Samstag, 30. September 2017

Die Sorge um den Frieden in der Welt


Die Hoffnung eine Insel zu finden, ich meine damit nicht ein Eiland in einer verzauberten Südseewelt, sondern einen Platz in der Welt, in ihr zu leben und seine Erfüllung, Profession und Lebensqualität zu erlangen, beseelt viele Menschen.
Egal, ob in einer Dorfschmiede, in der Hütte eines Schrebergartens oder vielleicht auch auf einer Südseeinsel. Man kann einen Doktortitel haben oder Ingenieur sein und trotzdem als Clochard in Paris glücklich und zufrieden leben oder ein Weltenbummler auf der ewigen Suche nach dem Glück sein. In allem Kleinen etwas Großes zu sehen, kann oft mehr Befriedigung schenken, als in die scheinbar große Welt der Schönen und Reichen einzutauchen. Man kann sie einfach nicht mehr sehen, diese Promis und die vielen, die auch dazu gehören möchten, das ganze Szenario der Politprominenz, der Preis-Verleihungen und dergleichen Selbstbeweihräucherungen des Establishments. Hier eine kleine Auflistung der „Preisverleihungen 2016“:
  • AACTA International Awards 2016
  • Amadeus-Verleihung 2016
  • Internationale Filmfestspiele Berlin 2016
  • British Academy Film Awards 2016
  • César 2016
  • Critics’ Choice Movie Awards 2016
  • Critics’ Choice Television Awards 2016 (Januar)
  • Critics’ Choice Television Awards 2016 (Dezember)
  • Deutscher Fernsehpreis 2016
  • Deutscher Filmpreis 2016
  • Deutscher Musical Theater Preis 2016
  • Deutscher Schauspielerpreis 2016
  • Echoverleihung 2016
  • Europäischer Filmpreis 2016
  • Faustverleihung 2016
  • GoEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films 2016
  • Golden Globe Awards 2016
  • Goldene Himbeere 2016
  • Goldene Kamera 2016
  • Goldener Spatz 2016
  • Grammy Awards 2016
  • Grimme-Preis 2016
  • Ingeborg-Bachmann-Preis 2016
  • International Opera Awards 2016
  • Internationale Filmfestspiele von Cannes 2016
  • Internationale Filmfestspiele von Venedig 2016
  • Kerrang! Awards 2016
  • MTV Europe Music Awards 2016
  • MTV Movie Awards 2016
  • MTV Video Music Awards 2016
  • Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2016
  • Nickelodeon Kids’ Choice Awards 2016
  • Oscarverleihung 2016
  • Österreichischer Filmpreis 2016
  • Primetime-Emmy-Verleihung 2016
  • Pulitzer-Preis 2016
  • Radio Disney Music Awards 2016
  • Romyverleihung 2016
  • Saturn-Award-Verleihung 2016
  • Screen Actors Guild Awards 2016
  • Verleihung der Student Academy Awards 2016
  • Sundance Film Festival 2016
  • Teen Choice Awards 2016
  • Tony Award 2016
  • Toronto International Film Festival 2016
  • Wind Music Awards 2016

Man erkennt zweifellos die Inflation dieser Ehrungen. Große Probleme ergeben sich dem unvoreingenommenen Betrachter auch, schaut er sich die Namenslisten der Jury-Mitglieder genauer an. Bei jeder Veranstaltung kommen sie zusammen, je prominenter, desto weiter vorn platziert und hochgestylt in den Sitzreihen. Oder die Typen, mit Schlips und Kragen, einen neuen Spaten in der Hand, stehen sie reihenweise an einem vorher aufgeschütteten Sandhaufen und machen den „ersten Spatenstich“, dabei könnten sie vielleicht nicht einmal ihren eigenen Garten umgraben. Sodann die Inflation von Straßen-Einweihern: Weil es nicht geht, dass nur einer das Band durchschneidet, bekommen sie jeder 50 cm Absperrband zugemessen wie die kleinen Kinder, die um ein Spielzeug streiten. In der heutigen Zeit macht sich ein bisher unbekannter Virus breit, der Selbstdarsteller-Virus, der an Dummheit nicht zu überbieten ist. Selbstdarstellung und Publicity um jeden Preis, auch um den Preis, sich der Lächerlichkeit preiszugeben. 
 
