Dienstag, 5. Januar 2016

Angenda zum Kosmonomischen Manifest (4)

3. Kosmonomische These: Nichttötungsgebot


Niemand hat das Recht, einen Menschen zu töten, es sei denn in akuter Notwehr.


Das Leben entsteht fortwährend neu in Abhängigkeiten des Zufalls bezüglich der Kausalität, der Modalität, der Lokalität und der Zeit. Kein Mensch kann sich daraus befreien, wir alle unterliegen absolut machtlos dem Start in unser, nennen wir es ganz undramatisch, Schicksal.
Niemand gelangt durch eigenes Zutun in einen bevorzugten oder benachteiligten Lebensbeginn; wir sind gleich eingebunden in dieser Abhängigkeit, also gleich berechtigt (!) zu leben.
Keinem Menschen steht aus dieser Begründung das Recht zu, einen anderen Menschen zu töten.
Die einzige Ausnahme bildet die akute Notwehr gegen einen „Lebensrechtsbrecher“.
Das Töten eines Menschen gegen seinen Willen bleibt in einem derartigen Existenzverständnis ausnahmslos Mord.
Es gilt, in einem aufgeklärten Bewusstsein daraus Konsequenzen zu ziehen, und zwar in umfassender logischer Stringenz, was bisher in keiner Gesellschaftsordnung geschieht – nicht zuletzt in Ermangelung der Aufklärung.

Auf zivilem Sektor verbietet sich privater Mordwaffenbesitz genauso wie die Todesstrafe in der Strafgesetzgebung.
Religiös bedingte „Ehrenmorde“ belegen überdeutlich das Teuflische in der Religion.
Wenn es im Hinblick auf die Unauflöslichkeit der Ehe heißt, was Gott verbunden habe, solle der Mensch nicht trennen, dann müsste analog für Gläubige wohl zählen: „Was Gott ins Leben gerufen hat, soll der Mensch nicht töten!“
Wie aber sollten Gläubige zu dieser Einsicht kommen, da doch ihre Götter ziemlich ausnahmslos selbst, unter fadenscheinigsten Begründungen töten, töten lassen, sogar in Kriegen Partei ergreifen und der christliche Gott für sein eigenes Unverständnis die Folterung und Ermordung seines eigenen „Sohnes“ benötigt!

In kosmonomischer Weltbetrachtung versucht der Mensch, durch seine Intelligenz die oft unerbittlichen Auswirkungen von Naturgesetzen abzumildern, das heißt, Leid einzudämmen, gar zu verhindern. Das Töten von Mitmenschen bedeutet Gegenteiliges, ist Barbarei, die als Exzess Kriege führt, Vernichtungslager betreibt und primitive Rachejustiz mit Todeszellen ausstattet.

Eine besondere Verantwortung besteht bei der Abtreibung von Föten, für die es gerechtfertigte, zum Beispiel soziale, medizinische und ethische Indikationen gibt.
Einfaches „Nachholen von vergessener Empfängnisverhütung“ oder das Verwerfen wegen unerwünschter Geschlechtszugehörigkeit stehen nicht zur Diskussion.

Das Nichttötungsgebot wendet sich auch gegen die Profit optimierende, billigende Inkaufnahme von Tötungsrisiken durch Vernachlässigungen von Reinheits- und Sicherheitskriterien.

So wie durch Zivilisierung die Menschenfresserei ein Ende fand, muss auch das gegenseitige Töten zu einem verbindlichen Ende gelangen.

Kosmonomisches Manifest => hier

- Fortsetzung folgt. - 


*****


SAUDI 2016






 

Sonntag, 3. Januar 2016

Sequenzen von Skepsis (221)

Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

2809
Relativitätsphilosophie: In Relation zur Kapazität des menschlichen Gehirns erweist sich das abgerufene Potenzial als ideologisch eskalierende Degeneration.

2810
Medien und Werbung bilden eine Koalition der verdeckten Intelligenzdestruktion. Der Siegeszug trifft auf keinen nennenswerten Widerstand mehr.

2811
Der Spruch sei kurz, treffe zu und erfasse die Welt.

2812
Dreieinigkeit entspricht der Einfalt hoch drei.

2813
Päpstliche Unfehlbarkeit basiert auf dem Verlust jeglicher Selbstzweifel und eklatanter Realitätsverleugnung.

2814
1945, Deutschland, geht nie zu Ende, solange du gar nicht wissen willst, wem du warum und wie folgst.

2815
Einst kämpfte ein Ritter von trauriger Gestalt gegen Windmühlen. Heute ziehen feiste Wachstumsfanatiker im Verbund mit Windmühlen durch Feld und Flur, um Klima zu retten. Die akuten pseudoreligiösen Gehirnblähungen erzeugen Spannung auch bei Flaute!

