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Donnerstag, 11. November 2021

Sequenzen von Skepsis (457)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


6502

Gesellschaften kippen um wie Kegel, denn sie entbehren wegen ihrer ganz üblichen Verlogenheiten eines stabilen Fundaments und beginnen in der Regel zuerst sprachlich zu torkeln, dann inhaltlich zu stürzen und gewürfelt am Boden liegenzubleiben. Anders als auf der Kegelbahn fegt die wehleidige und angstbesessene Gesellschaft bereits der Atemhauch aus dem Gleichgewicht; es bedarf keiner schwer rollenden Kugel von außen auf Kollisionskurs, kranke Gesellschaften hauen sich selbst aus dem Lot, von der Bahn. Das ist die Stunde der ähnlich veranlagten Gegner aus allen Richtungen. Diktatorische Ideologien wetteifern und schlagen ein, erstarken in ihren Ausgrenzungs- und Ausschlussideologien, mit aller missbrauchten Staatsgewalt.


6503

Feierlichkeit ist nicht an Wahrheit gebunden, überhöht auch die Lüge, stilisiert Gewalt und weiht den Mord, mimt der Götter Wort.


6504


Wieder gerät die Welt aus den Fugen, aber war sie je gefügt, je gefugt oder doch nur grob verkeilt, zusammengeschustert, unpassend geleimt, dazu morsch, löchrig, stinkend vor Unechtem, Gefälschtem, Aufgeblasenem? Digital folgt nun die Beschleunigung der Zunahme der kontrollierten Verwaltung von Maßnahmen aufgrund irrwitziger Modellrechnungen pandemischer Gehirnerkrankungen und/oder ererbter längst schon immer grassierender Bosheit sogar gegen das geistig inzüchtige wie dekadente „Ich“.


6505

Es bleibt festzuhalten, Hysterie erbricht sich aus Unberechenbarkeit, gleichgültig, wann und wo, in welchem Ambiente, in welchem Amt. Das sich zu vergegenwärtigen, schützt vor Enttäuschungen und Überraschungen, gewährt Vorsprung und Überlegenheit bei Reaktionen sowohl auf hysterische Personen wie auf ihre evenzuell sogar hoheitlichen Entscheidungen, sofern nicht schon Hysterie die totalitäre Staatsmacht ausübt. Es ist wichtig, Hysterie als solche zu erkennen und nach Möglichkeit zu durchschauen, die eingeschränkte Demokratietauglichkeit und Demokratiefähigkeit nicht zu unterschätzen, gar schönzureden.


6506

Das Gesicht eines Landes ist Menschenwerk, auch im Falle entgleister Gesichtszüge oder zwielichtiger Maskerade.


6507

Heimat ist ein Grundrecht, erst recht, wenn sie geschmäht und verhöhnt, verleumdet wird von entwurzelten Horden und geistlosem Treibholz.


6508

Je weiter der Heimathorizont, desto erleuchteter die Perspektive auf Menschlichkeit.


6509

Es ist keineswegs menschlich, dass der Mensch unmenschlich sei.



© Raymond Walden




Montag, 17. August 2020

Corona-Hysterie


Corona bezeichnet eine dramatische und grausame Krankheit.


Aber viele Existenzen mehr werden gnadenlos zerstört durch die globale Corona-Hysterie, die eine drastische Realität aus Angst und Dummheit dokumentiert.


Die Mischung, geschürte Furcht und indoktrinierte Ignoranz, ist ja nun seit jeher als Machtmittel von Regierenden gegenüber zu entmündigenden und zu unterdrückenden Völkern bekannt. Auch Orwells totalitären Schweine (Animal Farm) herrschten dem Prinzip gemäß.

Dabei spielt es keine Rolle, ob sich Nazis, Kommunisten, Kapitalisten oder Nationalisten jeglicher Glaubensrichtungen als „Schweine“ aufspielen, sogenannte „Wissenschaftler“ sind immer mit von der Partie.

Wirkliche, seriöse Wissenschaftler hingegen landen im Abseits – oder sogar in der Verbannung.


Mit Wissenschaft nicht, mit Verantwortungsbewusstsein nicht, mit freiheitlicher Aufklärung und Demokratie nicht – und nicht mit kosmonomer Philosophie hat dieses irrwitzige Welt-Theater etwas gemeinsam.

