtfertigt.


Konzerne und Kartelle verdrängen den persönlichen Wettbewerb, wobei zu differenzieren ist. Kartelle streben nach möglichst alleiniger monopolistischer Marktbeherrschung, entbehren dadurch der human-freiheitlichen und demokratischen Grundlage.

Konzerne hingegen stehen im Konkurrenzkampf untereinander und beweisen ihre Vorteilhaftigkeit, auch im internationalen Geschäft, auf großindustriellen Produktions- und Vertriebsfeldern. Dem Gesetzgeber obliegt die Sicherstellung, dass die Macht solcher Wirtschaftsgiganten die Staatsmacht weder unterläuft noch sabotiert.

Dazu bedarf es eines durchsetzungsfähigen parlamentarischen Kontrollorgans.




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Mittwoch, 1. April 2026

Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda (6)



5. Kosmonomische These: Sexualität


Die menschliche Sexualität ist ureigene Privatangelegenheit; sie unterliegt einzig der Menschenwürde in der freien Entscheidung der beteiligten Partner.



Agenda (6)


Zu allen Zeiten wurde die menschliche Sexualität missbraucht, um Machtansprüchen ihre Geltung zu verschaffen. Bei in der Historie allgemein fehlender zuverlässiger Schwangerschaftsverhütung und bei allgegenwärtigen Krankheitsrisiken hatte allerdings die Gesellschaft auch ein berechtigtes Interesse an moralischer Regelung eines leicht außer Kontrolle geratenden Sexualverhaltens mit Folgen für auch eben diese Gesellschaft.

Ein modern verantwortungsvolles Sexualverständnis orientiert sich jedoch nicht an überkommenen und weltfremden Glaubensdogmen, sondern an aufgeklärtem Wissen, an der Emanzipation, an der Humanität und an einem offenen, ehrlichen und tabulosen Problembewusstsein.

Sexualität ist ein Lebens- und Selbstbestimmungsrecht wie etwa das Recht auf Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Arbeit, Bildung, medizinische Fürsorge, etc. und schließt besonders die Rücksichtnahme auf Mitmenschen und deren körperliche und geistige Unversehrtheit mit ein.

Um dieses Recht zu pflegen, bedarf es zunächst der öffentlichen Reinigung von traditioneller Verklemmtheit und Doppelmoral – eine Forderung, die durchaus in konservativen Kreisen als revolutionär abgelehnt wird.


Die gegenwärtige angebliche Toleranz gegenüber sexuellen Fragen und Praktiken ist eine vordergründige und daher wenig hilfreiche Behauptung.

Man besingt nicht erst seit heute üblicherweise „Die Reeperbahn nachts um halb eins“, wer dort aber hingeht, sei es als sogenannter Freier oder als Prostituierte, gilt als moralisch anrüchig, untragbar, mitunter sogar als kriminell.

Stadträte beschließen die Einrichtungen von Bordellen und Swinger-Clubs, wären aber im Falle des Bekanntwerdens des eigenen dortigen Erscheinens in ihren Ämtern kaum mehr zu halten.


Doppelmoral lässt sich nur durch ein unverfälschtes natürliches Bekenntnis zur eigenen Lust beseitigen. Dass sich daraus wichtige Entscheidungen im privaten Bereich von Partnerschaften und Lebensentwürfen ergeben, liegt auf der Hand, hat aber die Öffentlichkeit nicht zu interessieren, solange sie dadurch nicht verletzt wird.


Die öffentliche Frage ist allerdings aufzuwerfen, wie verrucht sexuelle Geschäftspraktiken ohne Rücksicht auf Jugendschutz, Intimsphären und Menschenrechte in der gängigen Doppelmoral geduldet und medial offen und verdeckt propagiert werden.


Ermöglicht wird der unwürdige Sumpf durch ebenso unwürdige Verbote und Verklemmtheiten bezüglich einer tatsächlichen Körperfeindlichkeit von religiösen, prüden und spießigen Eiferern, die in traditioneller Selbstverständlichkeit freiheitlich gesinnten Menschen nachstellen, sie bevormunden, sie denunzieren, sie erpressen.


Natürliche Sexualaufklärung wird durch Doppelmoral, die man auch schon im Kindesalter erspürt, geradezu unnatürlich, weil peinlich und verlogen.


Es verdeutlicht sich immer dringlicher, wie stark die doppelmoralisch fehlgeleitete Sexualität in allen Kulturkreisen der Friedensunfähigkeit Vorschub leistet und weltweit für unsägliches persönliches und öffentliches Leid verantwortlich zeichnet.

Leid, erzeugt durch im Zeitalter der Aufklärung längst überholte und ungerechtfertigte Moralinstitutionen, die keiner offenen Humanwissenschaft standhalten können, aber dennoch die Menschheit unvermindert drangsalieren.