Was treibt sie an, die selbstverliebten Bergs, Fischers, Stones, - die Schauspieler, Sportdarsteller und all die kleinen und großen, öffentlichkeitsgeilen Gernegroßen? Haben sie in ihrem bisherigen Leben nicht schon alles erreicht, alles Geld der Welt verdient, alle Ehrungen genossen? Könnten sie sich nicht genüsslich zurücklehnen und sagen: „Es ist genug, gehen wir den Leuten nicht länger auf die Nerven und lassen die Welt in Ruhe.“
Nein, wenn alles schon ausgereizt ist, wenn man keine Peinlichkeit ausgelassen hat, setzt man noch eins drauf und inszeniert publicitysüchtig irgendeinen Skandal, um wieder ins Rampenlicht zu kommen. Der Nachwelt muss man auch noch ein Buch mit dem geistigen Inhalt eines Oberschülers hinterlassen, das natürlich von einem Ghostwriter geschrieben wurde. Klar doch, was könnte die Nachwelt denn mehr interessieren, als die Memoiren eines abgehalfterten Politikers, der in seinem politischen Leben ohnehin schon genug Mist gebaut hat. Es ist die ungezügelte Angst in Vergessenheit zu geraten, im Niemandsland der unbekannten breiten Masse zu versinken. 
 
Wahre Größe zeigt sich aber darin, abzutreten von der Weltbühne, ehe es zu spät ist, nicht wenn man sich, wie ein Johannes Heesters bereits am Flügel festhalten muss, um noch ein letztes Mal das Publikum zu nerven, sondern, wenn man mit dem Alter seinen Frieden macht, der Welt und dem Publikum erlaubt, den Menschen, den man in seiner Zeit mochte, in guter Erinnerung zu behalten. Die Menschheit wartet schon zu lange auf diesen Tag des Friedens in der Welt - und das Fest, das wir am 24. Dezember feiern, ist der Legende nach vor 2017 Jahren zu Christi Geburt in die Welt gekommen. Aber der Frieden wird immer und immer wieder von Verbrechen überschattet. Alle Menschen wollen das Gute, auch diese Glaubensfanatiker begehen Verbrechen, wenn sie anderen Menschen ihre Version von Gott aufzwingen, sie meinen mit Schlechtem Gutes zu schaffen. 
 
Doch die eigentlichen Verbrecher sitzen an den Schalthebeln der Macht und versuchen anderen Menschen und Völkern, „ihren Frieden“ aufzuzwingen, der meist nur darin besteht sich zu bereichern. Am Allerschlimmsten empfinde ich die Machtbesessenen, auch in unserer Mitte, sie glauben sie seien die Guten und die anderen die Bösen. Sie liefern Waffen, MPs, großes Kriegsgerät und U-Boote an Staaten, die mit ihren Nachbarn keinen Frieden machen wollen. Wir kaufen den Arabern das Öl ab und mit dem Geld bezahlen sie dann die Waffen, die wir ihnen liefern, so machen wir uns mitschuldig. Diese Bushs und Co. führten Kriege, die Putins probieren ihre neuen Waffen in Syrien aus und Obama, der Friedensnobel-Preisträger, ermordet per Fernsteuerung die Feinde der USA und alle meinen damit die Welt verändern zu können, doch sie erzeugen nur Gegengewalt.
Wenn man Frieden will, darf man andere Menschen nicht bedrohen, man muss mit gutem Beispiel vorangehen und wie Jesus den Frieden nicht nur predigen, sondern leben. Leider hat auch er den Frieden auf Erden nicht erlebt, sondern ist von machtbesessenen Verbrechern der Weltgeschichte ermordet worden.

Friede ist nur durch Friedfertigkeit zu erreichen, das heißt nicht die andere Wange hinzuhalten, sondern eine angepasste Verteidigungslinie aufzubauen, die notwendige Abschreckung gegen verbrecherische Angriffe auf den Frieden ermöglicht, doch Rache wie im Fall Osama bin Laden darf es nicht geben, solche Leute gehören vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.
Man lässt es in Syrien zu, dass sie ihr eigenes Volk totbomben und zusammenschießen, wo ist die UNO, wo die Anklage, die ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit ahndet? Wo ist das >Weltgesetzbuch <, der moderne Codex Hammurapi? Doch ich bin sicher, er wird noch geschrieben werden.

