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Donnerstag, 22. Oktober 2026

Kosmonomische Reserviertheit und Vorsicht

 


Die Natur

in ihrer unumstößlichen Gesetzlichkeit

ist wertfrei, kompromisslos

und aus Sicht des Menschen in seiner Werteorientierung

grausam.

Zweifellos jedoch ist der Mensch Teil der Natur,

er entstammt ihr,

entwickelte sich in und aus ihr

bis zu seinem Bewusstsein

mit Wertekreationen

und daraus folgenden moralischen Sittlichkeitsansprüchen.


Zwischen diesen Ansprüchen und den Grausamkeiten der Natur

verdeutlicht sich der Unterschied zwischen

dem mehr oder weniger bewussten Dahinvegetieren

und dem kultivierten zivilen Leben,

das wir, zumeist recht oberflächlich,

als „menschlich“ bezeichnen.

Das wirklich Menschliche

unterliegt nicht dem naturüblichen „Fressen und Gefressenwerden“,

sondern ergreift bevorzugt Partei für Alles

dem menschlichen Leben Zugewandte,

für die Förderung

und zum Schutz menschlichen und menschenwürdigen Lebens.


Es handelt sich dabei um das reale Dasein,

nicht um ideologische, religiöse und esoterische Spinnereien und Dogmen,

die allerdings nach wie vor weitest verbreitet sind

in einer Menschheit, die dadurch ihren unfertigen

Entwicklungsstand auf dem Weg zur höher erweckten Menschlichkeit

immer wieder schmerzlich unter Beweis stellt.


In seinen primitiven Machtausübungen folgt der „unfertige“

Interimsmensch durchaus dem „Fressen und Gefressenwerden“,

man schaue nur in die Geschichtsbücher und vergegenwärtige sich

das Aufstreben, Aufblühen und Zerfallen der machtgierigen Herrschaftssysteme,

die in ihrer jeweiligen primitiven, auch dekadenten

Verrohung keine Opfer und Grausamkeiten scheuen

und heute nur noch effektiver ihre Unmenschlichkeit,

ihre Unterentwicklung demonstrieren.


Eine gereifte Zivilisation steht für Lebenspflege

wie für Lebensschutz,

was zugleich für Mensch wie Natur gilt,

da sich menschenwürdig Menschliches aus der Natur

in direkten Abhängigkeiten voneinander aufbaut.


Moderates Fazit zu einer folgerichtigen Lebensbewältigung:


Niveauvolle Menschlichkeit blüht im Frieden,

barbarisch primitive Unmenschlichkeit ergötzt sich am Krieg zu Tode.


Keiner der aktuellen Kriegstreiber auf dem gesamten Erdball

hält einer intelligenten menschenfreundlichen Charakterprüfung stand, denn alle paktieren mit Tod und Verderben,

in ruchlosem Egoismus Millionen von friedfertigen Menschen

aufgezwungen,

die alle ein Recht auf menschenwürdiges Leben haben,

ein Recht auf Anklage unter moralisch-ethischen Gesichtspunkten gegen Natur- und Menschenschänder

und alle ihre Helfershelfer.

Das heißt nun nicht, in einen aussichtslosen „Kampf“ zu ziehen, sondern kosmonomische Friedfertigkeit zu bewahren, sie bewusst zu pflegen in der realen Einschätzung, wo und wie man sie überhaupt erwähnen könnte, vielleicht auch sollte.

Stets ist zu bedenken, dass weggesperrte, gar getötete kosmonomisch denkende Menschen niemandem mehr nützlich und hilfreich sein können.

Kosmonomische Philosophie sollte im eigenen Interesse kosmonomische Reserviertheit und Vorsicht walten lassen. 

 

 

 

Dienstag, 2. Juni 2026

Sequenzen von Skepsis (775)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


10034

Ich mag einen Stern als Symbol vor meinem Geburtsdatum für mein Kommen in ein inspirierendes Universum, aber vor mein einstiges Todesdatum wünsche ich mir zwei Sterne zum Symbol für Ein- und Ausgang, gemäß den Naturgesetzen vom Werden und Vergehen, für mein Verlassen des Kosmos, in dem es durchaus Nachschwingungen der Erinnerungen gibt.


10035

Krieg ist Verbrechen und Dummheit zugleich: Morden und Sterben für satanische Zwecke und Ziele.


10036

Mit Religion ist kein Staat zu machen, schlechterdings nur ein Unrechtsstaat. Und von diesen gibt es reichlich.


10037

Mein Kind, ich wünsche dir etwas, das du erst später verstehen mögest; ich wünsche dir, dass du einst die Primitivität wie die Unaufrichtigkeit des unterentwickelten Interimsmenschen ablegen kannst und gereift alle die von ihm vollzogenen Wirren der Welt überstehst und Freunde findest.


10038

Ihr Freien im Innern, hütet besonnen eure gereifte Friedfertigkeit und sät Frieden aus, aber nicht durch ideologisches Missionieren, sondern durch Treue zu euch selbst und durch euer bemerkenswertes, freiheitlich-humanes Beispiel.


10039

Der Wille zum Frieden und die Friedensfähigkeit des Interimsmenschen sind tragisch unterentwickelt, und die angebliche Notwendigkeit des Krieges mit allem Hass und Leid fesseln und begeistern die Kleingeister geradezu immer wieder neu.


10040

Der Titanic vergleichbar, steuern unsere Politiker das Staatsschiff auf den Eisberg des Krieges zu, während das kreuzfahrende, in Ignoranz dämmernde Volk vom besten Schiff träumt, das es je gab, da es bereits Schlagseite hat wie der torkelnde Kapitän samt seiner Mannschaft.


10041

Es brennt bereits lichterloh in der Kapitänerie, aber das Volk hinter der Fichte glaubt an Champagner-Feuerwerk auf der Sahnetorte. Man würfelt auch gerade, zu welchem Geschlecht man sich heute zählt.


10042

Westliche Christen verteufeln Putin und hassen alles Russische. Östliche orthodoxe Christen verteufeln Trump und hassen die USA mit ihren deutschen Vasallen und den ganzen „Westen“. Nicht anders verfahren Juden, Islamisten und Mohammedaner, etc. untereinander: Alle unter „dem Einen Gott“. Der religiöse Glaube hat sie alle verstrahlt.


10043

Erwachet, solange noch Frieden überhaupt irgendwo eine Lebensoption ermöglicht!


10044

Drei führende deutsche Fernsehanstalten am 1. Juni 2026: Nicht weniger als 19 Krimis im Programm über den ganzen Tag verteilt. Das ganze Leben ist ein Krimi, und abends in den Nachrichten ergänzen die Kriege in Zusammenfassungen und Frontberichten die totalen Entgleisungen des orientierungslosen Menschen.

Und du, mein Freund, meine Freundin, mein Nachbar, mein Kollege, wo gehst du, wo stehst du? Oder erliegst du bereits?



© Raymond Walden