2816
Glauben keimt aus dem Leiden, das sich bis zum Intelligenzverlust grausamst steigert.

2817
Vergegenwärtigt man sich, dass Religion nicht aufgrund von Wahrheit wirkt, sondern durch verschrobenste Realitätsferne, so erhält man die plausible Erklärung für den desaströsen globalen Zustand der Menschheit.

2818
Im ideologisch isolierten Rathaus kommt es zu eingedämmter Wahrnehmung, auf deren Grundlage man entscheidet, ausführt und sich aufführt.

2819
Keimfrei“ bedeutet, von Keimen gereinigt. Unter „religionsfrei“ verstehen die Infizierten etwas Gegenteiliges: Anreicherung von geistigen Erregern sowohl quantitativ wie besonders auch in der Ökumene qualitativ in bunt gemischter Vielfalt.

2820
In der üblichen Bewusstseinsspaltung wird Wahrheitsnähe zum Verkaufshindernis und zum politischen Risiko.


© Raymond Walden, www.raymond-walden.blogspot.de    


 

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Europa zerbricht


Das haben wir geschafft.
Yes, we can.

Gedenkminute

Traditionell untaugliche Werte zersetzen die Demokratie,
die Selbstbestimmung,
die Gleichberechtigung,
die Freiheit,
die Menschlichkeit,
den Frieden,
Humanismus und Menschenwürde.

Gemeint sind:
Auserwähltheitsglauben,
Dogmatismus, Ideologie, Kapitalismus, Militarismus, Nationalismus, Patriotismus, Rassismus, Religion, Sklaverei, Wachstumswahn.

Und das alles basiert auf Lernunwilligkeit, Doppelmoral, Korruption und Verlogenheit.


Ehrbare Aufklärung!

2016

Wir erheben uns aus Unverstand, aus Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit.



Donnerstag, 24. Dezember 2015

Der Jenseitsmensch


Der Jenseitsmensch stellt die weitaus zahlreichste Gruppe der Erdbevölkerung dar. Es handelt sich um Realitätsflüchter, die der Lebenswirklichkeit zu entkommen trachten, indem sie ihre Märchen von Götterwelten und Wunderszenarien über das konkrete Menschenleben erheben und mit Absolutheitsansprüchen, mehr oder weniger bewusst, gegen abweichendes Daseinsverständnis rigoros und gewaltsam durchsetzen.
Propagiertes „ewiges Leben“ gegen jede faktische Natur und Vernunft rechtfertigt für die Jenseitsgläubigen Mord, Totschlag, Folter und geistige Vergewaltigung Andersdenkender, sogar mit der Verkündung „göttlicher“ Belohnungen im halluzinierten Jenseits.

Ein probates Mittel dieser Bauernfängerei ist die Inszenierung ergreifender Feierlichkeiten, eines erhabenen Miteinanders, das die zügelloseste Unsinnigkeit emphatisch überhöht und den abgehobenen Befehlshabern „Treue bis in den Tod“ garantiert.

Die ersponnene Rolle einer Gottheit kann mitunter problemlos auf eine real lebende Person übertragen werden, wobei die Absolutheitsansprüche unverändert bleiben; der Diktator ist „Gott“.

Mithin rangiert der Jenseitsmensch im unteren Bereich der Entwicklungsstadien des unfertigen Interimsmenschen, der eine Vorstufe zum eigentlichen, aufgeklärten Menschen besetzt.
Ob diese Vorstufe überhaupt jemals überwunden wird, steht durchaus in Frage, denn ehe sich Moral und Ethik aufgrund intelligenter Einsichten, losgelöst von Götterüberwachungen, mehrheitlich etablieren, mag sich die apokalyptische Prophezeiung des Glaubens selbst erfüllen, mag sich „Gott“ definitiv durch den Menschen und mit ihm als evolutionäre Verirrung auslöschen. 


Montag, 21. Dezember 2015

Agenda zum Kosmonomischen Manifest (3)


2. Kosmonomische These: Gleichberechtigung


Alle Menschen sind von Geburt an gleichberechtigt. Adelstitel sind überholt, klerikale und militärische Rangbezeichnungen dienen wie akademische Grade lediglich der Funktionsbeschreibung in der Arbeitswelt und spielen im öffentlichen Leben keine Rolle. Die uneingeschränkte Gleichberechtigung der Geschlechter meint keineswegs Angleichung, sondern Wertschätzung der sich ergänzenden geschlechtsspezifischen Unterschiede.




Gleichberechtigung impliziert nicht pauschale Gleichmacherei, sondern gleiche Rechtsansprüche und Pflichten in vergleichbaren, etwa beruflichen Standardbereichen und besonders im allgemeinen zivilen Bürgerrecht, und zwar bezogen auf die globale Menschheit und nicht beschränkt auf die reichen und mächtigsten Staaten.

Damit gewinnt Gleichberechtigung weltweit (kosmonomisch) eine umbrechende Bedeutung, denn alle bestehenden Gesellschaftsordnungen beruhen auf Ausbeutung und Unterwerfung, begründet einerseits in unersättlicher Gier nach Macht und Geld und andererseits von einer indifferenten Massengläubigkeit des Abstrusesten.