Seit es Menschen gibt, versuchen sie mit immer
schlimmeren Waffen – Frieden zu schaffen.


Rei©Men 2016 doremenzel@gmx.de



Donnerstag, 28. September 2017

Sequenzen von Skepsis (279)

Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

3571
Solange sich der Mensch bei seiner Sinnsuche der Religion verschreibt, dauert das primitive Mittelalter fort, denn auch modernste Technologien stellen sich in den Dienst dieser unheilvollen Stagnation.

3572
Religiöse Inhalte wie ihre Verabreichungen widern an, denn sie nötigen öffentlich bei jeder Gelegenheit.

3573
Viele Menschen – viele Götter.
Wo kein Mensch, da kein Gott.
Deshalb!

3574
Im Glaubenskäfig Getaufte fühlen sich geborgen gegenüber unbekannten Freiheiten.

3575
Der Kinderarzt heilt Kinder, der Augenarzt Augen, der Tierarzt Tiere – und der „Naturarzt“? Er trifft vor allem den Nerv des Zeitgeistes.

3576
Homöopathen kegeln mit Globuli, also mit „Seifenblasen“.

3577
Freiheit beginnt mit dem freien Denken und mit dem freien Wort!

3578
Wer kosmonomische Freiheitlichkeit systematisch verschweigt, mag als Tabu-Hansel der Scheindemokratie avancieren und stagniert dennoch.

3579
Wo man Flächen zubetoniert, die Böden versiegelt, regnet es dennoch – und dann mitunter ersäufend.

3580
Das Nichtwissen kann nichts verbessern.
Nichts verbesserndes Wissen aber verschlimmert, denn es wurzelt im Bösen.

3581
Die Lüge liebt sich selbst, wie sie sich selbst belügt: „Nichts als die Wahrheit.“ So wahr ihr „Gott“ hilft, „er“ selbst ist eine.

3582
Kleidung, von Kopf bis Fuß, enthüllt so manche Gefangenschaft, Hörigkeit, ja Versklavung des Menschen.

3583
Was der Mensch glaubt, sprengt alles; ihn zuerst.

3584
Wo heute ein Friedhof seine Ruhe pflegt, ragt vielleicht morgen ein Hochhaus empor, das sich zum Massengrab zerlegt, weil Menschenwahnsinn jede Berechenbarkeit verlor.

3585
Im objektiv sinnlosen Dasein muss jeder seinen subjektiven Sinn finden. Die überforderte Masse des Interimsmenschen bedient sich der vorgefertigten Religionen, bastelt sich auch den einen oder anderen eigenen Gott.

3586
Naturgesetze, nicht Ansichtssachen bestimmen Grenzwerte

3587
Grün-Gläubigkeit überschwemmt den Globus und trocknet dennoch die Gehirne archaisch aus.

3588
Wer immer wieder auf den Straßen der Wirbelstürme, an den Abhängen von Vulkanen und entlang tektonischer Bruchstellen siedelt, kann sich seines masochistischen Glücks ziemlich sicher sein.

3589
Meinungsmache wirkt ausgesprochen toxisch.

3590
Von wegen aufgeklärt! Die Gesellschaft gebärdet sich katastrophensüchtig, sensationsgierig, glaubensbedürftig und ausgedacht.


© Raymond Walden 


 

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Donnerstag, 14. September 2017

Leben ist hier und jetzt!

Jede anders lautende „übernatürliche“ Behauptung entbehrt jeglicher Beweiskraft.
Dem gerecht werdend, verdrängt die gläubige Einfalt jede Beweisführung und ersetzt sie konsequent durch das Postulat, rühmt sich darüber hinaus der rigorosesten Verbreitung und Durchsetzung besonders auch gegen andere gleichartig abenteuerliche Postulate.

Und so ruiniert man Leben im Lobgesang des Unlogischen, des Nichtfaktischen und der daraus resultierenden allgegenwärtigen geistigen Bedrängnis und physischen Marter.
Es gibt keine Freiheit ohne das Befreitsein von Religion.

