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Dienstag, 3. Februar 2026

Sequenzen von Skepsis (753)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9770

Feindbilder werden gebraucht, um überhaupt Kriege führen zu können. Dabei zeigt sich immer wieder, dass alles, was man dem Gegner vorwirft oder unterstellt, in nahezu identischer Art und Weise für beide Kontrahenten zutrifft.


9771

Angsterzeugung ist die Macht aller primitiven Herrschaftssysteme und skrupelloser Geschäftemacher („Dealer“).


9772

Ich stehe ergriffen vor Menschenwerk und Natur, erschüttert vor Naturgewalten und Katastrophen, entsetzt vor (un)menschlicher Zerstörungswut und Niedertracht, aber ermutigt und tief berührt vor menschlichem Können und edlem Geist.


9773

Unterschied zwischen Putin und Trump? Auffallend marginal.


9774

Tritt zurück von der Bahnsteigkante, solange der Zug rollt. Du weißt kaum, welche Rolle so mancher Passagier spielt.


9775

Bedenke, du alterst nicht allein, deine Zeitgenossen sitzen im selben Boot, schauen dennoch in vielleicht ganz andere Richtungen, aus ganz anderen Winkeln, gerade auch in ähnlichem Schwächeln, Erinnern und Vergessen. Toleranz wird zu ganz besonderer Tugend.


9776

Infrastruktur bildet das Herz des Staates, also auch ein wesentliches Element seines Charakters.


9777

Erst verlottert die Sprache, bald der Inhalt, der sich schon im Gesichtsausdruck verspannt.


9778

Halluzinationen beweisen die Vortäuschung des Nichts. In Politik, Pubertät und Religion besonders vertreten.


9779

Es ist schon verquer, wie angeblich Friedliebende fremdgehen und bei Friedenskonsequenzen blockieren, um heißen Hass abzublasen.


9780

Es regiert das Verbrechen das Versprechen.


9781

Als Gott sprach, hatte ihn der Mensch bereits erfunden, so bedingungslos ersehnt.


9782

Ein Sonnenaufgang überzeugt durch seine glühende wie kühle Stille. Lediglich zuschauen kann der Mensch und sich auch an der Zuverlässigkeit erkühnen.


9783

Um das Gesicht zu wahren, es nicht zu verlieren, um nicht darauf zu fallen, muss man erst einmal ein nicht nur physisches sein Eigen nennen.


9784

Was Leute glauben, ist so unglaublich, dass es gut ist zu wissen, was einem da unter Umständen begegnet. Denn alles ist möglich. Man wappne sich in eigenem Interesse.


9785

Ideologie, Religion und Indoktrination straffen sich als rigorose Zügel intelligenter Freiheit und scheuen keineswegs vor der Strangulation.


9786

Humanität und Krieg vernichten sich gegenseitig. Man muss Partei ergreifen; als Mensch hat man nur eine Wahl.



© Raymond Walden




Montag, 5. August 2024

Sequenzen von Skepsis (634)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


8513

Wetterprognostiker leben von dem Hochdruck der Wetterangst und dem Tiefdruck ihres wissenschaftlichen Hohlraums.


8514

Nachrichten verkommen zur leeren oder verdrehten Meinungsbelehrungen. – Und Demokratie verdunstet.


8515

Die Nacht schwindet schweigend am klaren Himmel, der Tag spricht für sich, so archaisch sichtbar die Zeit. Und dann am Ausklang der Geschäftigkeit neigt sich der Tag den Sternen zu, und die Nacht wird zunehmend ruhig im Gleichmaß der Zeit. So beschränkt der Mensch, der sich in seinen geistigen und materiellen Behausungen diesem Erleben seiner eigenen endlichen Präsenz so kümmerlich entfremden lässt.


8516

Kitsch quillt auf in engen Horizonten, gleichwohl auch auf der großen Bühne.


8517

Das Gespinst von Dummköpfen fängt lange noch die geistigen Mücken und ungeistigen Brummer. Hausputz der Intelligenz ist überfällig.


8518

Schmerzen zu lindern, zu nehmen, ja, sie zu vermeiden; welch edles Ansinnen und Tun, verantwortungsbewusst und liebevoll!


8519

Man unterschätze die Optionen des Aphorismus nicht als Trost, Aufmunterung und Ansporn. Aphorismen bieten sich an, drängen sich nicht auf, zelebrieren Freiheit des Denkens und Handelns in gewogener Freiwilligkeit.


8520

Auch „Binsenweisheiten“ sind hin und wieder zu zitieren, da sie in der Selbstverständlichkeit gern untergehen, obwohl sie zumeist Richtiges und Wichtiges anmerken.


8521

Kurzundwichtiges“ kann sogar auf Satzzeichen verzichten.


