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Samstag, 28. Februar 2026

Im Abendrot unseres Lebens

 


Im Abendrot unseres Lebens verglühen wir;

waren gerne hier,

haben Glückseligkeit, Mühsal und Leid in langen Jahren,

Liebe, Freundschaft, Recht und Unrecht hautnah erfahren.

Zuletzt, im Alter, dominiert so Vieles mehr noch als Atemnot,

sinnvoll also ein Ende; willkommen, Tod!


Für das Leben aber stets ein neues Morgenrot,

ein tiefes Himmelsblau an lichten Tagen,

Sonne, Wind und Regen erfrischend zu ertragen,

um menschliche Gräuel aber – nicht zu fassen (!)

zum eigenen Schutz dennoch einigermaßen gelassen

hinzunehmen,

um sich fundiert zum Widerspruch und zum Protest zu bequemen.

Wem es gegeben,

mag seine Stimme in Wort und Schrift erheben

für das Recht auf Frieden und Freiheit auf Lebenszeit.

Wer das Leben so vollenden kann, persönlich gereift und befreit,

hat Glück gehabt und mag es vererben in Dankbarkeit.

Frieden

sei solchem Glück beschieden!


Krieg exponiert sich allerdings aktuell erneut als barbarischste Form der Primitivität,

dabei tarnt sich „kriegstüchtig“ als eklatant kriegssüchtig

in einer Mischung aus Feindbildphobie, Pathologischem und Naivität,

im Prozedere seit Jahrtausenden gleichbleibend unbelehrbar und uneinsichtig.

Wie gesagt, im Abendrot … verglühen

in derartig verirrtem, eskalierend zerstörerischem Bemühen

alle in einem Boot.




Mittwoch, 18. Februar 2026

Sequenzen von Skepsis (757)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9822

Der Menschlichkeit zutiefst verbunden, will Wahrheit die Lüge entlarven, ideologisch jedoch, die Menschlichkeit abwertend und herabwürdigend, will die Lüge Wahrheit verbieten. Ein weltweites Szenario psychopathischer Macht und Grausamkeit.


9823

Im Parlament läuft der Interimsmensch zu seiner peinlichsten Form auf, beim Militär zur tödlichsten.


9824

Wer den Menschen zerstören will, schraubt ideologisch an seinem Geschlecht.


9825

Der Winter 2026 schneite frostig herein in den Stuhlkreis der klimaerwärmten und nun schlotternden Brüder und Schwestern und besiegelte eiskalt meine skeptische Assoziation von Stuhlkreis mit „Stuhlgang“: Wintermärchen der Realität.


9826

Kosmonomisches Selbstverständnis: Nichts rangiert über dem menschlichen Leben, keine Religion, keine Ideologie, keine sogenannte Staatsräson. Nichts und niemand hat das Recht, Menschen zu töten, es sei denn in Notwehr, die ja nichts anderes anstrebt als Lebensschutz gegen drohende, verbrecherische Vernichtung.


9827

Die eigene Meinung sei frei; frei auch von Nötigung und Befehlsgewalt gegenüber anderen freien Meinungen, aufgeklärtes, emanzipiertes und tolerantes Miteinander vorausgesetzt. Verbrecherische Absicht und entsprechendes Verhalten entbehren aller Freiheitsrechte.


9828

Ist Kosmonomie einfach zu kompliziert oder einfach zu einfach, weil der Logik vergleichbar?


9829

Das simple Glauben hält nichts von Logik und Kausalität, denn es gewahrt nicht seine esoterischen Beschneidungen, unter denen es sich zum Beispiel am „schmerzhaften Rosenkranz“ erfreut, am Leiden erbaut.


9830

Gott“ ist das Problem. Wer an Probleme glaubt, hat auch welche, und zwar solche, die eben ihren „Göttern“ entsprechen.


9831

Götter“ sind (auch untereinander) nicht friedlich, und so „segnen sie ebenso die Waffen ihren Gläubigen.


9832

Nicht „Gott mit uns“, wie damals auf den Koppelschlössern der Wehrmachtssoldaten (Ein Hohn auf die Menschheit!), sondern „Frieden sei mit uns“ in sauberer Denkweise humanistischer Aufklärung. Kosmonomie sei eine herzliche Einladung!