Die bedrohliche Krankheit Corona verlangt indessen humanes, intelligentes, definitiv wissenschaftliches, objektivierbares, kausales Vorgehen zur Gesundung des Einzelnen – und besonders auch der Gesellschaft.


Panik erzeugende und befeuernde Medienkampagnen, basierend auf politischer Inkompetenz bezüglich eines ernsthaften medizinischen Problems im Jahre 2020, erweisen sich aber, nunmehr seit Monaten, als desaströse Irrwege.


Kulturvölker der Welt, das kann nicht euer Ernst sein!

 

 


 

Montag, 13. Juli 2020

Und Sie?



Das Kosmonomische Manifest wird hoffentlich
weltweit Freunde gewinnen
denn pandemisches Chaos
tötet Personen
ruiniert die Wirtschaft
schändet Kultur
beleidigt Wissenschaft
tötet Freiheit
genauso wie
persönliche Unabhängigkeit
und Humanität
Meinungsfreiheit und freie Rede
verratend
Demokratie verlierend
Würde
Humanität
panische Hysterie rund um den Globus
pandemisches Chaos die Intelligenz attackierend!

UND SIE?



Donnerstag, 9. April 2020

Ich lass dich nicht verkommen


Vollmond ist's,
der erste im Frühling 2020,
in Erdnähe,
die sonnigen Tage treiben aus
hell und klar,
Leben zieht ein
quirlig, singend, duftend.
Venus strahlt in höchstem Glanz,
zeigt sich dem Kundigen sogar am Tag.

Wo aber sind noch geistig Erleuchtete,
aufgeklärt und sinnenfreudig?

Pandemie beherrscht Menschenmassen,
nicht die konkrete Krankheit selbst,
deren Möglichkeit die Konsum- und Wachstumsgläubigen
natürlich unvorbereitet traf,
jetzt unfähig zu koordinierten Gegenmaßnahmen
und zu keiner abgestimmt schlüssigen Forschung
im gemeinsamen Weltinteresse fähig.
Experten“, zumeist per Eigendefinition, tönen hohe
Lieder von willkürlichen Statistikkonstruktionen
und Ratschlägen im Dienste jeweiliger Beschränktheitsregionen.

Das Volk wird indoktriniert rund um die Uhr
im Hysterie-TV, über Pandemie-Radio sämtlicher Kanäle,
im Panik-Blätterwald und
im unermüdlichen Chaos-Aktionismus
der Schuld erahnenden Konzeptionslosigkeit.

Komme zu dir, o Mensch,
oder besser: bleibe bei dir!
Halte Abstand, schalte ab, schalte aus!
Pflege Sauberkeit – körperlich und geistig.

Zuwendung und Hilfe den Kranken,
Dankbarkeit und Anerkennung für alle Pflegenden und Heilenden!

Schöpfe Zuversicht, o freier Geist, und Verantwortungsgefühl,
bestärke dich und deine Mitmenschen
in frühlingshaftem Erwachen, in realistischen Plänen,
vergiss nicht, auch zu träumen,
und schon gar nicht verliere die Bedeutung
von freiheitlicher Emanzipation, von Demokratie
und kausaler Aufgeklärtheit.

Frühling? - Ja du bist's! (Eduard Mörike)
Ich lass dich nicht verkommen!



Samstag, 28. März 2020

Sequenzen von Skepsis (370)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

4739
Die Blüte im Wind möchte gesehen werden und lädt zu duftigem Verweilen ein.

4740
Sonnenlicht klingt auch in Mondscheinsonaten und in träumenden Abendliedern.

4741
Alles Bleiben wird von den folgenden Generationen gestaltet.

4742
Vor dem Orchester unserer Gefühle schlägt das Herz den Takt.

4743
Wie einsam und verloren lebt es sich, wenn freies Denken im familiären Umfeld, im Freundeskreis, in demokratischer Gesellschaft verschwiegen nur geduldet wird. Aber ist nicht Verlorenheit die Basis von Freiheit – und ihrem Wunsch nach Geborgenheit? Freigeistiges Schweigen reift zum Kompromiss und nicht zur Gleichgültigkeit oder Einigelung.