Ist jedoch das Bewusstsein erst einmal entsprechend gekerbt, mag sich eine Frau sogar voll verschleiert als frei bezeichnen, der Kreuzritter sich als Freiheitsbote selbst belügen.
Denn es fehlt der Beurteilung die Objektivität als die unabdingbare Voraussetzung für Freiheit.
Und es fehlt die Fähigkeit des logisch-kausalen Denkens als Prämisse konsequenter Humanität.
Leben spielt sich real ab: Das Herz schlägt oder es schlägt nicht. Imagination ändert nichts an dem jeweils faktischen Befund.

Wiederauferstehung, ewiges Leben oder auch Reinkarnation bedeuten gigantische Fehlleistungen des Gehirns und, daraus folgernd, eine wahrheitsfeindliche Gefühlswelt, die sich zur „allein selig machenden“ aufschwingt und sich als Halluzination von Generation zu Generation fortsetzt, geboren aus Unkenntnis und daraus aufströmender Lebensangst, die sich Götter zum Trost erschafft.
Im Trost nun soll man solche „Götter“ fürchten – als kausalen Zirkelschluss!

Nicht genug mit solchem „Glauben“, es hängt sich daran ein esoterisches Kaleidoskop von Engeln, von Propheten, Heiligen und Seligen, Teufeln und Dämonen, von Wunderbehauptungen und widernatürlichen Phantastereien, alles zum Zwecke der umfassenden Einflussnahme auf das menschliche Individuum und nicht etwa zu seiner Befreiung von Not und Drangsal und schon gar nicht zu einer Ermunterung und Befähigung eigenständigen klaren Denkens und Handelns.

Am Ende dieser fatalen Verkettung steht das tragische Missverständnis, Religion sei Freiheit, „Religionsfreiheit“ (als Garantie für freie Religionsausübung, sprich Menschenverführung!) sei eine demokratische Grundbedingung.
Tatsächlich handelt es sich um ein Dogma, um eine Indoktrination, die aus sich heraus mit Freiheit nichts zu tun hat, ganz im Gegenteil, sie steht in krassem Gegensatz zur menschlichen, zur kosmonomischen Freiheit, die das Wohl des Individuums in der Vielfalt von Friedensfähigkeit aufgeklärter Gesellschaften favorisiert. 


 