© Raymond Walden


 

 

Donnerstag, 5. Februar 2026

Sequenzen von Skepsis (754)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9787

Erst der äußerlich und innerlich aufrechte Mensch ist imstande, die Welt einigermaßen zu erkennen und sie zum Vorteil des Menschen wie für die Natur zu gestalten und sich daran zu erfreuen.


9788

Das Leiden verstummt – was aber sagt das?


9789

Das Leben ist ein Besinnungsprozess, viel zu oft und zu lange nicht wahrgenommen, aber auch diese Ignoranz endet – so oder so.


9790

Wo Para- und Pseudodemokraten indoktrinieren, kann freiheitliche Demokratie nicht reüssieren.


9791

Pseudodemokraten bilden die effektvollste Gegnerschaft der Demokratie, basierend auf Kontrollwahn, Ausgrenzungen, Elitenprotektion und ideologischen Verlogenheitsdogmen, durchgepaukt mithilfe opportunistisch willfähriger Justiz, aber auch Wissenschaft und Lehre.


9792

Europas Zug zur Freiheit steht lange schon neben seinen Gleisen. Züge Richtung Front donnern vorbei. Man bezeichne mir eine demokratische Verankerung und Rechtfertigung der Europäischen Kommission, da ich keine erkennen kann, wohl aber ihre Schädlichkeit, ja Unmöglichkeit für eine wahrhaftige, demokratische Einigung Europas mit eindeutiger Vordringlichkeit der Erhaltung des Friedens.


9793

Europa – ein Traum der menschlichen und landschaftlichen Vielfalt – und was hat der Regulierungs- und Verwaltungsmoloch, speziell in Brüssel, daraus gemacht!


9794

Vereinte Nationen. Der faktische Selbstbetrug einer heillos uneinigen, weil unaufgeklärten Menschheit.


9795

Aufklärung beginnt schon gar nicht hinter dem Mond, nicht auf dem Mars oder in sonstigen kosmisch propagierten Perspektiven, sondern hier vor Ort auf unserer Erde innerhalb unserer Spezies. Es fehlt uns aber die Selbstidentifikation durch ideologische Beschränktheiten. Achtung und Respekt, ja Ehre den Menschen, die sich trotz aller Schwierigkeiten der menschen- und lebensfreundlichen Aufklärung öffnen und einbringen.


9796

Wo das Leben pulsiert, sei dem Zerstörungswahn jegliche Berechtigung entzogen.


9797

Fit für den Krieg? Fit fürs Morden und Sterben? Was für eine Perversion! Welch ein Antagonismus!


9798

Frieden ist ein Lebenswert, zahlbar unter anderem mit Entschiedenheit, Entschlossenheit, Ausdauer, Belastbarkeit, Geduld und Einfühlungsvermögen sowie in allen Währungen der Aufrichtigkeit.


9799

Bildung erkühne sich, sich vor Missbrauch zu schützen.


9800

Philosophie der Freiheit ist keine Religion, aber sehr wohl ein Phänomen der Realität wie auch von Spiritualität.


9801

Der Schreck kann lähmen, aufwecken und beflügeln, abhängig von seiner Ursache und von seinem Zeitpunkt.


9802

Luft riecht nicht, aber das Leben, ungepflegt stinkt es – physisch wie psychisch.


9803

Freude geben bereichert das Leben; man muss es lieben.



© Raymond Walden




Donnerstag, 4. Dezember 2025

Sequenzen von Skepsis (742 Edition Wahrheit und Mensch)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9641

Lügend lebt das Leben religiös, ideologisch oder sonstig beschränkt; erst der Tod ist wahr für das lügende Leben, das damit aber nicht fertig wird. Daher die Religionen, Ideologien, das heißt Märchen schön und grausam. Die Lüge gilt im lügenden Leben als Wahrheit. O, „Gott“! Und dann auch noch „Leben im Jenseits“, in realer Abwertung des diesseitigen.


9642

Alles, was in religiösen Büchern der „Weisheit“ und in Parteiprogrammen steht, findet sich auch in Märchenerzählungen. Die Auswahl ist betörend.


9643

Das faktische Leben, physisch wie geistig, will intelligent erkannt werden, will gepflegt sein und keinesfalls kriegerisch dahingemetzelt werden.


