Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:
9866
Es gibt keine menschlichen Götter und keine göttlichen Menschen. Ein wesentliches Element des humanistisch und intelligent gereiften Menschen ist seine friedfertige Selbstbehauptung entgegen aller religiösen und ideologischen Kriegstreibereien; nicht selten ein wahrer Opfergang!
9867
Ohne Frieden keine Lebensentfaltung, aber feierliches Lügenhochamt mit vergälltem Blut im Kelch.
9868
„Vater“ macht Murks bei der Erschaffung der Welt. „Sohn“ muss „gezeugt“ und in den qualvollen Tod geschickt werden, um die Welt von dem Murks zu befreien! Geht's noch? Solange das noch geht, geht jeder Frieden dahin.
9869
Der Russe ist ein Mensch!
Putin sicher ein Kriegsverbrecher – wie so mancher im verlogenen „Westen“.
9870
Verrannt in Rüstung, bald erlegen!
9871
Schreit ein Unteroffizier („Uffz“) vor der Kompanie: „Achtung!“, meint er nicht die vor dem Leben, sondern in der Regel die vor einer nahenden ranghöheren Uniform.
9872
Zurück zur Steinzeit mit dem alleinigen Recht des Stärkeren. Das ist natürliche Primitivität mit nunmehr „künstlicher“, eben unechter Intelligenz, entsprechend echter Dummheit.
9873
Mühelos ersetzt das Feindbild irgendeinen Gott als „Sinn des Lebens“, der auf diesen Niveaus in der Entwertung und Vernichtung des Lebens praktiziert wird.
9874
Gott und Feindbild; kreiert von Menschen. – Menschen?
9875
Theodizee – eine hoffnungslos vergeistigte Drechselei der vergeblichen Sinnsuche im religiösen Leben auf der Basis eines „gütigen, vertrauensvollen Gottes“, dessen Welt dennoch voller Leid und Schrecken steckt.
© Raymond Walden
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