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Sonntag, 10. September 2017

At the Năvodari Camp



For Irina, who went to the Năvodari camp


One of the dreams I had cherished for a long time when I was a child was to go the mountains or the seaside, since in the places I had visited with my family I had not seen and was not going to see anything more worthwhile than the hills in Gostinari, across the river Argeș, and the large Pustnicu lake near the Pasărea Monastery. Yet my father did not possess the means to make this dream become reality. Neither he nor my mother had been able to afford, not for as long as they had been married, to go to the mountains or the seaside. When she was in a good mood, my mother would dream romantically of a hiking trip in the mountains with ONT Carpați and sometimes she used to speak about it with dad, while he was listening and nodding continuously, without saying either yes or no. The only one who had somehow managed to go on a trip to the mountains (on a cart to Vidra, and from there by taking a few local trains) in order to go to Herculane for a treatment against lumbago had been Granddad, probably after he had managed to get a discounted ticket from the Pensioners’ Fund.
My father could not afford a vacation to the seaside, yet by using his influence as head of the financial office in Vidra, he miraculously managed to get a place for me in the Năvodari camp, where I was going to be sent in July together with a group of district students from the primary school. And also miraculously (for this never happened again afterwards) he managed to arrange that my little brother should be sent to the preventorium in Țigănești, even if this did not mean either the mountains or the seaside. My brother had caught a severe lung disease and had been hospitalized for months until he managed to recover, yet he had some sequelae, which still required medical care. It was a great success! Neither my stay at the seaside, nor my brother’s would have cost my dad a fortune, it was a bargain for his poor man’s budget, who dreamt of being able to buy a motor bicycle in the distant future.
I have no idea if my brother was enjoying the prospect of being sent to that preventorium, where he was going to be given shots and pills for almost three weeks, but for myself, with the image of the Năvodari camp in my mind day and night, I was ecstatic. My father shared my enthusiasm, as he was content that at least I would be going to see the sea, which he had never seen. With an almost childish enthusiasm, he described the anticipated journey on the train and used to say, delightedly, that I was going to cross Anghel Saligny’s bridge at Cernavodă and see from above, from the carriage window, the blue-waved Danube flowing under the mighty bridge. He did not tell me anything about the Sea, since he did not know what it looked like in reality. He had seen the Danube once, in his youth, when he had gone to Silistra for the conscription and it had left an indelible impression on him.
My mum was happy for me, too. As soon as she found out from Dad that I was going on a journey, she started, thoroughly and thriftily, to prepare everything she thought I would need for the Năvodari camp. I don’t think that she ever again showed so much energy, devotion and resourcefulness as she did during that summer, in order to prepare me for a trip or a camp, for the simple reason that there was never again any opportunity to send me on a trip or camp at the end of school. That was the astral hour of her maternal vocation. A few weeks before my departure she was ready with a whole travelling wardrobe, made up of a thousand little things that I could not miss for the world: pairs of socks, undershirts, panties, handkerchiefs, T-shirts, sandals, flip-flops, and what not. To protect my head against sunstroke: a jockey cap with a straight visor and a dark blue beret with a huge lightning rod. To wash my teeth (although I did not use to do it): a brand new “Cristal” tube of pink-coloured toothpaste, and a toothbrush made of pig bristles. To wash my hands and my face (although, again, I was not quite a fan of doing that): a blue bar of soap shaped like a goose egg, nice-smelling, the “Azur” brand, which my father had declared the best from the RPR. It cost a bit more than the Cheia soap, but it was worth it. I was also endowed with a round tin box of Nivea cream, which I could hardly find a use for, a telescopic glass made of plastic rings, which could fit into a pocket, and even a transparent ball-point pen which my father had brought from the Sample Fair in Bucharest and a notebook, for when I was going to get bored. During the few weeks of intense preparations, my trousseau was completed by my mum, who had taken to sewing since my grandma had made her a present of her own Gritzner sewing machine, with other useful clothes, among which a pair of flannelette pajamas and one of dark coloured shorts made of a new material that had just appeared on the market and was called ‘anti-dirt’, which was, of course, useful for somebody like myself, who enjoyed bathing in the street dust and used to like to pour it on my head, with an evil pleasure. She also sewed for me a couple of handkerchiefs with undulating margins, and on all these things, made by herself or bought before, she took care to embroider the initials of my name and surname. I can still see her in my mind’s eye, kneeling by the bed each night, sewing my initials again and again with a blue, brown or black thread on shirts, panties, socks, handkerchiefs, pajamas and what not, under the light of a gas lamp, while I was sitting behind her, watching her sewing. As for my dad, who did not use to sew at the sewing machine, he did not forget to mention my future trip to Năvodari on every occasion, whose double climax was represented, profoundly, by the crossing of the Danube and Anghel Saligny’s bridge.
The more I wished to go on that journey, the longer the waiting seemed. My father’s stories about seeing the Danube, Saligny’s bridge and everything else were not enough and I was burning with anticipation. I wanted to see myself on that train once and for all.
The day I had waited for so long eventually came. The train for Năvodari did not, of course, leave from the Vidra station, which was close to us. It was, I think, at that time, a special train for students, which left from the North Station early in the morning. In order to get to the North Station in time, I don’t remember whether we left home at daybreak, with the bus that took the commuters and the vegetable-sellers to the city or if we left on the evening of the previous night and spent the night at the place of one of our relatives in the city, yet this is not very important. What is important is that on the morning of the Z day, my mum, my dad and I, loaded with luggage and emotion, were scurrying through the wide hall of the station, beautifully paved with small square coffee-coloured slabs and with a stained glass roof that made up a celestial mosaic, very impressive in the eyes of the provincials that came and left the capital of the country. We were not late, on the contrary. We even had time for other things: I ate a Eugenia biscuit from a stall, my dad smoked a cigarette and my mum cooled herself with a glass of lemonade. So that I should not be thirsty on the train, my mum took care to buy and stuff into my pockets a few packets of mints, while my dad announced me that the moment of my meeting with Anghel Saligny’s bridge was getting closer. I started running on the platform, thinking that the only train there would be the Cernavodă one, waiting for us, yet when I was faced with the tens of engines belonging to the tens of trains stationed on different platforms and I saw the bustling passengers who were coming and leaving, I stopped, disoriented. My mum could not fare better, either, yet my dad had received exact directions and was able to see us without any hesitation towards platform one, to the left, where our special train was indeed stationed. Some groups of students had already got in and were looking for their seats in the compartments, other groups of children in pioneer uniforms were getting in or waiting to get into the carriages, under the care of some supervisors with an authoritarian air, all dressed up in dark blue tailored suits and wearing pins in their lapels. Neither I, not my mother had any idea what our supervisor, the one that promised to take me with her group to the seaside, looked like. My father knew her, of course, and after seeing her at the door of a carriage, not far from where we were, left us at the end of the platform and went to let her know that we had arrived.
A deep emotion overwhelmed me then and I could see myself in the train carriage crossing the Danube on Anghel Saligny’s bridge as in a heroic apotheosis. A great dream, which had become even greater, was about to come true. My father, smiling courteously, greeted the supervisor and started telling her something. Things had been arranged a long time before my departure for the camp, and I was waiting for my father to hand me over to the supervisor, wishing me a pleasant journey and a nice stay in Năvodari. What else was there to wait for?
However, fate willed it otherwise. The supervisor, who had promised to take me in her group to the Năvodari camp, refused to keep her promise, on the grounds that I was not of school age yet, although she had known it well before. All my mum’s thorough preparations and my hopes of seeing the sea were ruined that very morning, but not because of nature’s blind forces. Only we can be more dangerous than these, those who possess reason and empathy.
                                                                  Translation by Roxana Doncu