Im Einzelnen bedeutet das:


1.      Es gibt kein auserwähltes Volk mit irgendwelchen Vorrechten.

2.      Ebenso kann kein einziger Mensch sich auf angeborene Vorrechte berufen.

3.      Niemand besitzt ein Recht, den Mitmenschen seine Weltanschauung aufzuzwingen, auch nicht unter dem Deckmantel von Hilfestellungen beim Erwerb gesellschaftlichen und kulturellen Fortschritts. Mit anderen Worten: Religiöse Missionierungen und ideologisch-dogmatische Propaganda stellen massive Verletzungen des Gleichberechtigungsgrundsatzes dar.

4.      Rassistische Rechtsaufspaltungen verfügen über keinerlei Rechtfertigungen.

5.      Gesellschaftliches Kastenwesen entspringt unbegründbaren Wahnvorstellungen.

6.      Keine Bevölkerungsgruppe ist privilegiert, keine Partei noch Religion und keinerlei Interessenverband können Bevorzugungen innerhalb der Allgemeinheit beanspruchen.

7.      Gleichberechtigung gesteht der humanen Vielfalt gleiche Rechte zu, fördert die Diversität, indem sie Gleichmacherei verhindert und Talente, Begabungen und Individualitäten weckt, unterstützend anerkennt und pflegt.

8.      Gleichberechtigung orientiert sich vorzugsweise an aufgeklärter, freiheitlicher Gesetzgebung. Sie allein verfügt über die rechtliche Gewalt zum Schutze und zur Durchsetzung der Gleichberechtigung, deren fundamentale Basis ansonsten in der Gewaltfreiheit des Miteinanders lebt.

9.      Es besteht das Recht, aber auch eine bürgerliche moralische Pflicht auf Bildung, um Gleichberechtigung so weit wie möglich vom Intellekt erfassen zu können und zu praktizieren.

10. Gleichberechtigung ist verifiziertes menschliches Leben in der konkreten Gegenwart.


Kosmonomisches Manifest  => hier   

- Fortsetzung folgt. -



Freitag, 18. Dezember 2015

Sequenzen von Skepsis (220)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

2793
Der Mensch ist sich eine unerträgliche Realität, deshalb macht er aus seinem Leben eine Illusion, mit der er auch gleich noch den Tod überwinden will.

2794
Salutierende Figuren verkrampfen innerlich und äußerlich in Haltungsfehlern.

2795
Lautsprecher haben es nötig.

2796
Das bewegte Bild wird immer mit Absichten der Regie ausgewählt.

2797
Analysen fördern Wahrheiten zutage, Studien folgen Auftraggebern.

2798
Stupide strampelt die Gesellschaft im Hamsterrad. Das ist ihr abgerundeter Sinn.

2799
Wo man am dringlichsten von Zeit und Frieden schwadroniert, finden beide gar nicht statt. Denn dem Geschwätz folgen nicht nur keine Taten, sondern gegenteilige Ambitionen. Man nimmt sich aktionistisch wichtig.

2800
Friedenssoldaten verkörpern Krieg so, wie Feuerwasser brennt.

2801
Wer sein Kind niemals tadelt, wird bald Grund haben, es nicht mehr zu loben.

2802
Think tanks brüten Dogmen und Ideologien aus.

2803
Voraussetzung eines erfolgreichen Propheten ist seine eigene Besessenheit.

2804
Gehet hin in Frieden in die Kirchen, Tempel, Synagogen und Moscheen und bleibt gefälligst dort. Damit Frieden sei mit euch.

2805
Eingewickelte Menschen! Zu Lebzeiten mumifiziert.

2806
Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit, doch der Fisch stinkt vom Kopf. Was ideologischen Schädeln mitunter entweicht, ist nicht minder partikulär und verfallsträchtig.

2807
Wer sein Gesicht nicht zeigen kann, besitzt vielleicht kein eigenes.

2808
Wozu Menschen in aller Welt heute fähig sind, obwohl die Nazi-Greueltaten und zahllose Kriege hinlänglich bis ins Detail die niederste Verkommenheit menschlicher Psyche dokumentieren und man hätte lernen können, sprengt den Glauben an den modernen Menschen, entlarvt ihn als gedankenlosen, gleichgültigen und bequemen, widerwärtigen Parasiten, der wie keine andere Kreatur auf dem Globus seine schizophrenen Glaubensüberzeugungen dem Martern und Morden der eigenen Spezies widmet.
Der Mensch ist noch gar nicht, vielleicht ist er auch drauf und dran, niemals zu werden.


©  Raymond Walden,  www.raymond-walden.blogspot.de


Montag, 14. Dezember 2015

Agenda zum Kosmonomischen Manifest (2)


1. Kosmonomische These: Menschenwürde

Es gibt keinen höheren Wert als die Menschenwürde; sie ist unantastbar.