9644

Sinn des Lebens ist das Leben selbst in seinem Drang zur Entfaltung und nicht die Zerstörung und Vernichtung aus niederen und unmoralischen Illusionen und Wahnvorstellungen.


9645

Wahrheit existiert in objektivierbaren Fakten, Götter jedoch objektiv lediglich als Illusionen in den Köpfen der Menschen.


9646

Echte Wahrheiten scheuen keine Interpretationen, wohl aber den unkalkulierbaren Geisteszustand der Interpreten.


9647

Sachliche Nachrichten verhunzen propagierte irrationale Weltbilder, deshalb werden Meldungen erlogen verbogen.


9648

Die Wurzeln des verlogenen Meinungsmonopols wuchern tief und weit in Geld und Macht über alle reale Fakten hinweg.


9649

Politische Farben tarnen und blenden, brechen das Licht des Faktums und zerlegen es, filtern es doktrinär.


9650

Lebendige Wahrheit“ ist Anspruch der freiheitlichen Demokratie, die nun marodiert und in Totalitarismus umschlägt, weil man sie von Beginn an mit verlogenen Hegemonieansprüchen als Fälschung militärisch unter barbarischen Opfern in die Welt hineinimpfte.


9651

Wahrheit und Mensch; sie lernen sich so schwerlich gegenseitig kennen und schätzen durch das Handikap menschlicher Primitivität. Eine Offensive humaner Bildung ist weitaus dringlicher als die vernichtende aktuelle Eskalation militärischer Aufrüstung, die der Wahrheit und dem Menschen die Zukunft nimmt.



© Raymond Walden




Montag, 1. Dezember 2025

Frevel am Leben und am Lebensraum

 


Leben basiert auf Stoffwechsel, erzeugt unter anderem Kohlendioxid. Auch „unter anderem“ brachte das Leben die grünideologische Intelligenz hervor, die das Kohlendioxid verteufelt, weil es in ihrem Lebensunverstand angeblich das Klima überhitzt. Dieses Verpesten der Atmosphäre wird nun zunehmend in einer Art Ablasshandel besteuert, um es einzudämmen mit einer überaus ehrgeizigen aberwitzigen Zielsetzung von „Klimaneutralität“. Gemeint ist damit Null-Kohlendioxidverursachung durch den Menschen.

In Konsequenz meint das aber weitgehend „Stop“ für viele Spielarten des Lebens, des Wachstums und des Menschseins.

Solche Inkonsequenz als Denkdefizit erscheint darüber hinaus typisch für Religionen und martert die Welt „seit Menschengedenken“. Scheinbare Gewinne daraus ziehen immer die „Religionsfürsten“ als Blutsauger mit Heiligenschein und auch ein kleinerer Kreis etablierter Trittbrettfahrer, nicht selten als Wendehälse, die sich bei Bedarf mit jedem beliebigen System arrangieren. Die Gläubigen sind zum unsinnigsten Dienen verpflichtet. Mit der „richtigen“ Geistesimpfung wird allerdings hingebungsvoll auch dem Widersinnigsten gehuldigt.

Klimawahn und in seinem Gefolge Demokratieabbau zugunsten von diktatorischer „Energiewende“ bis hin zur ausbrechenden Kriegsbefeuerung repräsentieren die aktuellen Auswüchse der Verirrung.

Während der Bürger mit Klimarettungsmaßnahmen vielfältig drangsaliert wird, entfaltet man erneut eine bisher nicht für möglich gehaltene Kriegstreiberei und eine in keiner Weise kontrollierbare Freisetzung vom diskreditierten Kohlendioxid und vor allem auch von tatsächlichen Giftgasen, sodass eine „nachhaltige“ Umwelt- und Menschenzerstörung riskiert wird, die all das grüne Umweltgehabe geradezu albern erscheinen lässt, denn es ist unlogisch, widersprüchlich und höchst doppelmoralisch, nachdem nicht zuletzt sich auch die „Grünen“ zur Kriegstreiberei vehement bekennen.

Schon die Produktion der todbringenden Waffen, der kriegerische Missbrauch wertvoller Rohstoffe, die Kriegsmanöver und immensen Kraftstoffverschwendungen bedeuten unverantwortliche Frevel am Leben und am Lebensraum.

Krieg forciert die primitive Verrohung des Menschen, und diese Entmenschlichung beginnt in der Kriegsvorbereitung.

