Sonntag, 3. Februar 2013

Mehr ist nicht möglich



Die Masse ist zu keiner dezidierten Individualität imstande und stellt so der kosmonomischen Philosophie die fundamentale Frage nach der evolutionären Fortentwicklung des Menschen.
Logischerweise gibt die Kosmonomie keine Prognose, widersetzt sich aber allen Lehren der Apokalypse, allen Geheimbünden und Erleuchtungsreligionen, allen Verschwörungstheorien und nationalistischen Auserwähltheitsphantasien.

Wer zur Individualität befähigt ist, kann folglich eine geistige Heimat finden, einen Freihafen im Massengetriebe der chaotischen Kleinkariertheiten.
In einem Chaos, das zweifelsfrei seine zersetzenden und vernichtenden Potenziale noch ausbaut, gilt es, zumindest im eigenen überschaubaren Wirkungskreis positive Alternativen zu realisieren, sich vom Destruktivismus entschlossen abzugrenzen, eine kosmonome Identität zu praktizieren.
Mehr ist im gegenwärtigen Gesellschaftszustand des unfertigen Interims nicht möglich.

Sittenwächter, Geheimdienste, indoktrinäre Ideologieverfechter, Lobbyisten, Rüstungsprofiteure und unverhohlene Kriegstreiber bedrängen wie eh und je alle demokratischen Denkansätze, unterwandern sie, ehe sie sich überhaupt etablieren können.

Daraus ergibt sich für den unverfälschten Kosmonomen eine Verpflichtung zum eigenen Schutz und dem seiner Lieben, sich keinesfalls in ineffektiver Opposition zu verschleißen oder sogar zu opfern. Ein zerstörtes kosmonomisch empfindendes und denkendes Individuum bedeutet einen Verlust für die kosmonome intelligente Evolution.
„Intelligent“ charakterisiert speziell die Prinzipien der Pflege und Förderung menschenwürdigen Lebens, denn der gereifte Homo sapiens entwickelt eine argumentative Streitkultur in konsequenter Absage an Gewalt, an jene primitive Dummheit, die bisher immer hemmungslosere Kriegsexzesse und Zerstörungsorgien veranstaltet – und das unter dem Banner von Moral und Freiheitlichkeit, für deren Ausmerzung und Verhinderung im Vorfeld zügelloser Macht- und Raffgier alle Vorbereitungen getroffen werden.

Nein, Kosmonomie ist keine irrationale Glücksverheißung, sondern das wache Problembewusstsein bezüglich einer desaströsen Welt- und Wertegemeinschaft der Menschen.
„Lügt euch nicht selbst etwas vor!“ heißt der Selbstanspruch als Minimalvoraussetzung für menschenwürdiges Denken.
„Sicherheitskonferenzen“ aber, auf denen auch nur einer der Teilnehmer ungetadelt mit Krieg drohen darf, sind mit Sicherheit Zeugnisse bedauernswürdiger Geistlosigkeit, ja offener Intelligenzverachtung. 

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