Oktober
2001
Was
ist eigentlich Antisemitismus?
Bisweilen wird der
Kosmonomie Antisemitismus vorgeworfen, weil sie alle Religionen, also
auch die jüdische, als weltfremd, antidemokratisch,
menschenverachtend und kriegstreiberisch ablehnt: Religionen sind das
Schwert, mit dem aus ganz irdischen Interessen heraus Menschen
enthauptet werden.
Betrachtet man die
religiösen Auswirkungen in der Gegenwart, nicht etwa in dunklen
vergangenen Zeiten, so mögen wenige Beispiele zur Beweisführung für
das Postulat ausreichen.
Im
Jahre 2001 werden in Afghanistan Menschen vor ein islamisches Gericht
gestellt und mit dem Tode bedroht, weil sie angeblich im „reinen"
Moslemstaat für das Christentum missioniert hätten. Ein Verrat an
Allah, der ja andererseits laut „gemäßigter" Moslems
derselbe Gott wie der christliche sein soll! Dennoch stellt das die
islamischen Gläubigen gnadenlos unterwerfende Gesetz, die Scharia,
andere Ansprüche als die „christliche Gerechtigkeit". Zur
Abschreckung für nicht gefügige Gläubige darf da schon mal, muss
sogar Blut fließen, muss getötet werden – wie früher bei den
Christen.
Im
Jahre 2001 gehören etwa 16% der indischen Bevölkerung zur untersten
Kaste der „Unberührbaren", die in hygienischen Zuständen
leben, welche nicht einmal an die eines Massenschweinestalls in
Europa heranreichen. Doch die Religion verbietet jedes Auflehnen
dagegen und vertröstet auf eine „Wiedergeburt", während sich
die reichen Kasten laben.
Im
Jahre 2001 explodieren Bomben in Nordirland, weil Christen im
Gedenken an den Erlösertod ihres Herrn offenbar so blutrünstig
werden, dass sie darüber hinaus sogar auch Kinder auf ihrem Schulweg
mit Steinen bewerfen und dadurch traumatisieren.
Im
Jahre 2001 gibt es in den USA einen religiös getarnten Rassismus,
der seit Staatsgründung besteht: Diese "Kapitalgesellschaft"
hat ganze Indianervölker im Namen des Christentums ausgerottet und
hält die wenigen Überlebenden heute in Reservaten, in Gettos. An
Wiedergutmachung, Entschädigung denkt dort niemand. Auch nicht an
einen späten Ausgleich gegenüber den Nachfahren der Sklaven
schwarzafrikanischer Abstammung. Da passt es ins Bild, wenn die
US-Delegation auf der (Anti-)Rassismuskonferenz in Durban,
Süd-Afrika, das Feld unter Protest räumt, weil sie sich mit den
gegenwärtig einflussreichsten Rassisten solidarisch erklärt.
Im Jahre 2001 verstößt
Israel gegen das Völkerrecht, bereitet als Besatzungsmacht der
palästinensischen Zivilbevölkerung seit endlosen Jahren die Hölle
auf Erden, provoziert durch extrem nationalistische Politiker und übt
stets maßlos gewaltige Rache.
Und im Jahre 2001 glauben
Palästinenser an den „heiligen Krieg", in sich ein Widersinn,
der jedes Opfer, aus eigenen wie aus gegnerischen Reihen,
rechtfertigt.
Kosmonomie erkennt
Religion als Frevel am Menschen, an der Natur und verurteilt
logischerweise dieses blinde Rennen ins eigene Verderben. Wenn nun
Juden das als Antisemitismus bezeichnen, ist dies nicht korrekt, denn
in ihrem religiösen Übereifer verhalten sie sich undemokratisch.
Juden
haben trotz des fürchterlichen Leides, das sie nicht nur, aber
besonders durch Nazi-Deutschland erfuhren, kein Recht, anderen
Völkern Ihren Willen aufzuzwingen und die Menschheit zu bevormunden.
Der Staat Israel "versündigt" sich sogar an seinem eigenen
Volk, das mehrheitlich frei ist von orthodoxem Judentum. Eine
religiöse verbohrte Minderheit diktiert der Gesellschaft: Demokratie
ad absurdum!
Keine
Religion vermittelt der Menschheit Humanität, sondern lediglich das
letzte „Amen". Und natürlich stellen Religionen keine Rassen
dar. Gegen die jüdische Religion wie gegen alle anderen zu sein, ist
kein Rassismus. Ferner repräsentieren alle Juden ebenso wenig eine
Rasse wie etwa alle Deutschen, Engländer oder Franzosen.
Aus
dem gesamten philosophischen Ansatz heraus kann sich die Kosmonomie
nie gegen den einzelnen Menschen, gleichgültig welchen Glaubens,
wenden, denn alle Menschen besitzen die gleiche Würde. Sehr wohl
aber kritisiert die Kosmonomie Religionen, Ideologien und
Institutionen, die gegen die Menschenwürde verstoßen. Die jüdischen
Religionsfundamentalisten und die Politik des Staates Israel
missachten die Menschenwürde und -rechte anderer, sodass bei genauem
Hinsehen "Antisemitismus" auch zu einem
politisch-ideologischen Propagandabegriff wird, mit dem leider
Berufs-Ideologen und Antidemokraten umgehen, um ihre Ziele, notfalls
durch Verleumdung der freiheitlichen Welt und einzelner Personen oder
Personengruppen durchzusetzen. Damit schaden sie der
Völkergemeinschaft und vor allem dem Staat Israel, dessen Menschen
Frieden und Gewaltfreiheit verdienen.
©
Raymond Walden
Redaktionelle
Anmerkung:
Der
Artikel erschien auf diesem Blog auch schon am 23.01.2012 hier.