Unvereinbar mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung!




Sonntag, 23. November 2025

Sequenzen von Skepsis (739)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9609

Wehrhaft sei der Geist, nicht die Gewalt.


9610

Beschränkt sich das Gehirn auf's Display, wird der Mensch zum uneigenständigen „Follower“, der sich mit „Likes“ zufrieden gibt, weil ihm Logik und Kausalität fremd erscheinen. – Ein Bildungsproblem, aber zunehmend auch eine Charakterfrage.


9611

Kriegseiferer repräsentieren den Verlust des Humanen und den ideologisch getarnten Ausbruch primitivster Aggressionen.


9612

Tiere sind keine Menschen, aber gar nicht so wenige Menschen führen sich tierisch auf, sogar und besonders amtlich.


9613

Ideologien und Dekadenz benötigen Feindbilder zur Selbstbestätigung, und nicht anders verhält es sich mit Religionen. Sie brauchen beinahe ausnahmslos „den Teufel“.


9614

Dem biologischen Leben folgte die Reifung zur intelligenten Existenz, die, bei Weitem nicht vollendet, ihrer Fortentwicklung harrt, doch sie erscheint unterbrochen sogar in eine Rückwärtsbewegung zu verfallen, desorientiert und gegen sich selbst verhaltensgestört.


9615

Wahre Liebe ist keineswegs „göttlich“, aber menschlich und real, doch viel zu viele Menschen verweigern sich irrig und egoistisch der Wirklichkeit.


9616

Liebe dient dem Leben und feiert es, der Tod ist die banale Unfähigkeit.


9617

Jedem Beginn entspringt beinahe unbemerkt ein seidig zarter Schatten in Richtung eines dereinst verglühenden Horizonts mit dem finalen Sonnenuntergang, denn ebenso ist das Leben ein fortwährender Abschied.


9618

Echte Liebe sei kein Kitsch und erschöpfe sich nicht in Schnulzen, verkompliziere auch nicht die Welt, sondern ankere sturmsicher in mysterienfreier Wirklichkeit und ihrer ausstrahlenden Erbauung.



© Raymond Walden




Dienstag, 18. November 2025

Des Lebens würdig


Lerne frei zu sein;

atme dich frei,

höre den Klang der Freiheit,

erfasse ihren realen Gehalt

gegen alle Tyrannei.

Erkenne sehenden Auges die Farben und Konturen von Freiheit,

rieche den freiheitlichen Duft,

erlese dir Freiheit,

erträume und verwirkliche sie,

pflege sie einfühlsam wie unbeirrt

und zielstrebig friedfertig.

Gewinne Menschen durch dein freies Beispiel in Verbindlichkeit.

Halte die Wahrheit der Freiheit in Ehren,

und das Leben erachtet dich seiner würdig.

Nimm dich selbst so wahr.

Unser Bewusstsein

baue auf Gewissheit

frei zu sein,

von Geburt an zur Freiheit bestimmt,

eingebettet in freiheitliches Miteinander,

stark und standfest:

Menschwerdung statt und trotz

allgegenwärtiger ideologischer Indoktrination.

Leben meint Entfaltung,

nicht Einfalt

im Hier und Jetzt,

das allerdings vor Menschenverachtung strotzt.

Lasst uns dem kosmonomisch begegnen,

besonnen, kultiviert und zivilisiert.


 

 

Sonntag, 26. Oktober 2025

Sequenzen von Skepsis (732)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9538

Gottesanbeter ahnen nicht, wie sie dem Teufel zu Diensten knien. Man betrachte die Trümmerfelder, zähle die Toten, die Kreuzzüge, die Völkermorde, die Hexenverbrennungen, die Opfer der Aufklärungsphilosophie und so endlos weiter, wie die Schandtaten alle im Namen von Göttern sogar mit Halleluja gepriesen werden. Frieden ist keine Angelegenheit des Glaubens, denn er leidet tragisch am Defizit menschlicher Intelligenz mit einem Übermaß an egoistischer Einbildung und realer Lebensverachtung zugunsten jenseitiger Vertröstungen; kurz: Der ideologische Glaube befeuert den realen Krieg.