Über Menschenwürde wird viel vor allem bei feierlichen Anlässen phantasiert, doch im alltäglichen Weltgetriebe erfährt sie permanent Missachtungen und Verletzungen. Ein Grund dafür liegt im Fehlen einer eindeutigen Begriffsdefinition, und eine weitere Ursache besteht in den verwurzelten Überbewertungen von Religion und Staatsräson, die nahezu ausnahmslos dem Menschen übergestülpt und vorgesetzt werden.

Hinzu kommt, dass Menschenwürde sich vorwiegend aus Intelligenz und Bildung entwickelt, beide sind ausgewiesene höchst dramatische Problemfelder des Menschheitsverständnisses.
Zu den wesentlichen Substanzen, die Menschenwürde aufbauen, gehören die Rechte auf Leben, auf Nahrung, auf Unterkunft, auf Kleidung, auf Gesundheitsfürsorge, auf Privatsphäre, auf Arbeit, auf eigenverantwortliche Freiheit, auf Unversehrtheit, auf Gleichberechtigung, auf Bildung, auf Hilfe in Not und zahlreiche weitere Kriterien, aus denen allen zusammen sich auch die adäquaten Pflichten gegenüber der Gemeinschaft ergeben.
Alleiniger Maßstab ist das Wohl des Individuums in der Einbettung des Gemeinschaftswohles, ist Humanität.

Sie überwiegt alle anderen Gesinnungen (Ideologien, Religionen, Philosophien) und bildet trotz ihrer Umfänglichkeit den Minimalkonsens eines friedlichen Miteinanders.

Menschenwürde stellt also keine individuelle Singularität dar, sondern bezieht sich immer auf alle in das Geschehen eingebundenen Akteure: Regierende wie Regierte, Befehlende wie Ausführende, Richtende wie Beurteilte.

In derartiger Übereinstimmung rechtfertigen gravierende, menschenunwürdige Taten keine menschenunwürdige Rache; der Rächer begäbe sich auf das gleiche verwerfliche Niveau des Missetäters!
Diese gedankliche Schwelle erscheint oft jedoch in der Masse unüberwindlich, sodass es bei vielerlei privaten und öffentlichen Angelegenheiten zum „Antasten“ der Menschenwürde kommt, durch Rechthaberei, Bevormundung, Konkurrenzgehabe, aber auch durch primitive Niedertracht, Hassausbrüche und Gewalt. Gegen so negative Gemütslagen strebt Menschenwürde objektives Recht und Gerechtigkeit an, wobei weniger regionale Rechtsmaßstäbe dominieren, sondern die allgemein zumindest vordergründig anerkannten Menschenrechte.

Menschenwürde meint Schutz und Förderung des Lebens für die schwächsten Glieder der Gesellschaft wie für die stärksten unter größtmöglicher Leidenseindämmung und optimaler Persönlichkeitsentwicklung, Identitätswahrung, mit Respekt gegenüber allem Leben und gegenüber der unbelebten Natur. 
Sklaverei, Todesstrafe und Krieg sind menschenunwürdig.

Kosmonomische Manifest => hier

- Fortsetzung folgt -



Sonntag, 13. Dezember 2015

G20: The Greatest Hypocrites


Do not mourn dishonestly!
Do not cry in self-pity!
Do not pretend values
that you give away complacently
in Paris, Washington, London, Berlin,
in Ancara as in Moscow, in Rome and elsewhere
because of greed for power and money!
The weapons that are killing now
do come from your own circles.
You, in your own estrangement, have pushed up the terrorists
after having destroyed their homelands by your own terrorism.

Do you, moralists of double standards, really believe
to escape with impunity?

Your gangs of criminals
that are responsible for countless desecrations of mankind
are allowed to go free, are even respected!

And you are gathering in Antalya
around the Turkish main terrorist
to observe a minute’s silence for the actual victims of terrorist acts in Paris
with eyes down of a presidential murderer by drones
of a manic non-peaceable macho from Russia
and a German Christian weapon distributor
together with warriors, with warmongers,
racists and religiously blended ones.

You, essentially, are responsible for the outrages!

But probably you are not even criminally liable
because of your mental affectedness.

Oh, mankind, what a severe test of your intelligence!
Come to consciousness!
Give and keep peace!



Mittwoch, 9. Dezember 2015

Agenda zum Kosmonomischen Manifest (1)


Einleitung und Präambel


Die Einleitung des Kosmonomischen Manifests (=> hier) lautet:

„Das Recht auf Gedankenfreiheit manifestiert sich in zwölf Kosmonomischen Thesen. Sie sind eine Einladung, jeden einzelnen Menschen aus verstandesmäßiger Einsicht zu achten. Die Menschenwürde verlangt darüber hinaus entschlossenen Einsatz gegen das Destruktive, das archaisch als egoistisches Machtstreben einzelner Personen oder Cliquen bis hin zu irregeleiteten Völkern den Globus beherrscht.“



Schon in den ersten Zeilen „manifestiert“ sich die kosmonomische Philosophie als eine Grundeinstellung des Menschen mit völlig abweichender Intention gegenüber den allgemein üblichen Wertephrasen und ihren dogmatisch verkündeten und durchgesetzten Machtansprüchen.