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Dienstag, 31. März 2026

Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda (5)



4. Kosmonomische These: Würdiges Sterben


Jeder hat Anspruch auf einen würdigen Tod unter Ausnutzung von Sterbeerleichterungen und Sterbehilfen, besonders auch gemäß rechtzeitiger vorsorglicher Eigenverfügung.



Agenda (5)


Auf der gesamten sogenannten Zivilisation lastet der Makel, Menschen durch das Militär in verwerflichster Art und Weise in den Tod zu zwingen und dieses Morden und Gemordetwerden im anmaßenden Staatsinteresse auch noch auszuzeichnen und zu glorifizieren.

Der Staat besitzt jedoch am menschlichen Leben keinerlei Rechte, seine Rolle besteht ausschließlich in der Organisation, Strukturierung und Gewährleistung eines emanzipierten menschlichen Miteinanders.


Naturgemäß gehört das Sterben zum individuellen Leben genauso wie die Geburt, und es gibt objektiv zur Verweigerung von Selbstbestimmung des klar denkenden Individuums lediglich haltlose Vorwände, aber keine logisch zwingende Begründung zur staatlichen Einmischung. Humanes Lebensrecht von der Zeugung an schließt das Recht am eigenen Tod ein.

Entsprechend sinnvoll sind Erwägungen und Beschlussfassungen zum persönlichen Sterben und die Hinterlegung als juristisch abgesicherte Verfügung für den häufigst eintretenden Fall der, sich auch hinziehenden, eigenen Entscheidungsunfähigkeit vor dem unmittelbaren Ableben.


Des Menschen Wille, ein unheilbares Leiden, das den Lebenswert zerstört und die Würde annulliert, zu beenden, verlangt Respektierung durch alle im Umfeld des Kranken involvierten Personen, unabhängig von deren jeweiligen eigenen Weltbildern.


Wer objektiv begründeterweise sterben möchte, nicht aus irgendwelchen korrigierbaren Gemütslagen heraus, muss im konsequenten humanen Handeln Sterbehilfen erhalten können, die Möglichkeit, in Würde friedlich für immer einzuschlafen.

Weder irgendein Gott noch der Staat bestimmt die Moral des Sterbens, sondern der Sterbenwollende allein.


Und dieses „allein“ besitzt eine fundamentale Bedeutung auch im Hinblick auf Nötigungsabsichten durch Außenstehende.

Von Gegnern der Sterbehilfe wird gern darauf verwiesen, dass Kranke und Alte durch beispielsweise missliebige Angehörige unter Druck gesetzt werden könnten, „rechtzeitig sterben zu wollen“, um etwa Pflegekosten zu vermeiden oder vorzeitige Erbschaften zu ermöglichen. In der Tat eröffnet sich dadurch ein weites Feld staatlicher und juristischer Wachsamkeit und Verantwortung. Konsequente Gesetze und deren zuverlässig eingeforderte Einhaltung dürften allerdings in einem Rechtsstaat solchen „Missbrauch“ von Sterbehilfe verhindern.


Nach Möglichkeit in Würde zum selbst gewählten Zeitpunkt sterben zu können, stellt innerhalb eines ausweglosen, unheilbaren Leides ein Menschenrecht dar, dem die humane Gesellschaft durch verantwortungsbewusste Hilfe Geltung zu verschaffen hat, vor allem gegen die übliche religiös-ideologische Bevormundung in einer nicht vollzogenen Trennung von Staat und Kirche.



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Montag, 30. März 2026

Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda (4)



3. Kosmonomische These: Nichttötungsgebot


Niemand hat das Recht, einen Menschen zu töten, es sei denn in akuter Notwehr.



Agenda (4)


Das Leben entsteht fortwährend neu in Abhängigkeiten des Zufalls bezüglich der Kausalität, der Modalität, der Lokalität und der Zeit. Kein Mensch kann sich daraus befreien, wir alle unterliegen absolut machtlos dem Start in unser, nennen wir es ganz undramatisch, Schicksal.

Niemand gelangt durch eigenes Zutun in einen bevorzugten oder benachteiligten Lebensbeginn; wir sind gleich eingebunden in dieser Abhängigkeit, also gleich berechtigt(!) zu leben.

Keinem Menschen steht aus dieser Begründung das Recht zu, einen anderen Menschen zu töten.

Die einzige Ausnahme bildet die akute Notwehr gegen einen „Lebensrechtsbrecher“.

Das Töten eines Menschen gegen seinen Willen bleibt in einem derartigen Existenzverständnis ausnahmslos Mord.