9539

Es darf nicht gelingen, freiheitliche Demokratie, Meinungs- und Gedankenfreiheit, Gewaltfreiheit, Wahrheit, Kausalität und Logik, Bildung und Friedfertigkeit, Kultur, Leistung, Wohlstand und zivile Sicherheit auszumerzen.


9540

Auch Sanktionierungskrieger gehen wahnhaft selbstherrlich über Leichen.


9541

Ideologie und Intelligenz schließen einander aus.


9542

Fachidiotentum basiert auf Intelligenz mit tragischen Beeinträchtigungen durch Teilamputationen.


9543

Wie die Dummheit leidet auch das Fachidiotentum aufgrund moralischer wie geistiger Einschränkungen unter einem Mangel an Selbstkontrolle und steigert sich darüber hinaus zur Gefahr für das gesellschaftliche Miteinander.


9544

Immer wieder fällt auf, wie sich in historischen Aufarbeitungen die erbärmlichen Kleinkariertheiten und Beschränktheiten der mächtigsten Herrscher der Völker offenbaren. Nicht nur der kranke und verdorbene Fisch stinkt vom Kopfe her.


9545

Es stellt sich lange schon die Frage nach einer „kranken“ Gewaltverherrlichung in den modernen Medien wie überhaupt seit jeher in allen Sparten der Kultur.


9546

Gesundes Leben weiß um seine Verletzlichkeit und um seine Endlichkeit, erkennt aber einen Sinn in gesunder Entwicklung zu einem gesunden Humanismus im Streben nach Würde und Erbauung in Strukturen der Aufklärung statt nach Desorientierung, Verwirrung, Schändung und Vernichtung in ideologischen und friedensunfähigen Verkommenheiten.


9547

Kosmonomie bietet überhaupt keine „Patentlösungen“ an, sondern versucht sich in Anregungen und Anreizen zur aktiven Suche, zu ehrlichen Bemühungen um menschenfreundliche Lebensformen und würdige Alltagsbewältigungen.


9548

Krieg steht außerhalb jeglicher Menschenachtung, außerhalb jeglicher Menschenwürde und außerhalb jeglicher Menschen- und Naturliebe. Krieg ist entschieden zu verneinen! Alles andere bedeutet Unmenschlichkeit, Verbrechen am Menschen.



© Raymond Walden


 

 

Sonntag, 14. September 2025

Wortschwall jener verlogenen, überflüssigen Beredsamkeit


Und schon wieder ideologische Propaganda, Belehrung und Indoktrination anstelle von sachlichem Journalismus; Meinungsdiktat statt freier Meinungsvielfalt … und schließlich „Kriegsertüchtigung“.

Täglich kommt mir Pasternaks Dr. Schiwago in den Sinn, besonders bei Polit-Magazinen und in den endlosen Diskussionsrunden ausgewiesen inkompetenter Parteifunktionäre und Lobbyisten.


Immer wieder wollte Juri Andréitsch aufstehen und gehen. Die Naivität des Kommissars war ihm peinlich. Aber nicht viel höher stand die perfide Gerissenheit des Kommandanten und seines Adjutanten, zweier spöttischer und tückischer Schleicher. Diese Dummheit und diese Schläue gaben einander nichts nach. Und das alles ergoß sich in einem Wortschwall jener verlogenen, überflüssigen Beredsamkeit, von der sich das wahre Leben so gern befreien möchte.

Wie sehr verlangte es ihn zuweilen, aus dem Dickicht der eitlen und lügenhaften Geschwätzigkeit in die erhabene Stille der Natur oder in die stumme Gefangenschaft einer langen zähen Arbeit zu flüchten! Wie sehnte er sich nach der Selbstvergessenheit eines tiefen Schlafes, nach Entrückung durch Musik, nach dem schweigenden Einverständnis in sich erfüllter Herzen und Seelen!“ *)

Das „wahre Leben“ aber, erst recht in der gegenwärtig sich neu aufspielenden Kriegstreiberei, spielt sich kaum auf den Bildschirmen und nicht auf den „Plattformen“ der Propagandamedien ab. Es gleitet zusehends ab, wieder hinab in den Kriegswahn, dessen alles Menschliche negierende Szenarien sich täglich in den Nachrichten exhibitionieren und offensichtlich die „von allen guten Geistern Verlassenen“ zu exorbitanten neuen Gewaltorgien inspirieren und krankhaft animieren.