Den seit jeher an Indoktrination und Dogmatismus gewöhnten Völkermassen präsentiert sich die Kosmonomie zwangsläufig als ferne Utopie und „Weltfremdheit“, wohlwollender vielleicht als von vornherein unerreichbares Ideal.

Ein Grund dafür findet sich bereits in dem Wort Gedankenfreiheit, das zunächst gar nicht neu erscheinen mag. Doch wo, in welcher Gesellschaftsordnung auf dem Globus wird Gedankenfreiheit wirklich angestrebt, fair diskutiert?

Das Gegenteil ist gang und gäbe: Keine Religion duldet Freiheit der Gedanken, keine Ideologie nimmt sie hin, ohne sie zumindest totzuschweigen, in der Regel jedoch radikal zu unterdrücken und zu vernichten.



Genau die Gedankenfreiheit – und nicht jene oft „von oben“ suggerierte Gedankenfreiheit in konsequenter Gefolgschaft – wird kosmonomisch zum Recht erklärt. Und aus dem Recht leitet sich verstandesmäßig die Pflicht ab, den einzelnen Menschen in seiner Freiheit zu achten, ihm seine Würde zuzugestehen, die für jeden Menschen gilt und die gegen die traditionellen Zerstörungen durch Ideologien, Götter, Teufel und ihre Macht anstrebenden Vertreter zu schützen ist.

Für Traditionalisten, Opportunisten und vererbt wie gedrillt Unterwürfige sicherlich unnachvollziehbar, denn es fehlt häufig das Bewusstsein der eigenen Unfreiheit, man folgt gerne und „ehrbar“ dem Vorgegaukelten, wenn es nötig erscheint, auch in den Krieg.



Die Präambel des Kosmonomischen Manifests verwirft aber die erdachten Ideale, die angeblich höher als der Mensch rangieren:



Präambel

„Die Natur folgt in ihrer evolutionären Fortentwicklung wertneutralen Gesetzen, das heißt, es kommen gleichermaßen Leben fördernde wie Leben zerstörende Prinzipien zur Anwendung. So gesehen, ist die Natur gnaden- und kompromisslos. Menschlicher Verstand wird aber durch Bildung in die Lage versetzt, die Naturgesetze zunehmend zu humanisieren, die Naturgesetze zu nutzen, um das Leben zu genießen und das natürlich sinnvolle Sterben zu erleichtern. Dies geschieht ganz besonders durch die Einsicht, dass nicht Egoismus die Basis von Humanität darstellen kann, vielmehr ein Individualismus, verankert in einer erstarkenden humanen Gesellschaft, die den Menschen höher achtet als alle von Menschen erdachten Ideale.“

Ausgangspunkt der menschlichen Existenz ist – wie könnte es anders sein – die Natur in ihrem fortwährenden Werden und Vergehen, in euphorischer Entfaltung und in dramatischem Leiden.

Grundsätzlich eröffnet die menschliche Intelligenz aber Abschwächungen des Leidens, sogar seine Verhinderungen oder Beseitigungen innerhalb natürlich vorgegebener Grenzen. Nicht ersonnene Wunder liefern die Grundlagen, sondern Gesetze der Natur, die der Intelligenz zunehmend erschließbar werden durch unvoreingenommenen, objektiven Erkenntnisdrang als definitive humane Alternative gegenüber dem postulierten Glauben des platten und höheren Unsinns, der lediglich das Potential von Vertröstungen auf Unmögliches zur Feierlichkeit erhebt.

Die herausragendste Intelligenz beschreitet Irrwege gegen Natur und Menschlichkeit, erfährt sie keine humane, das heißt Menschen anerkennende und würdigende Bildung. Es gibt keine humane Gesellschaft bestehend aus abnickenden Nachbetern der von berechnenden Egoisten vorgeschriebenen Anordnungen. Vielmehr erfordert Humanismus das starke Individuum in der Verbindlichkeit gegenüber dem eigenen Leben wie dem der Mitmenschen, die nicht in der Masse zu zweifelhaften Diensten, sogar zu gemeinschaftlichem Morden zu vereidigen sind, sondern zu möglichst mutig engagierter, eigener Mündigkeit und Friedfertigkeit befähigt werden müssen.

Das ist der eigentliche Bildungsauftrag, der freilich entsprechende Lehrbefähigte voraussetzt.

Die Bildungssysteme weltweit versagen, weil exzessiver Egoismus vornehmlich durch Bildungsverweigerung und ideologisch-religiöse Massenverdummung die Welt beherrscht.

