Mittwoch, 1. Januar 2014

Die Welt versteht nicht, ...


denn die Welt – das ist der Mensch.

Erst das menschliche Bewusstsein lässt die Welt entstehen.
Kein Sandkorn, kein Mikroorganismus, weder der Globus noch das Weltall verfügten über irgendeine Bedeutung, gäbe es nicht das individuelle Bewusstsein.
Ohne den Menschen lebte universal keine Wahrnehmung, es waltete gleichsam eine sinnlose Existenz von ... ja, von was überhaupt?
„Sinnlos“ nimmt genauso wie „sinnvoll“ immer Bezug auf den Menschen im Detail wie in der globalen Gesamtheit.
Das Universum vergeht zum Nichts, es ist von Bewusstsein abhängig, gestaffelt im jeweiligen Status quo der Ausbildung von Intelligenz.
Sie spiegelt sich wider in den unterschiedlichen Weltbildern, die als Folge ihrer Beschränktheiten in Konkurrenz treten, in dogmatisches Getümmel und Gemetzel.

In der noch primitiven Intelligenz herrschen Denkarten der Selbstüberschätzung vor, man glaubt, im Besitz der reinen Wahrheit zu sein, die allein für alle Menschen gültig sei; mit Wissen und Intelligenz hat das allerdings nichts zu tun, umso mehr aber mit Egoismus, Übervorteilung und ungerechtfertigter Vorherrschaft.
Derartig in regionale Interessenkonflikte eingebunden, versagt Intelligenz völlig, sie verhindert oder ideologisiert Bildung und strebt in methodischer Friedensheuchelei von Krieg zu Krieg, nämlich von Dummheit zu Dummheit.

Immerhin hat sich Intelligenz so weit entwickelt, allgemeine Menschenrechte zu erkennen, sie auch zu formulieren, bei der Interpretation und Umsetzung klafft jedoch die Bewusstseinsspaltung gewaltig auf, die den Menschen zum Mörder werden lässt, weil er seine eigene Endlichkeit im Trost von skurrilen Jenseitsversprechen geistig nicht bewältigt.
Religionen und pseudoreligiöse Ideologien der Welt schreiben die Stagnation in der Trostlosigkeit fest, sie manifestieren den Zustand des „unfertigen“ Interimsmenschen, der nicht versteht und eben aus dem Unverständnis keine weitere Intelligenzausbildung, keine Erkenntniserweiterung anvisieren kann.

Ein kosmonomisches Menschenverständnis, das einen konsequent friedfertigen Selbstwert entwirft (Kosmonomisches Manifest), bleibt weiterhin auf der Strecke.
Frieden ist dem gemaßregelten Interimsmenschen ein diffuser Gegner, stellt doch Friedensfähigkeit das gesamte Interimsverhalten infrage.

Im Feindbild erkennt das Interim seinen Sinn zur Missionierung, Bespitzelung, zum Betrug, zur Ausbeutung und Unterwerfung, zur Demütigung und Folterung, zur Vernichtung des Mitmenschen – jeweils im Namen der Alternativlosigkeit von Scheinheiligkeit und stilisierten Wahnvorstellungen angeblicher Heilslehren und Wertekreationen.

Wahrnehmung ist Menschenwerk, der Mensch in seiner Gesamtheit schafft sich in dem Kontext seine Welt.
Erst wenn er unvoreingenommen Zusammenhänge und nicht Glaubensmärchen analysiert, ergibt sich eine Grundlage zur Fortentwicklung von Menschlichkeit, die  bisher kaum einen globalen Denkansatz aufweist.
Feindbilder wären abzubauen, die eigentliche Herausforderung besteht in der kausalen Humanisierung des Lebens, gemeint ist damit die futuristische Entgöttlichung, die Absage an Orakel und Scheinwelt und die Konzentration auf eine starke mitmenschliche Globalgemeinschaft, auf eine Empathie gegenüber dem Menschsein im Allgemeinen wie im konkreten Alltag.
Noch ist die Masse der Menschheit geistig dazu viel zu unreif. Interessierte Kreise von unreifen Machthabern verhindern im Angesicht der Bevölkerungsexplosion mehr denn je das Erwachsenwerden des Menschen.

Jede freiheitliche Stimme, die sich dennoch überlegt und furchtlos erhebt, gewinnt dadurch mehr an Bedeutung für das aktuelle Geschehen wie im Hinblick auf Würdigung von Historischem und für künftige Gesellschaftsentwicklungen in einem real lebensbejahenden Bewusstsein.


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