The author at the Black Sea, 2017                                        

                                           Foto: D. Dragomirescu




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Mittwoch, 6. September 2017

Being Independent For Advocating Liberty

One may reflect on “liberty” endlessly, up to now it has not been enough to reach a global or regional breakthrough.
Whether it will happen ever, one may negate in light of present times, but human intelligence has been good for surprises again and again.

We must know that freedom is not to be defined by subjective feelings, but there is a need of objective criteria to establish commonly binding recognition and acceptance. Requirements for such a cooperation, however, are exceeding most of the sociopolitical options as well as those of possibly intended concepts of the future.
Advocating freedom realistically can only be an individual effort of solving the well-known dilemma.

It is not about to abrade oneself or others in “freedom wars” but, remaining true to oneself, to practice non-violence and love of peace. Imprisoned or assassinated advocates of liberty are missing consequently afterwards when convincing and liberal thinking and acting is needed.

Calling reasonably for liberty demands for own personal independence and qualification not to fall victim to possible destroying reprisals by employers and chiefs. Maintaining a livelihood should be certain, time and informality should be given as true humanity, of course, information sources and learning ability are essential. The convincing own example but not own contradictions are serving as a basis for discussing questions.
Are those criteria missing, one should act cautiously in public, in one's own interest and that of the near social surroundings, one should not expose oneself to the versatile bullet storm of ideological enemies of freedom and their opportunistic accomplices.

No war ever has been reasonable, every war means pressure culminating in the effacement of life!
This, certainly, is realized by the spirit only that is marked by independent freedom!

Systems of unfreedom can be curbed by true transparent, forward-thinking and consequent politics only and not at all by military upgrading and encirclements or even by preceding armament supplies that invite directly to unscrupulous escalations of violence.
War always and solely is unfreedom on all sides due to ideological dictatorship and ideologized stupidity.

True transparent, forward-thinking and consequent politics”?
A fata morgana, you may reply sarcastically.
But fact is: Powers that call themselves liberal ever and ever built up first their war opponents because of profit-greedy trading. And this principle is continued today in unchanged manner.
Thus voices of freedom are not welcome. They are hushed, are excluded in some other ways or are removed.

Liberty is living in many humans but is proclaimed euphorically even by the unfree, is perverted by brainwash of massive scale.
This is the sharpened barbarism in the world.

Liberal enlightenment like, for example, the cosmonomic philosophy has to reflect this in realistic caution to survive with dignity at least in its beginnings.
The target is the life and not the death, all the efforts are dedicated to humane living and its ongoing development and not to the always unilateral claim of “morally relevant sacrifices” of torturing and killing individual persons and entire nations.

The apparent calling for freedom on the basis of downright unrestrained armament and warmongering characterizes so far the endless captivity of mankind in its tragic unenlightenment.




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Freitag, 1. September 2017

Unabhängigkeit zum Eintreten für Freiheit

Über „Freiheit“ lässt sich endlos philosophieren, zum weltpolitischen wie regional gesellschaftlichen Durchbruch reichte es bisher nicht.
Ob es jemals dazu kommen wird, mag man angesichts der Gegenwart verneinen, menschliche Intelligenz hat aber immer wieder für Überraschungen gesorgt.