Es wird deutlich, dass in einer kosmonomisch kritikfähigen Menschheit die gängigen politischen Neurotiker keinen Ton mehr angeben könnten.

Doch der Status quo offenbart seinerseits vor allem Hoffnungslosigkeit, Ratlosigkeit, Unfähigkeit und Gewaltbereitschaft.

Kosmonomische Kausalitäten und entsprechende Konsequenzen werden dadurch als dringende Notwendigkeiten nur untermauert. 

- Fortsetzung folgt .-




Freitag, 4. Dezember 2015

Weihnachtsmasse


Von guten Geistern ganz verlassen ...
geht die gute Absicht ins Verderben
alle Jahre wieder nieder
in die Slums, die Kriege und die Flüchtlingslager,
allesamt ein Haufen Scherben
von fettem Konsum und vom Prassen,
von geknebelter Freiheit,
auf Kosten überbordender Not
und gequälter Natur.
Wie geht das Leben mager
ohne Brot
in ausgemergelter Statur.

Das Christuskind schwebt ein als Jungfrauensohn,
süßer die Glocken nie klingen,
let it snow, oh du fröhliche,
stille Umnachtung treublättrigen Tannenbaumes,
Hosianna, Halleluja kitschigen Traumes
christlicher Werte.
Wer hält sich daran schon?
Aber nieder mit allem, das dagegen aufbegehrte.

Gott gab seinem Volk das Land und den Reichtum
und die Macht und die herrliche Gier
nach Geld und Waffen
gegen unzählige Feinde schier.

Nein, ihr stammt nicht ab vom Affen;
er würde sich schämen,
denn eure Rasse lässt sich nicht bezähmen.

Frohes glänzendes Fest,
Kaufrausch, Fressgelage, Bombenstimmung,
aber Feiertagsbesinnung,
Feindbildtaufe, Terroristenjagd und Überwachung zur Genüge,
Wachstumsreligion und Klimalüge.
Tauet Himmel den Gerechten,
Christ, der Retter, ist da!

Es fällt schwer, so schwer, ein aufrechter Mensch zu sein
in Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit,
in den Idealen wider den
unfreien, ausgrenzenden und feindseligen Götterwahn.
Millionen Lichter!
Und keines geht der Masse auf.



Mittwoch, 2. Dezember 2015

Sequenzen von Skepsis (219)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

2772
Krieg schürt man mit Waffengeschäften, knallt es dann vor der eigenen Tür, muss man sie verteidigen und den Weltkrieg herbeibeten, im Namen der Unvernunft, die als Religion geradezu zyklisch explodiert.

2773
Todesangst und Einfalt generieren die skurrilsten Götter.

2774
Ruht das Gehirn bereits in religiöser Patina, bemoost der Zeitgeist die letzten Nervenbahnen.

2775
Eine eventuell außerirdische Intelligenz wird sich nie mit „gottähnlichen“ Menschen einlassen, es sei denn als Tierbändiger.

2776
Freiheit muss auch Dummheit ertragen, aber aufrichtige Intelligenz entgegensetzen.

2777
Überwindest du mit den Jahren die geistige Stagnation deiner Umgebung und stehst über dem Zeitgeist, wirst du dich von bisherig Vertrauten trennen müssen oder Schaden nehmen.

2778
Licht geht an oder auf, Finsternis setzt ein und herrscht.

2779
Es gibt einen Herzschrittmacher im Kopf.

2780
Mit Mut im Bauch, wenn’s im Kopf fehlt.

2781
„Willst du Frieden, rüste für den Krieg.“ (Vegetius)
1600 Jahre alte Weisheit der Kriegstreiber.
Sprung auf, marsch, marsch!
Ihr ewig Gestrigen! Wegtreten!

2782
Wer sich dem Konsum verschreibt, lebt eingeschränkt.

2783
Das Leben ist kein Geschäft, wohl verstanden aber ein Austausch.

2784
Auch die Unwelt des Glaubens birgt alle Gefahren.

2785
Könnerschaft mag begeistern, aber in wessen Diensten?

2786
Tiefe Erkenntnis in einer sonst gläubigen Gesellschaft führt in ein Außenseiterdasein, das zu bestehen ist in beständiger Achtsamkeit und lebendiger Skepsis.

2787
Das Herdentier sei nicht dein Freund.

2788
Geld wird nach Belieben gedruckt, von politischen Goldeseln, um das Volk zu bescheißen.

2789
So viele Windräder als Merkel-Monumente verschandelter Natur.
Windiges Deutschland.

2790
Im Abstand hält sich Anstand, sortiert sich freiheitlicher Verstand.

2791
Kein Staat der Erde hat das Zeug, mich zum Patrioten zu überzeugen, zu jener geschönten Kleinkariertheit, die sich jeder noch so winzigen realen Weltverbesserung mit Gewalt entgegenstemmt.

