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Sonntag, 11. Oktober 2026

In Freiheit kosmopolitisch


Die sich beschleunigenden wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte der Menschheit erfordern eine adäquate Orientierung bei der Einordnung bezüglich der Auswirkungen dieser Entwicklung. Forschungen und Entdeckungen mögen sich in lokalen Labors und „Denkfabriken“ abspielen, die Bedeutungen aber erstrecken sich weit über die Regionalität, globale und kosmische Aspekte immer deutlicher und umfassender eingeschlossen.

Entsprechend ergeben sich neue, viel weiter reichende Anforderungen an die Denkweisen der Forschung und Technologie und vor allem der allgemeinen Menschheitsgesellschaft. Dabei reicht die Problematik des Denkens von der grundsätzlichen Fähigkeit zu denken über alle möglichen Denkintensitäten, alltägliche Denkgewohnheiten, über religiösen Glauben, ideologische Gefolgschaften bis hin zu eigenständigem Denken und zu höchster fachlicher Spezialisierung.

Vorrangig handelt es sich um subjektives Denken, während die objektive Betrachtungsweise höhere Ansprüche stellt, auch an das allgemeine Bewusstsein, da beide (Subjektivität und Objektivität) zudem sehr vom jeweiligen Informationsstand des Denkenden abhängen.

Kurzum: Natürlicherweise ist das Denken des Menschen durch die unmittelbare Erfahrungswelt regional geprägt, und unter dieser Vorgabe wird auch die äußere und weitere Welt gesehen und interpretiert. Allein Bildung ermöglicht eine Horizonterweiterung; sie besteht aus elterlicher Erziehung, schulischem Lernen und aus allen möglichen Lebenserfahrungen, aus herbeigeführtem wie aus zufälligem Erleben.

Die historische wie gegenwärtige Menschheit präsentiert sich als eine unverändert regional beschränkte Spezies, die sich deshalb in die irrwitzigsten Konkurrenzsituationen versteigt, um sich selbst und den gesamten Globus unter Berufung auf sogenannte „Werte“ zu gefährden und möglicherweise auch komplett zu vernichten.

Die „Werte“ stellen keine durch Vernunft und Erkenntnis etablierten Wegweisungen dar, sondern entstammen religiösen und ideologischen Hirngespinsten und werden rigoros, gnadenlos und gewaltsam durchgesetzt, wobei je nach Gusto der Herrschenden opportune Auslegungen und doppelmoralische Standards mühelos auch in jeden beliebigen Krieg münden.

Das sind die Kennzeichen des Interimsmenschen, des in seiner Menschwerdung stehen gebliebenen, in seiner Entwicklung unfertigen Menschen, der sich dieser Entwicklung unbewusst ist oder sie bewusst verneint und bekämpft, auch unter Einsatz seines und des Gegners Lebens.

Freiheit ist in diesem System unmöglich, wird aber als nützliche Vortäuschung zugunsten von Tyrannei und Terrorherrschaft und vor allem der Notwendigkeit von Militarismus „persifliert“.


In diesem Gegeneinander gerät unverändert in Vergessenheit, dass wir alle auf dieser Erde in einem und demselben Boot sitzen, das zum eigenen Fortbestand nur durch eine einheitliche Steuerung gekonnter, zuverlässiger Navigation geführt werden kann. Alle interimsmenschlichen Dogmen und Indoktrinierungen sind untauglich, basieren sie doch nicht auf echter, wahrhaftiger Menschen- und Lebenszugewandtheit, sondern auf Halluzinationen, Lug und Trug skrupelloser Herrschaftssysteme.


Im kosmonomischen Verständnis geht es nicht etwa um Nietzsches „Übermenschen“, sondern um Menschwerdung in freiheitlichem Selbstverständnis gleichermaßen für das Individuum wie für die Gesellschaft.


Längst gibt es intelligente und friedfertige Menschen, die den logischen kosmopolitischen Charakterzügen entsprechen, allein, sie sind eine winzige Minderheit. Die zunehmend konfuse Weltsituation mag aber eventuell schon bald die Menschenmassen zu relativer Besinnung bringen. Real dominiert jedoch die Stagnation der Menschwerdung und untermauert die Zweifel, ob der Mensch überhaupt zur Menschwerdung heranreifen kann.