Wir müssen uns darüber klar werden, dass Freiheit nicht durch subjektives Gefühl zu definieren ist, sondern dass objektivierbare Kriterien zu erarbeiten sind, um eine allgemein verbindliche Anerkennung und Akzeptanz zu etablieren. Die Voraussetzungen allerdings für eine solche Kooperation übersteigen die meisten gesellschaftspolitischen Möglichkeiten wie auch etwaig angedachte Entwürfe für die Zukunft.
Realistischerweise kann es sich nur um individuelle Lösungsversuche aus dem allseits bekannten Dilemma handeln, wenn jemand der Freiheit das Wort redet.

Es geht nicht darum, sich selbst oder andere in „Freiheitskriegen“ zu verschleißen, sondern, sich treu bleibend, Gewaltfreiheit und Friedensliebe zu praktizieren. Eingesperrte oder ermordete Freiheitsverfechter fehlen hernach konsequenterweise im überzeugenden freiheitlichen Denken und Handeln.

Sinnvolles Eintreten für Freiheitsideale verlangt eigene persönliche Unabhängigkeiten und Qualifikationen, um nicht vernichtenden Repressalien, etwa von Arbeitgebern und Vorgesetzten, zum Opfer zu fallen. Der Lebensunterhalt sollte gesichert sein, Zeit und Zwanglosigkeit gegeben sein, ehrliche Humanität selbstverständlich, Informationsquellen und Lernfähigkeit vorhanden sein. Überzeugendes eigenes Beispiel und nicht eigene Widersprüchlichkeiten bilden Argumentationsgrundlagen.
Fehlen derartige Kriterien, sollte man sich im eigenen Interesse wie dem des persönlichen Umfeldes öffentlich eher zurückhalten, sich nicht dem vielseitigen Kugelhagel der ideologischen Freiheitsfeinde und ihren opportunistischen Helfershelfern aussetzen.

Kein Krieg je war sinnvoll, jeder Krieg bedeutet Zwang bis zur Lebensauslöschung!
Das erkennt allerdings nur der freiheitsdurchdrungene Geist.

Allein durch ehrliche, transparente, vorausschauende und konsequente Politik lassen sich Systeme der Unfreiheit eindämmen und keineswegs durch militärische Aufrüstungen und Umzingelungen oder sogar durch vorherige Waffenbelieferungen, die zur skrupellosen Gewalteskalation geradezu einladen.
Krieg ist immer und ausschließlich Unfreiheit auf allen Seiten, bedingt durch ideologisches Diktat, durch ideologisierte Dummheit.

Ehrliche, transparente, vorausschauende und konsequente Politik?“
Eine Fata Morgana, mag man sarkastisch entgegnen.
Tatsache indes ist, dass sich „freiheitlich“ nennende Mächte aus profitgieriger Geschäftssucht immer wieder ihre Kriegsgegner zuvor aufbauten und dass dieses Prinzip heute unverändert seine Fortsetzung findet.
Stimmen der Freiheit kommen da sehr ungelegen. Sie werden totgeschwiegen oder auf andere Weise ausgegrenzt, beseitigt.

Freiheit lebt in vielen Menschen, wird aber euphorisch sogar von Unfreien für sich proklamiert und durch Gehirnwäschen gigantischen Umfangs pervertiert.
Das ist die zugespitzte Barbarei auf der Welt.

Freiheitliche Aufklärung, wie beispielsweise die kosmonomische Philosophie, muss dem in realistischer Vorsicht Rechnung tragen, will sie würdig und wenigstens in Ansätzen wirkungsvoll überleben.
Das Ziel heißt Leben und nicht etwa Tod; alles Bemühen gilt humanem Leben und seiner Fortentwicklung und nicht dem stets einseitig als „moralisch notwendiges Opfer“ eingeforderten Foltern und Töten von individuellen Menschen und ganzen Völkern.

Das scheinbare Eintreten für Freiheit auf der Basis geradezu zügelloser Rüstung und Kriegstreiberei beschreibt die bisher unendliche Gefangenschaft der Menschheit in ihrer tragischen Unaufgeklärtheit. 



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