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Montag, 26. Januar 2026

Sequenzen von Skepsis (751, Kleingeister-Edition)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9741

In der kleingeistigen medialen Gleichschaltung werden Wahrheiten frisiert, pervertiert oder ignoriert. Die Gleichschaltung selbst, als Tatsache, unterliegt diesem strikten Verfahren.


9742

Kleingeister gibt es so vielseitig wie zahlreich, dass sie die Welt zu beherrschen scheinen, doch die Welt weist Größen und Werte auf, an die Kleingeister in ihrem Durch- und Gegeneinander niemals heranreichen.


9743

Der Kleingeist verfügt im Allgemeinen über ein großes und loses Maul, besonders in gehobenen Amtsfunktionen.


9744

Die kompliziertesten Lebensfragen beantwortet der Kleingeist locker wie bedeutungsschwer in theatralischem Gehabe.


9745

So zahlreichen Uniformen haben einen kleingeistigen Zuschnitt.


9746

Großspurig ist der Auftritt des Kleingeists als Parteifunktionär, als Bonze; als Herdenschaf trottet er schmalspurig.


9747

Kleinkariert entwirft der Kleingeist globale Strategien in ideologischen Umnachtungen und in Verblendungen seiner eingebildeten Größe.


9748

Immer wieder dämmert dem Kleingeist Großes durch seine Enge.


9749

Ein Bezug zu Dimensionen ist dem Kleingeist selbstredend verwehrt.


9750

Bandbreite erreicht die Kleingeisterei in der Definition ihres Unsinns und in dessen Auswirkungen.


9751

Was für ein popeliger Kleingeist ist doch ein pöbelnder Präsident!


9752

Kleingeist treibt die Spießer an, und Prüderie kann auf ihn zählen, aber auch Folterknechte, Spitzel und Denunzianten, Bürokraten, Technokraten, Opportunisten und Intriganten. So „edel“ jeder und jede wie ihr Gerede.


9753

Kleingeist hat das Copyright für Tratsch und Gerüchte und für so manche Fälschung der Geschichte.


9754

Selbsterkenntnis ist dem Kleingeist kaum möglich, Zweifel betrifft vorwiegend die „Anderen“.


9755

Künstliche Intelligenz wird längst auch von Kleingeistern dirigiert.


9756

Mit Kleingeistigkeit bewaffnete Politiker rangieren durchaus hoch in der kleingeistigen Wählergunst.




© Raymond Walden




Mittwoch, 1. Januar 2025

Auf ein Neues

 


  • Wiederholungsversagern versagt man das Vertrauen.

  • Kriegstreibern begegne man beispielgebend entwaffnend.

  • Universitärem Unsinn gebührt öffentliche Missachtung.

  • Regulierungswut wäre „regelrecht“ zu zähmen.

  • Bildungsidioten agieren mit zertifizierter Dummheit.

  • Europa ist viel größer als Brüssel, lässt sich aber bürokratisch kleinmachen.

  • Lügenerkennung meint Bürgermacht, die gelebt werden will.

  • Politisierte Natur donnert und blitzt wie uralter Aberglaube und erlässt mehr als „Zehn Gebote“ für die pseudoreligiösen Massen.

  • Hunger und Not fragen nicht nach Jahreszahlen, denn ganz andere, bitter erforderliche Ziffern werden übergangen in fetten Argumentationen.

  • Eine freiheitlich-demokratische Verfassung wird nicht leichtsinnig, opportunistisch oder ideologisch manipuliert, ohne die Demokratie auszuhebeln.

  • Die zerstörerischen Kräfte im Parlament errichten Brandmauern wie zum Beweis ihres faktischen Demokratieunverständnisses.

  • Staatspräsidenten gibt es in drei Ausprägungen, als geachtetes Staatsoberhaupt, als Despoten und als Repräsentationsaugust, je nach Verfassung der Gesellschaft.




Sonntag, 8. November 2020

Sequenzen von Skepsis (388)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


4962

Wer sein Kind liebt, züchtigt nicht – das machen nur Götter, Teufel und ihre Gefolgsleute –, sondern unterweist einfühlsam, gleichwohl mit natürlicher Bestimmtheit und Verbindlichkeit.


4963

In Parlamenten und Universitäten verbirgt und protegiert sich weit unterschätzte Ignoranz.


4964

Am „Denglisch“ erkennt man die Inkompetenz wie die Konzeptionslosigkeit.


4965

In wesentlichem Sprach-Unverständnis stottert und stolpert Gender-Gestammel über grammatische Strukturen.


4966

Natur kennt keinen Nationalismus und keine Religion, aber widerspricht sich selbst im Menschen, der ja zur Natur gehört, denn er künstelt und halluziniert.


4967

An ungezügelter Vermehrung und gefräßigem Wachstum stranguliert sich die orientierungslose Menschheit, sie bemüht sich – gerissen und einfältig verführt – um ausgeklügelste Erarbeitung von Feindbildern und verweigert sich einer Perspektive für ein würdiges globales Miteinander. Das ist der Status des Interimsmenschen, rundum unfertig!


4968

In pandemischer Verwirrung bittet der „Mainstream“, hoffnungsvoll hingehalten und rigoros bewacht, erst um die Eingrenzung der persönlichen Freiheits-Rechte und schließlich, beinahe unbemerkt, um deren Liquidation, um ihren Tod – freilich mit ungewisser Hoffnung der Auferstehung nach dem Fall.


4969

Für den indifferenten Herdenmenschen ist „Wahrheit“ das, woran er glauben möchte und „soll“, und sei es die fette Lüge, die skurrile Fata Morgana oder die personifizierte Dummheit.


4970

Wie berührt uns ein und dieselbe Musik verschieden im Freudentaumel, im Trauerfall, beim Abschiednehmen oder Wiedersehen, in der Katastrophe anders als nach der Rettung. Die Seele komponiert mit, färbt Klänge, interpretiert Takte, bestimmt sogar Tonarten als ein wesentlicher „Notenschlüssel“.


4971

Die faktische Bindung des Präsidentenamtes an persönlichen materiellen Reichtum garantiert in keiner Weise Reichtum an Weisheit, auch nicht an Lauterkeit. Die Verfassung des „Landes mit dieser Unmöglichkeit“ müsste von solchem Makel gereinigt werden, um länger als vorbildliche Demokratie gelten zu können.


© Raymond Walden