4744
Kritik beruhigt keinen Hysteriker, bringt ihn stattdessen richtig in Fahrt.

4745
An „Medien“ muss ich nicht erkranken.

4746
In Panik die Verfassung zu ändern, vollendet den Wahnsinn, scheint aber sogar unbemerkt möglich.

4747
Der Tag bricht an, die Wolken auf, es strömt. Dann reißt der Himmel auf und Leben pulsiert.

4748
Im kurzen Leben Zeit zu vertreiben, scheut sich vor Sinngebung, mag auch Genügsamkeit beschönigen.

4749
Geschürte Massen,
so leicht zu bewundern, postwendend zu hassen,
beides liegt mir so fern.
Individueller Charakter mit aufrechtem Kern
erscheint mir so selten,
ihn erträumt' ich wie andere Welten.

4750
Glaubet doch nicht, der Mensch wolle denken!
Wisset, er will gläubig befehligt werden;
dann fühlt er sich bedacht,
wenngleich die Befehlenden zuerst an sich glauben.

4751
Wissenschaft erlangte hygienische Objektivität, wäre da nicht das egoistische Glauben im nicht immer so weißen Kittel.

4752
Der unreflektierte Mensch – er ist die Regel – glaubt alles, in der Tat alles, was ihm eine routinierte Indoktrination im ständigen Repetitorium eintrichtert. Er lässt entsprechendes Tun gewähren und eigene (Un-)Taten folgen. Mit „reinem“ oder gar keinem Gewissen.

4753
Das in den „Medien“ unermüdlich präsentierte „Expertentum“ erweist sich einer Überprüfung durch unabhängige, wirklich qualifizierte Sach- und Fachkundige überaus würdig.


© Raymond Walden




Dienstag, 3. März 2020

Menschliches Glauben: "Naturheiler" auf dem Vormarsch (S. 70)


August 1997

Während aufgeklärte Stimmen mahnen, dass im medizinischen Bereich immer mehr Esoteriker (darunter auch ausgebildete Ärzte) ihr Unwesen treiben und die Krankenkassen genauer ihre diesbezüglichen Kostenerstattungen prüfen sollten, kommt ausgerechnet von den Grünen des Bundestags Einspruch: Eine intensivere Kontrolle könnte das Recht auf Glaubens- und Meinungsfreiheit einschränken!
     Demokratie wird zunehmend zum Spielball vorgetäuschter Wahrheiten! Stimmig in solchem Sinne ist denn auch das Vorhaben, in Lage-Hörste eine homöopathische Klinik für 30 Mio. DM zu bauen. Die Kassen sollen davon überzeugt werden, die Patientenaufenthalte zu bezahlen. Die Bezirksregierung Detmold hat jedenfalls schon grünes Licht gegeben. Ich bin sicher, den Verantwortlichen könnte auch ein Aufenthalt in der „Para-Klinik“ nicht helfen.




Trauersüchtig und kultverrückt (S. 70)

