Im Abendrot unseres Lebens verglühen wir;
waren gerne hier,
haben Glückseligkeit, Mühsal und Leid in langen Jahren,
Liebe, Freundschaft, Recht und Unrecht hautnah erfahren.
Zuletzt, im Alter, dominiert so Vieles mehr noch als Atemnot,
sinnvoll also ein Ende; willkommen, Tod!
Für das Leben aber stets ein neues Morgenrot,
ein tiefes Himmelsblau an lichten Tagen,
Sonne, Wind und Regen erfrischend zu ertragen,
um menschliche Gräuel aber – nicht zu fassen (!)
zum eigenen Schutz dennoch einigermaßen gelassen
hinzunehmen,
um sich fundiert zum Widerspruch und zum Protest zu bequemen.
Wem es gegeben,
mag seine Stimme in Wort und Schrift erheben
für das Recht auf Frieden und Freiheit auf Lebenszeit.
Wer das Leben so vollenden kann, persönlich gereift und befreit,
hat Glück gehabt und mag es vererben in Dankbarkeit.
Frieden
sei solchem Glück beschieden!
Krieg exponiert sich allerdings aktuell erneut als barbarischste Form der Primitivität,
dabei tarnt sich „kriegstüchtig“ als eklatant kriegssüchtig
in einer Mischung aus Feindbildphobie, Pathologischem und Naivität,
im Prozedere seit Jahrtausenden gleichbleibend unbelehrbar und uneinsichtig.
Wie gesagt, im Abendrot … verglühen
in derartig verirrtem, eskalierend zerstörerischem Bemühen
… alle in einem Boot.
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