Es gilt, in einem aufgeklärten Bewusstsein daraus Konsequenzen zu ziehen, und zwar in umfassender logischer Stringenz, was bisher in keiner Gesellschaftsordnung geschieht – nicht zuletzt in Ermangelung der Aufklärung.


Auf zivilem Sektor verbietet sich privater Mordwaffenbesitz genauso wie die Todesstrafe in der Strafgesetzgebung.

Religiös bedingte „Ehrenmorde“ belegen überdeutlich das Teuflische in der Religion.

Wenn es im Hinblick auf die Unauflöslichkeit der Ehe heißt, was Gott verbunden habe, solle der Mensch nicht trennen, dann müsste analog für Gläubige wohl zählen: „Was Gott ins Leben gerufen hat, soll der Mensch nicht töten!“

Wie aber sollten Gläubige zu dieser Einsicht kommen, da doch ihre Götter ziemlich ausnahmslos selbst, unter fadenscheinigsten Begründungen töten, töten lassen, sogar in Kriegen Partei ergreifen und der christliche Gott für sein eigenes Unverständnis die Folterung und Ermordung seines eigenen „Sohnes“ benötigt!


In kosmonomischer Weltbetrachtung versucht der Mensch, durch seine Intelligenz die oft unerbittlichen Auswirkungen von Naturgesetzen abzumildern, das heißt, Leid einzudämmen, gar zu verhindern. Das Töten von Mitmenschen bedeutet Gegenteiliges, ist Barbarei, die als Exzess Kriege führt, Vernichtungslager betreibt und primitive Rachejustiz mit Todeszellen ausstattet.


Eine besondere Verantwortung besteht bei der Abtreibung von Föten, für die es gerechtfertigte, zum Beispiel soziale, medizinische und ethische Indikationen gibt.

Einfaches „Nachholen von vergessener Empfängnisverhütung“ oder das Verwerfen wegen unerwünschter Geschlechtszugehörigkeit stehen nicht zur Diskussion.


Das Nichttötungsgebot wendet sich auch gegen die Profit optimierende, billigende Inkaufnahme von Tötungsrisiken durch Vernachlässigungen von Reinheits- und Sicherheitskriterien.


So wie durch Zivilisierung die Menschenfresserei ein Ende fand, muss auch das gegenseitige Töten zu einem verbindlichen Ende gelangen.




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Sonntag, 29. März 2026

Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda (3)

 



2. Kosmonomische These: Gleichberechtigung


Alle Menschen sind von Geburt an gleichberechtigt. Adelstitel sind überholt, klerikale und militärische Rangbezeichnungen dienen wie akademische Grade lediglich der Funktionsbeschreibung in der Arbeitswelt und spielen im öffentlichen Leben keine Rolle. Die uneingeschränkte Gleichberechtigung der Geschlechter meint keineswegs Angleichung, sondern Wertschätzung der sich ergänzenden geschlechtsspezifischen Unterschiede.



Agenda (3 )

Gleichberechtigung impliziert nicht pauschale Gleichmacherei, sondern gleiche Rechtsansprüche und Pflichten in vergleichbaren, etwa beruflichen Standardbereichen und besonders im allgemeinen zivilen Bürgerrecht, und zwar bezogen auf die globale Menschheit und nicht beschränkt auf die reichen und mächtigsten Staaten.

Damit gewinnt Gleichberechtigung weltweit (kosmonomisch) eine umbrechende Bedeutung, denn alle bestehenden Gesellschaftsordnungen beruhen auf Ausbeutung und Unterwerfung, begründet einerseits in unersättlicher Gier nach Macht und Geld und andererseits von einer indifferenten Massengläubigkeit des Abstrusesten.

Im Einzelnen bedeutet das:

  1. Es gibt kein auserwähltes Volk mit irgendwelchen Vorrechten.

  2. Ebenso kann kein einziger Mensch sich auf angeborene Vorrechte berufen.

  3. Niemand besitzt ein Recht, den Mitmenschen seine Weltanschauung aufzuzwingen, auch nicht unter dem Deckmantel von Hilfestellungen beim Erwerb gesellschaftlichen und kulturellen Fortschritts. Mit anderen Worten: Religiöse Missionierungen und ideologisch-dogmatische Propaganda stellen massive Verletzungen des Gleichberechtigungsgrundsatzes dar.

  4. Rassistische Rechtsaufspaltungen verfügen über keinerlei Rechtfertigungen.

  5. Gesellschaftliches Kastenwesen entspringt unbegründbaren Wahnvorstellungen.

  6. Keine Bevölkerungsgruppe ist privilegiert, keine Partei noch Religion und keinerlei Interessenverband können Bevorzugungen innerhalb der Allgemeinheit beanspruchen.

  7. Gleichberechtigung gesteht der humanen Vielfalt gleiche Rechte zu, fördert die Diversität, indem sie Gleichmacherei verhindert und Talente, Begabungen und Individualitäten weckt, unterstützend anerkennt und pflegt.