Das wahre Leben indes ist die individuelle Freiheit im gemeinsamen Wir und nicht das Gegeneinander von Auserwähltheit, von Entrechtung, Bevormundung und Ausgrenzung.

Krieg heißt das Verbrechen.


*) Quelle: Boris Pasternak: Doktor Schiwago, Lizenzausgabe für den Bertelsmann Lesering mit Genehmigung der S. Fischer Corporation, New York © S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 1958, S.165

 

 

 

Dienstag, 19. August 2025

Des Lebens Schüttelreim

 


Das macht was mit einem,

das kann man nicht verneinen,

das verändert einen,

in Großem erst nicht so, aber in Kleinem.

Langer Rede kurzer Sinn:

Ich frage mich manchmal, ob ich das noch bin.

Aber nicht doch … nicht Altersverwirrtheit;

Vergangenheitsskepsis treibt mich um.

Wie kam es zu mancher Verirrtheit?

War man zu sorglos, oberflächlich dumm?

Zu bequem, zu feige?

Ein Mitläufer im Zeitgeist,

der nun verwaist,

auf dass ich euch nunmehr zeige,

was die Welt und mich bewegt?


Zu spät, alter Freund, auch du warst Teil der Welt

und so erregt,

hast mitgewirkt für Geld

an der großen Weltenlüge,

dass die Wahrheit letztlich siege,

während es dir gutgeht,

was man dir ja zugesteht,

solange du zu Ausbeutungen und Kriegen schweigst

und kaum Bedenken zu direktem wie indirektem Mittun zeigst.


Nun, alter Freund, jetzt bist du weise,

frei auf deine Weise;

nein, nicht vorlaut, eher leise,

aber gereift und standfest bis ins Mark:

Weit offen und wachsam ist dein Denken

und im Durchschauen und Erfassen stark.

Du lässt dich nicht verrenken,

jünger bist du noch im Alter

als so viele Jungen schon mit „Altersschwäche“

und bleibst dein eigener, sehr selbstbestimmter Lebensausgestalter.

Damit sich dieser Mut nicht eines Tages räche,

bedenkst du durchaus auch das Ende,

das sich deinem Einfluss dann entzieht.

Du brauchst Menschenliebe, Menschenhände,

wenn dir deine Kraft entflieht,

wenn des Lebens Reim dich lange durchgeschüttelt.

Das weist du und sorgst vor.

Kriegt dich einst niemand und nichts mehr wachgerüttelt,

erst dann, so sagst du dir, bist du „ganz außen vor“.


Ganz weg von der Bigotterie,

die dem Kriegsverbrecher den Teppich ausrollt,

während er zerbomben lässt und in Blasphemie

sich just bekreuzigte in scheinbar stillem Gedenken in Ehren

von Soldaten, die ihr Leben früh verloren, dem Blute gezollt,

im steten ideologischen und militärischen Verkehren,

was denn Frieden und Freiheit, was denn Leben meint.

Ganz weg von der Bigotterie und Schizophrenie,

durch Völkermord Glauben zu verteidigen, der uns angeblich eint.

Und auch ganz weg von der Bigotterie und Perfidie,

das Kriegstreiberei Friedenssicherung sei.


Dem Leben(!) Frieden geben,

lebenslang danach zu streben,

welch ein Beben,

welch ein Reim aufs Leben! 

 

 

 

Donnerstag, 3. Juli 2025

Sequenzen von Skepsis (711)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9301

Hörst du das Wunder deines Herzschlags? Höre genau hin. Dieser Rhythmus will leben, begeistert wie besinnlich. Und will nicht ideologisch sterben, schon gar nicht morden. Erkennst du den Impuls, ein Mensch zu sein? Bist du es?


9302

Ideologisch verschmutzte Gehörgänge dröhnen das Gehirn mit Unwahrheiten zu.


9303

Hass und Hetze kennen keinerlei Hygiene.


9304

Der ernsthaft zelebrierte Stechschritt weist auf einen ganz anderen Stich hin.


9305

Leben zu sanieren, es zu kultivieren; welch eine Aufgabe, welche Selbstverwirklichung!


9306

Mächtiger Schwachsinn wird amtlich übergriffig, sobald die Demokratie versagt – wie gesagt.