8522

Arbeit nur als Betäubungsmittel zur Lebensbewältigung macht süchtig und zielt letztlich auf das Versagen hin.


8523

Eine klar arbeitende und transparente Infrastruktur basiert auf Technik und Wissenschaft im Zusammenspiel menschlich-humaner Bedürfnisse. Ideologie bedeutet Sabotage.



© Raymond Walden

 

 

 


Donnerstag, 20. Juni 2024

Sequenzen von Skepsis (623)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


8388

Verschiedene kleine, eher unbedeutende Dummheiten potenzieren sich in Koalitionen zum Totalversagen bis hin zum Systemsturz, latent zunächst, bald eskalierend, dann unumkehrbar: Dummheit regiert nicht demokratisch, sondern diktiert im Anschein von Demokratie.


8389

Der militärische Kadavergehorsam gebärdet sich als eine naive wie sadistische Entgleisung menschlicher Intelligenz, welche sogar religiös gesegnet wird, durch Hass aufgebaut, zur Entladung gebracht in primitivstem Zerstörungswahn.


8390

Je mehr Menschen, desto länger die Warteschlangen im Alltag, es sei denn, die Infrastruktur trägt dem Bevölkerungsanstieg Rechnung.


8391

In der Verleumdung des politischen Kontrahenten entblößt sich der Verleumder als das, was er selbst wirklich darstellt.


8392

Wenn im gesellschaftlichen Leben

Minderheiten das Sagen haben,

muss es Verwerfungen geben,

denn Probleme werden vergraben,

Fragen falsch gestellt,

Antworten weisen die Irre,

diktieren das Bild der Welt,

das endet im Waffengeklirre.


8393

Qualität ist ein Zeugnis des kreativen ehrlichen Menschen. Sie ist köstlich und wertvoll.


8394

Wo „Gott“ ist, fehlt kein Krieg. Beweis: Die Geschichte der Menschheit.


8395

Die ursprüngliche, aber immer wieder betrogene Geschäftsidee ist der Gewinn für beide Seiten.


8396

Mühelos haut Werbung übers Ohr, verblendet und verschleiert Augenlicht und Verstand.


8397

Vereinen sich Empfindung und Können, mag Kunst keimen und erblühen.



© Raymond Walden




Samstag, 1. August 2015

Sequenzen von Skepsis (208)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

2629
Die eine Sonne geht für alle Menschen anders auf und unter, am ganz persönlichen Horizont.

2630
Wenn Lebenslast die Lust des Lebens verdrängt, mag Weisheit willkommene Erleichterungen finden.

2631
Am aufgeklarten Himmel der Aufklärung gibt es an einer weisen Tafel die köstliche geistige Nahrung von Logik, Kausalität und Einfühlsamkeit.

2632
Zu schnell wird Bosheit unterstellt, da man die soziale Vorgeschichte nicht kennt, die eigentliche Gefangenschaft im Geiste vielleicht sogar teilt.

2633
Man unterschätze nie die rohe Primitivität und die Bildungsresistenz des Interimsmenschen, fürchte allgegenwärtig seinen Glauben wie die Verlogenheit in seiner unreflektierten Bewusstseinsspaltung.

2634
Einen Satz, oh Autor, pro Tag zugunsten von aufgeklärter Freiheitlichkeit sollte dir deine Unabhängigkeit schon wert sein.

2635
Schönheit erklärt sich subjektiv, nicht so selten aus gegenteiligem Erleben und neigt euphorisch zum Absoluten, das schwärmerischen Ursprung hat und ganz hässlich ins Leben eingreift.

2636
Am Ende ist Schluss, letztendlich
final, total, real!
Kein Dacapo, kein Neuanfang und
– welche Freiheit –
keine Endlosigkeit in Ewigkeit.
Sic!

2637
Das Herz eines Staates ist seine Infrastruktur.

2638
Der Mensch könnte Ängste abbauen, lindern, verhindern, doch fehlt es fast immer an Mut.

2639
Die Geduld des Meeres zermahlt den härtesten Stein, doch allgegenwärtige Gravitation backt aus den Sandablagerungen neues Gestein. Stagnation ist wohl sehr relativ.

2640
Auch freiheitliche Aphorismen werden ungeniert ideologisch und spiritistisch vereinnahmt, denn die überragende Dummheit versteht weder den Autor noch sein Anliegen.

2641
Global gipfelt Dummheit in Realpolitik.

2642
Um des Friedens Willen sagt man nicht alles, manchmal gar nichts – und schon gar nicht jedem kann man Wahrheit zumuten.

2643
Realpolitik bestreitet, in doppelter Bedeutung, den Verrat der Menschlichkeit, die Missachtung der Menschenwürde und die Verletzung der Menschenrechte. 


Copyright:  Raymond Walden,  www.raymond-walden.blogspot.de