2792
Europa ließ sich mit der exaltierten Verlogenheit ein und zeugte die nackte Unfähigkeit.


©  Raymond Walden,  www.raymond-walden.blogspot.de



Freitag, 27. November 2015

Einspruch gegen den Klima- und Waffenwahn


Der geistige Terror eines pseudoreligiösen Klimawahns sucht die Menschheit heim wie eine Pandemie.
Paris im Jahre 2015 erlebt den pathologischen Massenkongress der Klima-Ideologie mit gewaltigem „Unwetter-Potenzial“ für das Klima des menschlichen intelligenten Miteinanders.

Wenn es in jedem Land der Erde dennoch hundert klar denkende Menschen gibt, vielleicht nur zehn oder letztlich einen, will ich daran festhalten, dass der Mensch an sich ein vernunftbegabtes Wesen ist.
Aufgeklärte Humanität wäre möglich – im Prinzip.

Doch wo man exakte Wissenschaft durch Dogmatismus und ignorantes Spekulieren über das aberwitzige Konstrukt „Klimarettung“ und über fortgesetztes kapitalistisches, konsumfetischistisches  Wirtschaftswachstum ersetzt, wo man in den Medien unisono pausenlos dafür trommelt, feiert man im Gleichklang die Abkehr von allem, worauf der aufgeklärte Mensch offensichtlich zu voreilig stolz war: Man entsorgt in grün-brauner Gesinnung die Demokratie, die Mündigkeit des Bürgers, die Freiheit, die Gleichberechtigung und ganz ungeniert sämtliche Werte des seinerzeitigen Kantschen Aufbruchs: Sapere aude.

Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen!

Die gravierendsten Belastungen von Menschen und Umwelt sind Waffen(handel) und Kriege. In Syrien erleben wir aktuell die Kulmination aller primitiven Denkweisen, die nach noch mehr Waffen rufen zur angeblichen Lösung einer Katastrophe, für deren Entstehen alle Beteiligten in beklagtem pseudoreligiösen und religiösen Wahn die Ursache selbst bilden.



Dienstag, 24. November 2015

Sequenzen von Skepsis (218)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

2761
In Parlamenten sitzen sie vorzugsweise. Und steht jemand, wirkt das irgendwie kaum aufrecht.

2762
Lobbyismus vorm Parlament führt sich auf als salonfähiger Korruptionsversuch.

2763
Dummheit entfaltet Kreativität ohne Bedenken.

2764
Unzählige Ratgeber geleiten dich in die Verwirrungen deines eigenen Körpers und erwarten deinen kostenträchtigen Hilferuf.

2765
Verstehen heißt nicht diktieren und auch nicht folgen, sondern gemeinsam erkennen und in Einfühlsamkeit abgewogen zu planen, zu entscheiden und vertrauensvoll begründet zu handeln, jenseits von Ideologie und Indoktrination. Doch Letztere sind meist schon präsent, ehe das Bewusstsein erwacht.

2766
Grenzen der Begrifflichkeit:
Der Tod beginnt mit dem Leben, denn ständig droht er. Ist er dann da, lebt er nicht mehr, droht nicht mehr, aber dauert fort für alles noch Lebende.

2767
Das freimütige Bekenntnis zur Philosophie vor sich selbst erzeugt innere Freiheit, wohlgemerkt, eigenes geistiges Durchdringen und nicht nur Akzeptanz von Angelesenem.

2768
Als Autor bemühe ich mich, reinen, klaren und ehrlichen Wein einzuschenken, nicht jedoch der blökenden Herde, die ihn wie Wasser säuft, um ihre pinkelnden Duftmarken zu verbreiten.

2769
Kosmonomie meint nicht Globalisierung.
Lesen Sie einmal das Kosmonomische Manifest!

2770
In der aktuell aufbrechenden Verblödung der kapitalistischen Welt wird kosmonomisches Denken und Handeln zwar immer dringlicher, von Verirrten aber nicht zu bewältigen sein.

2771
Welcher Terrorist ist denn wirklich gottlos, ihr Gläubigen?


©  Raymond Walden,  www.raymond-walden.blogspot.de



Freitag, 20. November 2015

Statt „Krieg“: Das Kosmonomische Manifest


Instead of "War": The Cosmonomic Manifesto

Krieg ist wieder aktuell.
War is actual again.
Als Ergebnis einer verlogenen Weltpolitik.
As a result of a betraying world policy.

Weil der Mensch glaubt, anstatt zu lernen.
Because humans believe instead of learning.

Lesen Sie das Kosmonomische Manifest.
Read the Cosmonomic Manifesto.

Es gibt einen Weg zum Frieden.
There is a way to peace.

Aber man muss ihn wollen.
But you have to want it.

Mit dem gesunden Menschenverstand.
By healthy common sense.


Das Kosmonomische Manifest   hier

The Cosmonomic Manifesto  here









Mittwoch, 18. November 2015

IS-Terror jetzt auch in Paris: wann endet die Gewaltspirale?




