Dienstag, 3. März 2026

Das „Recht“ des Stärkeren

 


Wer der Lüge glaubt, ist ihr bereits verfallen, ist süchtig nach ihr und verlangt ungezügelt in völliger Abhängigkeit immer mehr von diesem Gift. Zur Beschaffung des Nachschubs scheut er keine Niedertracht, keine unheilige Allianz und schließlich auch keine Verbrechen, angefangen mit kleineren Delikten bis hin zu massiven Verletzungen von Menschenrecht und Völkerrecht.

Auf dieser Basis regiert seit jeher und in fortbestehender Primitivität das „Recht“ des Stärkeren.

Nicht einmal das Desaster des Zweiten Weltkriegs hat daran etwas geändert. Das Portrait des „Rechts“ des Stärkeren wurde lediglich etwas verundeutlicht durch eine zwar verlogene, aber freundlicher erscheinende impressionistische Übermalung in weniger protzigem Rahmen.

Jahrzehntelang wurden freiheitliche und emanzipatorische Rechte beschwörend vorgetäuscht, aber bei ungezählten neuen Konflikten und Kriegen mühelos gebrochen im Veto-Kauderwelsch etwa der Mächte im sogenannten „Sicherheitsrat“ der Vereinten Nationen.

Dieses ganze Lügengebäude zur Festigung der Großmächte und schonungslosen Ausbeutung der Dritten Welt musste zwangsläufig irgendwann zusammenbrechen, erschüttert werden durch die eigene Verkommenheit im Drama von Machtgier, finanzieller Unersättlichkeit und Auserwähltheitswahn in dogmatischer Dekadenz über alles Leben in unübersehbarer Armut großer Bevölkerungsanteile hinweg.

Die radikalen Lebensverachter gestalten längst wieder neue Portraits des „Rechts“ des Stärkeren – expressionistisch in schwergewichtigen Umrahmungen, den Menschen und das Menschliche kaum noch darstellend. Die Lüge frisst den Menschen auf im Festival von Raketen und Feuerwerk unter dem Motto „Kriegstüchtigkeit“. Wie wahr ist dieser Terminus, der das Morden und Schänden nicht nur rechtfertigt, sondern glorifiziert.

Und dann der „Friedensnobelpreis“!

Ein Kelch voller Blut zum Besäufnis der uneingeschränkten, skrupellosen Selbstherrlichkeit. So erbärmlich „great again“!

 

 

 

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