  8. Gleichberechtigung orientiert sich vorzugsweise an aufgeklärter, freiheitlicher Gesetzgebung. Sie allein verfügt über die rechtliche Gewalt zum Schutze und zur Durchsetzung der Gleichberechtigung, deren fundamentale Basis ansonsten in der Gewaltfreiheit des Miteinanders lebt.

  9. Es besteht das Recht, aber auch eine bürgerliche moralische Pflicht auf Bildung, um Gleichberechtigung so weit wie möglich vom Intellekt erfassen zu können und zu praktizieren.

  1. Gleichberechtigung ist verifiziertes menschliches Leben in der konkreten Gegenwart.



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Samstag, 28. März 2026

Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda (2)



1. Kosmonomische These: Menschenwürde


Es gibt keinen höheren Wert als die Menschenwürde; sie ist unantastbar.



Agenda (2)

Über Menschenwürde wird viel vor allem bei feierlichen Anlässen phantasiert, doch im alltäglichen Weltgetriebe erfährt sie permanent Missachtungen und Verletzungen. Ein Grund dafür liegt im Fehlen einer eindeutigen Begriffsdefinition, und eine weitere Ursache besteht in den verwurzelten Überbewertungen von Religion und Staatsräson, die nahezu ausnahmslos dem Menschen übergestülpt und vorgesetzt werden.

Hinzu kommt, dass Menschenwürde sich vorwiegend aus Intelligenz und Bildung entwickelt, beide sind ausgewiesene höchst dramatische Problemfelder des Menschheitsverständnisses.

Zu den wesentlichen Substanzen, die Menschenwürde aufbauen, gehören die Rechte auf Leben, auf Nahrung, auf Unterkunft, auf Kleidung, auf Gesundheitsfürsorge, auf Privatsphäre, auf Arbeit, auf eigenverantwortliche Freiheit, auf Unversehrtheit, auf Gleichberechtigung, auf Bildung, auf Hilfe in Not und zahlreiche weitere Kriterien, aus denen allen zusammen sich auch die adäquaten Pflichten gegenüber der Gemeinschaft ergeben.

Alleiniger Maßstab ist das Wohl des Individuums in der Einbettung des Gemeinschaftswohles, ist Humanität.

Sie überwiegt alle anderen Gesinnungen (Ideologien, Religionen, Philosophien) und bildet trotz ihrer Umfänglichkeit den Minimalkonsens eines friedlichen Miteinanders.

Menschenwürde stellt also keine individuelle Singularität dar, sondern bezieht sich immer auf alle in das Geschehen eingebundenen Akteure: Regierende wie Regierte, Befehlende wie Ausführende, Richtende wie Beurteilte.

In derartiger Übereinstimmung rechtfertigen gravierende, menschenunwürdige Taten keine menschenunwürdige Rache; der Rächer begäbe sich auf das gleiche verwerfliche Niveau des Missetäters!

Diese gedankliche Schwelle erscheint oft jedoch in der Masse unüberwindlich, sodass es bei vielerlei privaten und öffentlichen Angelegenheiten zum „Antasten“ der Menschenwürde kommt, durch Rechthaberei, Bevormundung, Konkurrenzgehabe, aber auch durch primitive Niedertracht, Hassausbrüche und Gewalt. Gegen so negative Gemütslagen strebt Menschenwürde objektives Recht und Gerechtigkeit an, wobei weniger regionale Rechtsmaßstäbe dominieren, sondern die allgemein zumindest vordergründig anerkannten Menschenrechte.

Menschenwürde meint Schutz und Förderung des Lebens für die schwächsten Glieder der Gesellschaft wie für die stärksten unter größtmöglicher Leidenseindämmung und optimaler Persönlichkeitsentwicklung, Identitätswahrung, mit Respekt gegenüber allem Leben und gegenüber der unbelebten Natur. Sklaverei, Todesstrafe und Krieg sind menschenunwürdig.



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Freitag, 27. März 2026

Das Kosmonomische Manifest: Täglich eine These mit folgender Agenda

 


Erfreulich Zugriffszahlen weltweit auf meine Internetseite veranlassen mich in schwierigen welt- und gesellschaftspolitischen Zeiten, das Kosmonomische Manifest ein weiteres Mal einer breiteren Öffentlichkeit in übersichtlicher Weise vorzustellen: Täglich eine These mit anschließender Agenda.

Hier und heute zunächst die Einleitung und die Präambel mit Agenda (1).



