Freitag, 1. September 2017

Unabhängigkeit zum Eintreten für Freiheit

Über „Freiheit“ lässt sich endlos philosophieren, zum weltpolitischen wie regional gesellschaftlichen Durchbruch reichte es bisher nicht.
Ob es jemals dazu kommen wird, mag man angesichts der Gegenwart verneinen, menschliche Intelligenz hat aber immer wieder für Überraschungen gesorgt.

Wir müssen uns darüber klar werden, dass Freiheit nicht durch subjektives Gefühl zu definieren ist, sondern dass objektivierbare Kriterien zu erarbeiten sind, um eine allgemein verbindliche Anerkennung und Akzeptanz zu etablieren. Die Voraussetzungen allerdings für eine solche Kooperation übersteigen die meisten gesellschaftspolitischen Möglichkeiten wie auch etwaig angedachte Entwürfe für die Zukunft.
Realistischerweise kann es sich nur um individuelle Lösungsversuche aus dem allseits bekannten Dilemma handeln, wenn jemand der Freiheit das Wort redet.

Es geht nicht darum, sich selbst oder andere in „Freiheitskriegen“ zu verschleißen, sondern, sich treu bleibend, Gewaltfreiheit und Friedensliebe zu praktizieren. Eingesperrte oder ermordete Freiheitsverfechter fehlen hernach konsequenterweise im überzeugenden freiheitlichen Denken und Handeln.

Sinnvolles Eintreten für Freiheitsideale verlangt eigene persönliche Unabhängigkeiten und Qualifikationen, um nicht vernichtenden Repressalien, etwa von Arbeitgebern und Vorgesetzten, zum Opfer zu fallen. Der Lebensunterhalt sollte gesichert sein, Zeit und Zwanglosigkeit gegeben sein, ehrliche Humanität selbstverständlich, Informationsquellen und Lernfähigkeit vorhanden sein. Überzeugendes eigenes Beispiel und nicht eigene Widersprüchlichkeiten bilden Argumentationsgrundlagen.
Fehlen derartige Kriterien, sollte man sich im eigenen Interesse wie dem des persönlichen Umfeldes öffentlich eher zurückhalten, sich nicht dem vielseitigen Kugelhagel der ideologischen Freiheitsfeinde und ihren opportunistischen Helfershelfern aussetzen.

Kein Krieg je war sinnvoll, jeder Krieg bedeutet Zwang bis zur Lebensauslöschung!
Das erkennt allerdings nur der freiheitsdurchdrungene Geist.

Allein durch ehrliche, transparente, vorausschauende und konsequente Politik lassen sich Systeme der Unfreiheit eindämmen und keineswegs durch militärische Aufrüstungen und Umzingelungen oder sogar durch vorherige Waffenbelieferungen, die zur skrupellosen Gewalteskalation geradezu einladen.
Krieg ist immer und ausschließlich Unfreiheit auf allen Seiten, bedingt durch ideologisches Diktat, durch ideologisierte Dummheit.

Ehrliche, transparente, vorausschauende und konsequente Politik?“
Eine Fata Morgana, mag man sarkastisch entgegnen.
Tatsache indes ist, dass sich „freiheitlich“ nennende Mächte aus profitgieriger Geschäftssucht immer wieder ihre Kriegsgegner zuvor aufbauten und dass dieses Prinzip heute unverändert seine Fortsetzung findet.
Stimmen der Freiheit kommen da sehr ungelegen. Sie werden totgeschwiegen oder auf andere Weise ausgegrenzt, beseitigt.

Freiheit lebt in vielen Menschen, wird aber euphorisch sogar von Unfreien für sich proklamiert und durch Gehirnwäschen gigantischen Umfangs pervertiert.
Das ist die zugespitzte Barbarei auf der Welt.

Freiheitliche Aufklärung, wie beispielsweise die kosmonomische Philosophie, muss dem in realistischer Vorsicht Rechnung tragen, will sie würdig und wenigstens in Ansätzen wirkungsvoll überleben.
Das Ziel heißt Leben und nicht etwa Tod; alles Bemühen gilt humanem Leben und seiner Fortentwicklung und nicht dem stets einseitig als „moralisch notwendiges Opfer“ eingeforderten Foltern und Töten von individuellen Menschen und ganzen Völkern.

Das scheinbare Eintreten für Freiheit auf der Basis geradezu zügelloser Rüstung und Kriegstreiberei beschreibt die bisher unendliche Gefangenschaft der Menschheit in ihrer tragischen Unaufgeklärtheit. 



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