9307

Geehrt und ausgezeichnet werden immer wieder Kandidaten, die dem Geist des jeweiligen Preises ungeniert ins Gesicht schlagen. Geladene Dummheit als Publikum zollt Beifall in feierlicher Ignoranz.


9308

Journalismus als Urquell des „Mainstreams“ dient sich seiner selbstgeschaffenen Flachheit an, vergleichbar der Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt und zu verwirrt herumtanzt, um Mäuse zu fangen. Welche Journaille trifft denn noch den Punkt vor lauter Gleichklang in Meinungsmache und ideologischer Ausgrenzungsvorschrift?


9309

Demokratie stellt eine Überforderung dar für Gutmenschen, für naive Trottel und egomanische Geier. Bilden sie Mehrheiten, haben mündige Bürger als Demokraten vielfach versagt, vor allem dann, wenn die Überforderten auch noch nach Verbot von ihnen unliebsamen Parteien rufen, Wahlen manipulieren oder sie nach ihrem Gusto für ungültig erklären.


9310

Und wo befinden wir uns heute? – Eigentlich überall, aber nicht ganz da.


9311

Jede Hitzeperiode irgendwo ist Anlass für ein heißes Hochamt der Klimareligion und ihrer Wärmeapostel, für öffentliche Schuldbekenntnisse, für CO2-Austreibungen und Ablasshandel und sogar „Nachhaltigkeits-Segen“ für die Waffenproduktion.



© Raymond Walden


 

 

Mittwoch, 11. Juni 2025

Heilig ist mir kein Gott

 


als von Menschen erdachtes und häufig als „offenbartes“ Irgendetwas, im Grunde Undefinierbares und nicht zuletzt deswegen bis zur kriegerischen Raserei kontrovers interpretiertes Ärgernis.


Heilig

in definitiver Aufrichtigkeit und in Demut

ist mir das Leben,

ist mir seine humane Gestaltung, seine Kreativität,

sein Schutz,

seine Erhabenheit in Liebe, Respekt und Kultur,

eingebettet in neutrale, aber grandiose Natur.


Heilig

ist mir Frieden

als Voraussetzung und Labsal des Lebens.


Heilig

ist mir die Geburt,

ist mir die Jugend, das menschliche Reifen,

ist mir das Alter,

schließlich der Tod,

alle abfolgend

in stets anzustrebender und zu bewahrender Würde.


Heilig

ist mir die Wahrheit in verantwortungsvollem Umgang!



Ergänzende Versicherung als logische Folgerung:


Heilig ist mir schon gar kein Teufel (üblich in menschlicher Inkarnation) und keiner seiner Stellvertreter.

Unheilig spielen sich mir Ideologien mit bevormundenden und indoktrinierenden Irrlehren bis hin zu ihren Gewaltexzessen auf.

Krieg ist die verruchteste Verirrung.

 

 

 

Sonntag, 4. Mai 2025

Sequenzen von Skepsis (698)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9155

Zu leben ist ein Phänomen der Gegenwart, denn auch Erinnerungen und Zukunftsgedanken leben stets auf im Jetzt.


9156

Kirchentage“ als Polittheater. „Götter“ ergriffen schon immer Partei.


9157

Großmaul möchte Papst sein, eigentlich aber „Gott“ Großkotz.


9158

Niemals sind ganze Völker unsere Feinde. Doch dieses Faktum überfordert den kriegslüsternen Größenwahn von Kleingeistern, deren es viele gibt und weit verstreut.


9159

Erst Parteienverbote, dann Bürgerbespitzelungen und bald rätselhaftes Personenverschwinden. Die Dramaturgie wiederholt sich bei jeder Demokratievernichtung und Freiheitsunterdrückung.


9160

Auch höchste Intelligenz wird von Dummheit befallen.


9161

Medial en masse ernannte „Experten“ sind häufig nicht einmal „Fachidioten“, aber ideologisch gut drauf.


9162

Die Medienblase des „Wertewestens“ blendet aus, was sie leicht zum Platzen brächte: Länder, Subkontinente, Konfliktherde, Kriege, kurz: Milliarden Menschen finden einfach nicht statt, sind es dem „Wertewesten“ nicht wert. Aus welchen Gründen wohl?


9163

Die edelsten Menschen finden sich kaum in der Politik.


9164

Weltretter“ verirren sich regelmäßig in Unrettbarkeit.



© Raymond Walden