Agenda (1) zum Kosmonomischen Manifest


Einleitung


Die Einleitung des Kosmonomischen Manifests lautet:

Das Recht auf Gedankenfreiheit manifestiert sich in zwölf Kosmonomischen Thesen. Sie sind eine Einladung, jeden einzelnen Menschen aus verstandesmäßiger Einsicht zu achten. Die Menschenwürde verlangt darüber hinaus entschlossenen Einsatz gegen das Destruktive, das archaisch als egoistisches Machtstreben einzelner Personen oder Cliquen bis hin zu irregeleiteten Völkern den Globus beherrscht.“



Schon in den ersten Zeilen „manifestiert“ sich die kosmonomische Philosophie als eine Grundeinstellung des Menschen mit völlig abweichender Intention gegenüber den allgemein üblichen Wertephrasen und ihren dogmatisch verkündeten und durchgesetzten Machtansprüchen.

Den seit jeher an Indoktrination und Dogmatismus gewöhnten Völkermassen präsentiert sich die Kosmonomie zwangsläufig als ferne Utopie und „Weltfremdheit“, wohlwollender vielleicht als von vornherein unerreichbares Ideal.

Ein Grund dafür findet sich bereits in dem Wort Gedankenfreiheit, das zunächst gar nicht neu erscheinen mag. Doch wo, in welcher Gesellschaftsordnung auf dem Globus wird Gedankenfreiheit wirklich angestrebt, fair diskutiert?

Das Gegenteil ist gang und gäbe: Keine Religion duldet Freiheit der Gedanken, keine Ideologie nimmt sie hin, ohne sie zumindest totzuschweigen, in der Regel jedoch radikal zu unterdrücken und zu vernichten.



Genau die Gedankenfreiheit – und nicht jene oft „von oben“ suggerierte Gedankenfreiheit in konsequenter Gefolgschaft – wird kosmonomisch zum Recht erklärt. Und aus dem Recht leitet sich verstandesmäßig die Pflicht ab, den einzelnen Menschen in seiner Freiheit zu achten, ihm seine Würde zuzugestehen, die für jeden Menschen gilt und die gegen die traditionellen Zerstörungen durch Ideologien, Götter, Teufel und ihre Macht anstrebenden Vertreter zu schützen ist.

Für Traditionalisten, Opportunisten und vererbt wie gedrillt Unterwürfige sicherlich unnachvollziehbar, denn es fehlt häufig das Bewusstsein der eigenen Unfreiheit, man folgt gerne und „ehrbar“ dem Vorgegaukelten, wenn es nötig erscheint, auch in den Krieg.



Die Präambel des Kosmonomischen Manifests verwirft aber die erdachten Ideale, die angeblich höher als der Mensch rangieren:



Präambel

Die Natur folgt in ihrer evolutionären Fortentwicklung wertneutralen Gesetzen, das heißt, es kommen gleichermaßen Leben fördernde wie Leben zerstörende Prinzipien zur Anwendung. So gesehen, ist die Natur gnaden- und kompromisslos. Menschlicher Verstand wird aber durch Bildung in die Lage versetzt, die Naturgesetze zunehmend zu humanisieren, die Naturgesetze zu nutzen, um das Leben zu genießen und das natürlich sinnvolle Sterben zu erleichtern. Dies geschieht ganz besonders durch die Einsicht, dass nicht Egoismus die Basis von Humanität darstellen kann, vielmehr ein Individualismus, verankert in einer erstarkenden humanen Gesellschaft, die den Menschen höher achtet als alle von Menschen erdachten Ideale.“

Ausgangspunkt der menschlichen Existenz ist – wie könnte es anders sein – die Natur in ihrem fortwährenden Werden und Vergehen, in euphorischer Entfaltung und in dramatischem Leiden.

Grundsätzlich eröffnet die menschliche Intelligenz aber Abschwächungen des Leidens, sogar seine Verhinderungen oder Beseitigungen innerhalb natürlich vorgegebener Grenzen. Nicht ersonnene Wunder liefern die Grundlagen, sondern Gesetze der Natur, die der Intelligenz zunehmend erschließbar werden durch unvoreingenommenen, objektiven Erkenntnisdrang als definitive humane Alternative gegenüber dem postulierten Glauben des platten und höheren Unsinns, der lediglich das Potential von Vertröstungen auf Unmögliches zur Feierlichkeit erhebt.

Die herausragendste Intelligenz beschreitet Irrwege gegen Natur und Menschlichkeit, erfährt sie keine humane, das heißt Menschen anerkennende und würdigende Bildung. Es gibt keine humane Gesellschaft bestehend aus abnickenden Nachbetern der von berechnenden Egoisten vorgeschriebenen Anordnungen. Vielmehr erfordert Humanismus das starke Individuum in der Verbindlichkeit gegenüber dem eigenen Leben wie dem der Mitmenschen, die nicht in der Masse zu zweifelhaften Diensten, sogar zu gemeinschaftlichem Morden zu vereidigen sind, sondern zu möglichst mutig engagierter, eigener Mündigkeit und Friedfertigkeit befähigt werden müssen.

