Samstag, 16. Februar 2013

In einstiger Aufklärung


Gäbe es den propagierten Gott,
könnte ich ihm nur erbittert zürnen
und er wüsste genau,
dass er daran die Schuld trüge,
hätte er mich doch, wie es heißt,
nach seinem Ebenbilde geschaffen.

Dem Bild entsprechend, wird auch der Papst müde und krank,
stirbt wie sein Gott.

Nicht solche Naivität berührt mein Denken,
wohl aber die Dreistigkeit der Kleingeistigkeit,
wie sich geistige Armseligkeit behauptet.

Mich ergreifen Bedauern und Mitleid
mit den so hinters Licht Geführten,
Trauer und Verzweiflung mit denen,
die unter den Verblendeten darben und sterben.
Im Namen Gottes!

Es ist das Leid des Interimsmenschen,
der dem Schmerz als willfähriger Erfüllungsgehilfe dient.

Aber auch dieses Sklaventum wird sein Ende finden:
einst, in der kosmonomischen Sichtweise der Aufklärung.

Zu solcher Hoffnung braucht es Mut und viel Geduld,
denn ehe der Mensch durch Einsicht zur Moral gelangt,
ist ein langer unberechenbarer Entwicklungsschritt zu vollziehen.

Gegenwärtig bläst dem erschwerend
ein eisiger Wind der säkularen Massenverblödung entgegen.
Wer sich ausklinken kann
in einer eher seltenen Bevorzugung des Schicksals,
darf sich selbst beweisen,
ohne sein Glück voreilig aufs Spiel zu setzen.


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