September 1997

Der plötzliche Tod der Lady Diana entbehrt sicherlich nicht einer gewissen Tragik; Betroffenheit und Mitgefühl sind persönliche Angelegenheiten, die zu respektieren und nicht zu kritisieren sind. Dennoch ist der Trauerfall auch ein extensives Beispiel für Massenpsychose, dekadente Geschäftssucht und Bewusstseinsspaltung, für ein gestörtes Verhältnis zum Tod, zur Realität schlechthin. Das Besondere: Nicht nur die Klientel der Boulevardpresse verlor den Kopf, sondern höchste Staatsrepräsentanten reihten sich in das Gestammel von Dümmlichkeiten ein.
     Alles, was Diana öffentlich darstellte, verdankte sie ihrem permanenten Kokettieren mit der Klatsch-Presse, der sie Einblicke offerierte in ein Leben in Saus und Braus. Dass auch diese Lebensart mitunter krank macht und Sorgen birgt, mag Trost sein für viele, die in erbärmlichen Umständen leben. Jedenfalls haben Frauen und Männer auf der üblichen Lebensbühne häufig viel quälendere Schicksale zu ertragen in der Sorge um Partner oder Familie, bei Krankheit, Not und Gewalt. Niemand setzt diesen oft wirklichen Heroen der Lebensbewältigung ein Monument.
     Aber nicht zuletzt aus diesen Kreisen ist das nun so öffentlich zelebrierte Phänomen erwachsen, denn im hoffnungslosen Selbstmitleid identifizieren sich viele mit jedem Kitsch, intensiver gar, wenn er königlicher Herkunft ist. Das Leid von Königlichen ist königlich, ist göttlich, verlangt nach heiligsprechender Mystik, der sich aber auch Wohlstandsbürger – in ihrer saturierten Langweile oder aber in ihrem strapazierenden permanenten Statuswettbewerb – mit Pathos anschließen. Ganz nebenbei lässt sich vielleicht die eigene Doppelmoral zudecken, zog doch "England's Rose" schlicht und ergreifend mit einem Playboy herum, freilich nachdem ihre Ehe zuvor gescheitert war.
     Feierlich mahnende Worte des Bruders der so Vergöttlichten ertönten im Tempel aller Tempel Englands; nur wenige Tage später erfuhr die Öffentlichkeit, dass auch seine privaten Verhältnisse zerrüttet sind. Blender und Schwätzer sind es, die sich tagelang in all ihrer Trivialität feiern ließen, nicht zuletzt von einer medienverwirrten Gesellschaft, die in Ermangelung wirklicher Götter ihre Sucht nach einer kindischen Trauer und Kultischem in einer makabren Hysterie auslebte.
     Und dennoch gestehe ich meine Betroffenheit, ja Ergriffenheit im Hinblick auf den Menschen Diana und ihre engsten Verwandten, weil mich jeder Mensch anrührt, wenn er, aus welchem Grund auch immer, tieftraurig ist. Ich bin überzeugt, dass sich durch Aufklärung und Entmystifizierung das Leid der Welt leichter ertragen ließe. Aufklärung bedeutet auch im weitesten Sinne Lebenserleichterung.


© Raymond Walden



Samstag, 5. Oktober 2019

Sequenzen von Skepsis (353)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

4542
Hat entfachte Hysterie erst einmal die Massen erfasst, gibt es kein Halten mehr, die Welle muss sich totlaufen, was angesichts der Menschheitsgeschichte durchaus auch wörtlich verstanden werden kann.

4543
Welches Gedankengebäude kommt ohne Apokalypse aus? Sie erst macht das hohle Leben der Einfalt spannend.

4544
Je höher die Abiturientenzahlen, gar noch mit „sehr guten“ Zeugnissen, desto miefiger die Einfalt der Gesellschaft, die sich auf ihre Bildungserfolge auf der Basis von Niveauabsenkungen etwas einbildet.

4545
Längst regieren Kartelle, Banken und Konzerne, an deren Strippen politische Möchtegerne unterwürfig groteskes Theater spielen.

4546
Weltklimarat“!
Geht es noch anmaßender?
Geht es eventuell bescheidener?
Wer erdreistet sich in zumeist naturwissenschaftlicher Unbildung
und in fachfremder Ideologie?

4547
Tabus und Spießigkeit dienen als starre Schraubzwingen dem Zusammenhalt der Gesellschaft. Brechen sie weg, wird eine neue Gebäudestatik erforderlich, deren komplexe Berechnung meist in Überforderung scheitert.

4548
Warst du Kind an einem See, besitzt er dein Herz.
Der See, wo immer du ihm wieder begegnest,
raunt bei Stille seine Geheimnisse
und ruft dich aufbrausend im Sturm.
Du aber findest Ausgleich, Gelassenheit und Mut.
Du liebst ihn für alles.

4549
Am Seeufer und an der Meeresküste gedeihen Charaktere.

4550
Ein Mikrouniversum der Menschheit tut sich auf, wenn ein begehrter Campingplatz sich belebt.

4551
Kurzsichtigkeit erblickt keinen Horizont, fühlt Hindernisse in jeder Richtung.

4552
Irgendwann legt sich aller Wind, die Wasser glätten sich und spiegeln alles, das der Mensch hineinphantasiert. Die verlässliche Wirklichkeit aber verlangt eine frische Brise und schützt sich vor Sturm.


© Raymond Walden