Das ist der eigentliche Bildungsauftrag, der freilich entsprechende Lehrbefähigte voraussetzt.

Die Bildungssysteme weltweit versagen, weil exzessiver Egoismus vornehmlich durch Bildungsverweigerung und ideologisch-religiöse Massenverdummung die Welt beherrscht.

Es wird deutlich, dass in einer kosmonomisch kritikfähigen Menschheit die gängigen politischen Neurotiker keinen Ton mehr angeben könnten.

Doch der Status quo offenbart seinerseits vor allem Hoffnungslosigkeit, Ratlosigkeit, Unfähigkeit und Gewaltbereitschaft.

Kosmonomische Kausalitäten und entsprechende Konsequenzen werden dadurch als dringende Notwendigkeiten nur untermauert.




Donnerstag, 26. März 2026

Dummheit und Dreistigkeit haben ihren Preis


Geölt wie geschmiert haben Dummheit und Dreistigkeit ihre Preise im Tageslauf jongliert und dabei zumeist neue Höhen erklommen. Da kamen Kriegs-und Wirtschaftskrisen wie gesellschaftliche Desorientierungen gerade recht, aus den Nippeln der Zapfsäulen neue Sättigungsgrade anzustreben.


Als dies nun zu offensichtlich und zu kartellartig aufblühte, sah sich die Politik zu machtvollem und regulierendem Einschreiten veranlasst.

Und so haben nun Dummheit und Dreistigkeit ihre angedachte Regel, immer bis zum Mittag dürfen die Entgelte aufstreben in einer wundersamen Preisstabilität, definiert durch Höhen, die sogar plausibel zu (v)erklären sind.

Welch ein Wurf der abgeschmierten Intelligenz!

 

 

 

Mittwoch, 25. März 2026

Zu drastisch? Auf dem Weg in den nächsten Weltkrieg?

 


Welchen Rechtsanspruch können die „Vereinten Nationen“ überhaupt erheben, da einzelne mächtige Mitglieder, gleichermaßen als kriegerische Aggressoren und Verbrecher gegen die Menschenrechte, tatsächlich bestimmen, was denn Recht sei und was Unrecht?


Wer vor dieser Frage kapituliert, weil er sich mit der Macht des Stärkeren abfindet, sich gar damit identifiziert, reduziert in seiner Unfähigkeit zur Zukunft das menschliche Leben auf das Vegetieren in Massenmenschhaltungen zum Nutzen von viehischen Menschenzüchtern mit entsprechenden Schlachtungs- und Verwurstungsunternehmen.


Exzesse von Massen- und Völkermord, Umweltverwüstungen inbegriffen, umfangreiches Anschauungsmaterial jeweils vor Ort und weltweit in den täglichen Nachrichten.


Zu drastisch?

Auf dem Weg in den nächsten Weltkrieg?


Jetzt erst recht:

Ehre dem Frieden!

Dem Leben alle Kraft!

Der menschlichen Intelligenz der nötige Mut!

Dem mitmenschlichen Sein die Empathie!


(Rezept der Zuversicht.)

 

 

 

Dienstag, 24. März 2026

Sequenzen von Skepsis (763)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9886

Wer bestimmt, was ein „gerechter Krieg“ sei?

Ist nicht das Glauben an Gott, an Teufel und an gerechte Kriege, der eigentliche Grund für Kriege? Solange Kriege nicht generell geächtet werden, befindet sich die Menschheit in einem tragischen Manko an Aufklärung, in einem Circulus vitiosus.


9887

Prüderie steigert die Aggression und Kampfbereitschaft besonders gegen zuvor erfundene und durch Hass aufgebauschte und in Verlogenheit ausgebaute Feindbilder.


9888

Angesichts der Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und ungezählten weiteren Kriegen weltweit, ist es eine Schande für die Menschheit, wie sich Staatslenker und alle möglichen Kriegsprofiteure als Kriegstreiber erneut gerieren und bisher friedliche Gesellschaften zur aktiven Teilnahme an aktuellen Kriegen aufrufen und anstacheln. Diese Kräfte der Menschenverachtung sind ein Unglück für den gesamten Globus, mögen sie noch so scheinheilig von zu bewahrenden Werte- und Rechtsordnungen fantasieren, die sie selbst hemmungslos hintergehen und verraten!


9889

Eine besondere Tragik entwickelt sich in den an sich eher freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnungen, die in“ freien Wahlen“ immer wieder genau die Kandidaten bestätigen, die bereits deutlich auswachsende Missstände verursachten und die ihre Versagensideologien weiter propagandistisch und indoktrinär vorantreiben.


