Wenn Zivilisation auch darin begründet liegt, dass der Mensch eine unantastbare Würde hat, entspricht es der Logik, dass es unwürdig ist, Menschen gegen ihren Willen zu töten. Und zwar gilt der Satz für beide Seiten, für den aktiv Tötenden wie für den passiv den Tod erleidenden Menschen.
Nicht von dieser Logik betroffen sind die Fälle von Notwehr sowie die humane Sterbehilfe; letztere bedarf aber noch eindeutiger freiheitlich-humaner juristischer Verankerungen und methodischer Absicherungen.
Mit eindeutigem Bezug zu diesen Ausführungen distanziert sich die kosmonomische Betrachtungsweise unmissverständlich von allen (primitiven) Gesellschaftsordnungen, die juristische Todesstrafen verhängen und vollstrecken, und ebenso von denen, die sogenannte „Wehrpflicht“ als Zwang zum Morden und Sterben von den Bürgern verlangen.
Die gängige Missachtung beziehungsweise bewusstseinsgespaltene, doppelmoralische Interpretation des besonders religiös wie ideologisch gepredigten Nichttötungsgebots, um dennoch ungeniert massenhaft zu töten, ist wesentliches Merkmal des Interimsmenschen, seines evolutionär unfertigen Geisteszustands, den es zu überwinden gilt.
Der Wert des Lebens wird durch nichts übertroffen.
In dieser Gewissheit ruht Frieden, wurzelt Menschenwürde, aktivieren sich der Schutz und die Pflege des Lebens.
Gegen alle immer wieder neuen und aktuellen Kriegstreibereien!
„Weltfremdheit“?
Aber ja doch.
Eine „unmenschliche“ Welt, die in gelassener Grausamkeit weit höhere Anstrengungen zur eigenen vor allem kriegerischen Vernichtung als für das Gesundheits- und Bildungswesen unternimmt, ist nicht nur fremd, sondern in unerträglicher Weise feindlich, begründet auf Verlogenheit und auf dem „Recht des Stärkeren“.
Wer sich dabei beim Verstoß gegen Menschenrechte und Naturgesetze auf religiöse und ideologische Phantastereien beruft, tut dies zwar „real“, vertritt aber nicht nur einige zugegebenermaßen edlen Werte für ein menschliches Miteinander, sondern seit jeher die Übermacht von lebens- und menschenfeindlichen Pseudolehren mit allen apokalyptischen Gewaltanwendungen, ja, weiter noch, unter Gewaltverherrlichungen.
Das ist die Bedeutung von „Weltfremdheit“, nämlich schizophrene Lebensdrangsal in einer Verleugnung der Lebensfreude in einer Welt phantastischer Lebensentwicklungen, die allerdings intelligent zu erforschen und zu erfahren sind in humanem Leben vielseitiger Koexistenz.
Für diese Werte der freundlichen Lebensphilosophie werden keine Wunder- und Pseudodogmen benötigt, sondern klares, aufgeklärtes Denken, das der Masse der „Interimsmenschen“ bisher freilich nicht zu eigen ist, das ihr von verschiedenst interessierten Propheten wie Schurken vorenthalten wird.
Zu dieser „Weltfremdheit“ steht Kosmonomie in entschiedener und konsequenter Distanz, was im Besonderen auch Frieden bedeutet.
Frieden!
Den angeblich doch alle wollen, die aber sogar in immer neu entfesselten Blutbädern ihre Verlogenheiten taufen.
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