Der Anfang nur des Reifeprozesses beginnt beim einzelnen Individuum, das sich in freier Selbstentscheidung den Mechanismen der Volksverdummung, der Dogmatisierung, der Indoktrination, den Doppelstandards, der Diktatur und dem Militarismus widersetzt, indem es der üblichen Volksverblödung durch die Merkmale von Einigkeit und Recht und Freiheit, durch wissende Emanzipation und in demokratisch-freiheitlicher Tatkraft entgegentritt, zivilisiert zum Vorteil der Menschheit und der Natur dieses besonderen Planeten, der das Leben überhaupt erst entwickelte.

Es ist also eine private Lebenseinstellung je nach Möglichkeit in einer massiv gegensätzlichen (un)menschlichen Welt: Achtung und Respekt vor dem Leben sowie Freude an und in ihm.

Ich nenne solches Sein „kosmonomisches Bewusstsein“.

Freiwillig wird es sich nie zum willfährigen kriegerischen Kanonenfutter herabwürdigen lassen.

 

 

 

Donnerstag, 19. Juni 2025

Ein Brief in die Welt


Als mich Deutschland, ohne es expressis verbis laut zu verkünden, aus seinen öffentlichen Medien verdrängte, die ich zuvor lange Zeit mit populärastronomischen und astrologiekritischen Beiträgen ausgiebig anreichern durfte, glaubte ich noch, wenngleich schon eingeschränkt, an eine grundsätzlich „freie Presse“. Gleichwohl hatten sich schon im Alter von etwa zwölf Jahren erste Zweifel gemeldet, als ich sehr lebendig und fast täglich den Propagandakrieg zwischen Ost-Berliner und West-Berliner Radiostationen erlebte.

Die Kommunisten waren viel verlogener als der Westen, aber so ganz sauber erschienen mir beide nicht. Diese Erkenntnis sollte sich nach der Flucht meiner Familie in den Westen 1959 immer deutlicher bestätigen und gilt mir heute als definitiv: Es gibt keine freie Presse!

Und zwar schon aus organisatorischen Gründen der Eigentumsverhältnisse von Verlagen und Sendeanstalten und aus Gründen der geistigen Unreife des an der Masse orientierten und auf sie fokussierten Journalismus.

Das Ganze ist überall eingebettet in ideologische und religiöse Abhängigkeiten und darüber hinaus in schlichte modische Strömungen mit gigantischen finanziellen Interessen. Käuflichkeit ist das gängige Prinzip, und wo nicht, propagiert Gewalt, was Frieden und Freiheit zu sein haben.


Vor diesem Hintergrund schreibe ich – eigentlich für mich, denn kann ich wissen, wer lesen und schreiben kann und überhaupt verstehen will?


Die Statistik der Zugriffszahlen auf meine Internetseite zeigt mir aktuell wieder einmal fallende Werte für Deutschland und die Europäische Union, während global bemerkenswert hohe Raten dokumentiert werden. Einerseits betrübt mich das ein wenig, andererseits fühle ich mich als Kosmonom und Weltbürger bestätigt, denn was Europa in der Historie vollführt hat und gegenwärtig aufführt, ist nun gar nicht meine Welt. Und die internationale Weltgemeinschaft sieht wohl Europas Selbstverständnis ähnlich kritisch angesichts der Kriegstreiberei und der Zersetzung der eigenen demokratischen Ansprüche.


Ich nehme das zum Anlass, mich bei den Tausenden in aller Welt für ihr Interesse zu bedanken und allen Sympathisanten etwas Mut zuzusprechen. Dabei bin ich mir bewusst, wie überaus problematisch sich das Leben in zahlreichen Ländern gestaltet, häufig sogar verursacht oder gefördert durch beschämendes Verhalten des sogenannten „Wertewestens“, der seinen materiellen Reichtum zum großen Teil auf politischen Doppelstandards begründet.


Kosmonomisches Bewusstsein verbindet mich geistig mit so vielen Menschen, denen ich auch ihrerseits dieses Gefühl gönne und wünsche, mit der Weltgemeinschaft friedlicher und freundlich aufgeklärter Menschen in zustimmender mentaler Verbundenheit zu stehen.

Ich sende herzliche Grüße hinaus in alle Länder und an alle Menschen mit wahrhaftiger und lebensfreundlicher Haltung.


Ihr/Euer Raymond Walden