9890

Ökumene? Doppeltes Täuschungsmanöver: 1. Es ist kein Gott. 2. Die vorgespielten Götter der verschiedenen Religionen entbehren als geistige Zerrbilder selbst der geringsten Anforderungen an Einigkeit, dienen stattdessen wahrhaft teuflischen politischen Mächten zur Spaltung der Menschheit, zur Ausschaltung humaner Aufklärung und menschlicher Intelligenz.


9891

Lüge ist der Fetisch von Ideologie und Religion, die sich aber der Entlarvung in beliebigen und typischen, charakteristischen Gewaltexzessen erwehren.


9892

Die „Scharia“ hat in freiheitlich-demokratischen und humanistisch aufgeklärten Gesellschaftsordnungen keinerlei Berechtigung, da sie sich selbst als Gegnerin von Selbstbestimmung und Emanzipation begreift.


9893

Frieden stellt eine menschliche Reife dar, welche, bezogen auf die gesamte Menschheit, noch wenig stabile Verwurzelungen aufweist („Interimsmensch“).


9894

Religionsfreie und vernunftbegabte Menschen stehen vor sich selbst wie vor der menschlichen Gesamtheit in einer viel konsequenteren humanistisch-moralischen Verbindlichkeit als der Götterstrafen unterworfene Dogmensklave in seiner indoktrinierten Religiosität.


9895

Die eine Menschheit auf dem Globus bedarf einer einheitlichen menschen- und lebensfreundlichen Rechtsordnung, die erst noch gegen alle sich befehdenden Religionen und Ideologien zu erarbeiten und verbindlich zu definieren und vor allem zu inaugurieren ist. Der „Interimsmensch“ ist dazu bisher nicht in der Lage. Längst aber existieren – wenngleich in winziger Minorität – reifere Menschen als „Keimzellen“ einer entwickelteren Lebenssinnhaftigkeit.



© Raymond Walden




Freitag, 20. März 2026

Sequenzen von Skepsis (762)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9876

Rigoros regiert der Teufel in Verkleidung. Er scheut sich nicht, in Gottesanbetung niederzuknien, das „Te Deum“ feierlich zu intonieren, um die Welt zur Hölle zu machen. Er weiß ja, da ist kein Gott, den er fürchten müsste. Und der Mensch glaubt alles.


9877

Angeblich gibt es ein grünes Denken wie auch ein schwarzes oder etwa ein rotes. Und alle diese Einfärbungen behindern das helle, besonders durch Mehrfacheintönungen etwa in Koalitionen.


9878

Kriegstreiber, die Friedensaktivisten diskreditieren und verleumden, bestätigen sich treu in ihrem Genre. Die gesamte Kriegstreiberei spielt sich ab in Lug und Trug.


9879

Die schwersten Lügner tun sich leicht in Regierungen und regierungsgebundenen Medien.


9880

Gegenüber superreichen Millionären, Milliardären und sonstigen „Vermögenden“ gewährte mir das Schicksal den Vorteil, auch nicht annähernd mit derartig vielen Nullen zu tun zu haben.


9881

Was Gläubige glauben, mir Religionsfreiem unbedingt mitteilen zu müssen, sprengt schlicht ihr Wissen, denn mein Bedarf ist definitiv gleich null. Zudringlichkeit mag eher meine Abneigung oder auch Mitleid erregen.


9882

Wenn Religiöse demütigst ihrem Gott mitteilen, ihr ganzes Leben, ja alles in „Seine Hände“ zu legen, sehe ich den allmächtigen Allwissenden zufrieden lächeln über die totale Neuigkeit, die vielleicht dennoch geschwindelt ist. Aber das „weiß“ er ja.


9883

Zeitungsenten, einmal beflügelt, haben nicht einmal vor Kirchen und Tempeln Respekt und hinterlassen Spuren.


9884

Wo auf der konkreten Welt regiert denn Gott und nicht der Teufel?


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Scheinheiliger, kleinkariert alberner Naturschutz im Bierernst beschlossen und sich selbst dran berauscht …, und dann kommt die kriegsertüchtigende, aufrüstende Ekstase der militärischen Totalzerstörung von Mensch und Natur, von Verstand und Empfinden, der allumfassende Bankrott von Humanität und materiellen Werten, um verruchten Neubeginn von Schizophrenie und Dekadenz für satanische Kriegsprofiteure vorzubereiten. Die wahre „Krone der Schöpfung“ als Mensch verhöhnt, gefoltert, zermartert, zerfleischt.

Friede sei!“ Aber wann, wie, wo, wodurch?