Deutschland wird sinnlos am Hindukusch verteidigt und der IS verteidigt sich sinnlos in Europa.

Die Friedensbewegung verurteilt die Terroranschläge in Paris vom 13.11.2015 und wir solidarisieren uns ganz klar mit den Opfern und ihren Familien.
Wir verurteilen jeden Terror, auch den Kriegsterror!

Wir verurteilen auch den Terror durch die Kriegspolitik, dem so genannten „War of Terror“, der letztlich dafür verantwortlich ist, dass der IS überhaupt entstehen konnte. Wir sagen es immer wieder und wieder: Jeder Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit und ist selber Terror. Jeder, der Krieg führt, beteiligt sich nach unserer Ansicht an einem Verbrechen. Gewalt erzeugt Gegengewalt.

Wieder muss das Volk leiden, nicht nur in den Kriegsgebieten selbst z.B. von Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, sondern diesmal die Bewohner von Paris. Es zeigt sich, dass der Terror, der durch die Militärs und den Waffenhandel in die Welt gebracht wird, vor allem auf dem Rücken unschuldiger Menschen ausgetragen wird. Dies zeigen nicht nur die Terroranschläge, mit denen der IS sich rächen will, sondern auch die Millionen Flüchtlinge, die vor derselben Terror-Gewalt fliehen. Der Terror kommt zu denjenigen Ländern zurück, von denen selber Terror durch Kriege ausgeht.

Seit 2001, als die USA-Administration mit ihrer Kriegspolitik den „War on Terror“ proklamierte, hat sich die Zahl der Terroristen dramatisch vervielfacht. Der "War on Terror" bedeutet bisher vor Allem durch militärische Aktionen erzwungene "Regime changes" in Afghanistan, Irak, Libyen und zurzeit in Syrien. Es sind alles Länder, deren Regierungen der USA-Administration nicht kooperativ gegenüber standen. Anstatt den Terror zu minimieren, haben die Militärs der USA und ihre Verbündetet durch ihren selbst verübten, eigenen Terror, dem schon über eine Millionen Menschen zum Opfer fielen, ein „Terroristen-Zuchtprogramm“ ausgelöst. Terror erzeugt Gegenterror.

Mittlerweile ist der Krieg in Syrien völlig eskaliert und ist in Bezug auf Assad sogar zu einem Stellvertreter-Krieg zwischen der Nato und Russland eskaliert. Viele Länder verfolgen beim Konflikt in Syrien Wirtschafts- und Machtinteressen: Saudi-Arabien, Katar und die Türkei unterstützen den IS. Die USA und Frankreich fliegen Bombenangriffe gegen den IS. Russland bombardiert in Syrien alle Gegner von Assad. Die Bomben treffen vor allem die Zivilbevölkerung, die zudem oft an der Flucht gehindert wird.

Macht endlich Schluss mit Euren Terror-Kriegen in den arabischen Staaten. Verhandelt endlich wieder. Im Irak und in Syrien gibt es große Gruppen (Sunniten, Schiiten usw.), die für eine Beilegung der Konflikte durch Verhandlungen sind. Mit den Mitteln, die für Waffen und Militäraktionen ausgegeben werden, sollte die Not der Menschen gelindert werden und Terroristen von dem Nachschub an Söldnern, Waffen und Geld abgeschnitten werden. Die Kriegspolitik ist erbärmlich gescheitert. Keines der Ziele, die zur ihrer Rechtfertigung genannt wurden, wurde erreicht – im Gegenteil: Statt Demokratie, Wohlstand und Freiheit herrscht Not, Terror und Elend. Nur über Verhandlungen kann man zum Frieden gelangen. Dabei müssen alle Parteien Abstriche von ihren extremen Positionen machen. Im Krieg werden Menschen, die für Ausgleich und Kompromissen sind, als potentielle Verräter bekämpft und vernichtet. Übrig bleiben diejenigen, die auf Gewalt und Vernichtung setzen und in deren Weltbild es nur Freunde oder Feinde gibt. 

Ihr Bürger der demokratischen Staaten, setzt euch dafür ein, dass diese Kriegspolitik in der Welt ein Ende hat. Wählt zukünftig nur noch PolitikerInnen, die der Gewalt mittels Militärpolitik eine eindeutige Absage erteilen. Die Politik der Militäreinsätze und Waffenexporte erzeugt nicht nur millionenfach Flüchtlinge und daraus entstehende Fluchtbewegungen nach Europa, sondern auch der Terror wird ins eigene Land geholt. Die Devise, die Kriegspolitik meiner Regierung interessiert mich nicht, der Krieg ist ja weit weg, kann nicht gelten. Jeder muss in seinem Land dazu beitragen, dass die Kriegspolitik seiner Regierung ein Ende hat. Es muss weltweit abgerüstet werden und die dadurch eingesparten Gelder müssen für die Verbesserung der Lebensbedingungen verwendet werden.