Da singen Fehlgeleitete vom Frieden
und glauben den Kriegstreibern wie den Hass Gebärenden.
Gläubige hoffen auf Gnade „Gottes“ und Freiheit hienieden,
rüsten gewaltig auf und beten den Irrtum an, den immerwährenden.
„Gott“ und Krieg waren seit jeher eins,
„Gott“ war „mir uns“ schon einige Male
gegen alle möglichen Länder, von denen verschonte man keins,
zum Morden und Sterben gezwungen, es war das Normale.
Millionen Menschen kehrten nie wieder heim,
aber „Gott“ kommt immer wieder zurück,
ist ewig, natürlich wieder da, man predigt exakt den alten Reim
von Wehrpflicht und Vaterlandsehre, von Treue und Soldatenglück.
Der „eine Gott“, aber auf allen Seiten!?
Christlich soll er sein, doch innerlich offenbar zerrissen,
denn er muss, so glaubt man, alle Kämpfer gleichzeitig begleiten,
mit anderen Worten: Die Mordenden und Sterbenden
wie alle unter Kriegen Leidenden
werden rundheraus beschissen,
zu Tode geschunden die Scheidenden,
denn diesen „Gott“, wer hätte das gedacht,
haben teuflische Menschen zur Welt gebracht.
Nun gehet hin und denket nach,
aber ehe es wieder kracht,
erspart der Menschheit die Schmach,
über die als feister Kriegsgewinnler der Teufel gar höhnisch lacht.
Wie, du bist auch schon Rüstungsaktionär?
Das dacht' ich mir schon so ungefähr.
Ich und enttäuscht?
Keineswegs, du hast mich ja nicht einmal getäuscht.