Wenn denn die Einfalt einen Gott benötigt, sei Frieden als intelligente Weisheit eine Verehrung und Anbetung wert, ihre Realisierung wäre der Triumph einer aufgeklärten Menschlichkeit in höchst geachteter Natur.



© Raymond Walden


 

 

Mittwoch, 18. März 2026

Es ist kaum je zu spät

 


Ich glaube nicht an Geister, nicht an Götter,

nicht an Religionen und Ideologien überhaupt,

verehre auch nicht ihre Spötter;

das Glauben hat mir viel zu lange zu viel Zeit geraubt.


Stets haben Fakten meinen Weg bestimmt,

die ich hatte zu akzeptieren,

denn ich wusste, wie man sich benimmt,

wollte man sich nicht von vornherein verlieren.


Der Fakten gibt es aber zweierlei,

mit Naturgesetzlichkeit, Logik und Kausalität die Einen,

auf Glauben und Hoffen bauend, wie etwa die Quacksalberei,

und alles das, was „göttlich“ will und alternativlos erscheinen.


Kirche und Staat sind historisch verwoben,

ob Papst und Kaiser oder Bischof und König

wie auch Präsident und Minister, da verweltlicht sich die Kräfte verschoben,

bisweilen nur wenig, nicht selten dennoch unversöhnlich.


Unverändert jedoch das gewohnte Demutsverhalten,

das devote und opportune Sich-Anbiedern einzelner „Genossen“

beim Diskreditieren, Spionieren, Denunzieren, um neuzugestalten

das Bewusstsein der Massen, das, eigentlich in friedfertige Verfassung gegossen,

nunmehr zu wenden ist per indoktriniertem Dekret.

Klimawahn, Energiewende, Feindbild-Visionen;

Wissenschaft, Wahrheit und Gesetze werden verdreht

zu Dummheit, Bildungsmangel und Kriegsertüchtigung – als Pseudo-Religionen!


Vor dem Glauben gilt keine Stimme der Natur.“

Dieser Satz entkräftet alles,

alle Realität, alles Erkennen, Lernen, Denken, Fühlen – ist Schwachsinn pur,

wird jedoch drakonisch befohlen „im Fall des Falles“,

also „in Ewigkeit. Amen.“

In Gottes Namen!


Wieder ist Krieg Religion;

Religion war immer Krieg.

Das wussten ganz frühe Menschen schon,

und heutige Gestrige setzen unbelehrbar erneut „auf Sieg“.


Religion bleibt Ideologie der Wunder,

Ideologie dagegen meint Religion mit und in zeitgeistigem Plunder:

Unfriedlich beide, auch nicht ehrlich,

aber machtbegehrlich, gewaltsam, gefährlich.


Als Pazifist empfehle ich statt Religion und Ideologien die aufgeklärte Freiheit des Individuums in aufrechter Humanität

bei demokratischer Emanzipation und indoktrinationsfreier Philosophie

mit dem Ziel einer persönlichen, freiheitlichen und kultivierten Identität.


Übrigens: Es ist kaum je zu spät

für Empathie und Friedfertigkeit, für eine kosmonome Philosophie,

für eine Friedensidentität.

 

 

 

Montag, 16. März 2026

Remarkable John Tischer, Mexico/USA

 

Samurai



I’d like to die like a samurai in battle,

fighting for a worthy cause.

I’d like to live like one in the certain awareness

that death could come at any time.

The longer I live, the closer I come, the more

I beat my own hopeless drum.

The Charge of the Light Brigade immortalized

in poetry, futility on a pedestal, a prelude to

World War, industrialized hopelessness.

There was the Lost Generation after WW one,

the Beats after WW two…it was something

that they knew.

Paradise on earth avoids us except for the few

that found it by accident or trained their minds,

saw through the illusion of existence, what the

samurai knew.

Is that why they were determined enough to cut

their stomachs open in final sacrifice, or was it a

cultural thing to do?

I wonder if any/many ran away instead…I bet

there were a few.

It hurts to die, which is probably good to keep

survival going, humanity on track.

Canada makes it easy to die: one hundred thousand

euthanized so far, government sanctified, but what

do Canadians really have to live for, a wag might say…

it’s cold up there and the fishing isn’t that good anymore.

On the other hand, the Inuit survive…I doubt they ask

What for?”

Death is real, comes without warning, this body will

be a corpse.” might have come from the samurai, but

it’s actually a Buddhist reminder…so the samurai didn’t

have a corner on that market.

People here notice me but don’t bother me, like motorists

passing a bad accident slowly, looking for a glimpse of gore.

A mystery, a tragedy, entertainment in misfortune, I find it

curious that the “special forces” in movies get so quickly

taken down by the heroes, cannon fodder as was coined before.

Today we’re entertained by death even more,

which inures us to its reality.

Don’t shoot the messenger.


John Tischer