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Mittwoch, 14. Oktober 2026

Sequenzen von Skepsis (803)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


10355

„Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.“ So oder so ähnlich wird schon Kindern die christliche Religion eingebläut. Demnach gibt es neben diesem „Gott“ auch noch andere „Götter“, die sich aber mit ihm nicht vertragen. Ein Feindbild wird aufgebaut; wozu wohl? Zum Hassen und Verteufeln. Religiöser Krieg ist also vorprogrammiert ebenso wie die absolute Unterwerfung unter diesen einen einzig richtigen „Gott“. Alle zivilen Werte der Aufklärung von freiheitlicher Demokratie Emanzipation und Toleranz sind somit ausgehebelt. Entsprechend verhält sich die Menschheit auf diesem Globus seit Menschengedenken. Fazit: Religion ist eine Geißel der Menschheit. (Siehe auch Raymond Walden „Menschliches Glauben“.)


10356

Hinrichtungen nun auch live im Fernsehen? Auf diesen Beweis US-amerikanischer Dekadenz und rückschrittlich primitiver Verkommenheit hat die Welt noch gewartet!

Trusting in God? Aber der kennt doch keine Gnade – in seiner offensichtlichen Nichtexistenz.


10357

Tritt Wahrheit unmissverständlich deutlich ans Licht, mögen religiöse Regenten nichts sehen, nichts hören, nichts anerkennen, nichts bereuen, auch ändern nicht. Sie reagieren aggressiv und verteufeln die Wahrheit in feierlich geheiligten Sprüchen, mit offenen Brüchen von Gesetz und Moral – irrational eben, religiös ganz normal.


10358

Mit „Gott erhalte Franz den Kaiser“ oder „God save our gracious King“ wie auch „Heil dir im Siegerkranz“ intoniert die Unfähigkeit zur Demokratie ihre eigene Unterwürfigkeit und Zersetzung.


10359

Nun sollen „die Russen“ auch für den Brexit verantwortlich sein. So perfide erklärt man eigene britische Dummheit, keineswegs aber nur in Großbritannien.


10360

Will die CDU ihre demokratische Standfestigkeit beweisen, verordnet sie ihren Abgeordneten, die ja dem eigenen Gewissen verantwortlich sind, geschlossen die Abstinenz etwa bei einer Ministerpräsidentenwahl. Sie sollen alle einheitlich den Parlamentssaal verlassen, damit ja keiner von der verordneten Marschrichtung abweiche. Mit derartig hinterhältigem Demokratieverständnis bereitet man sich auf den Verweis aus dem Parlament für immer durch die Wähler vor.


10361

Komiker als Hetzer. Wer schaut da noch hin und lacht verhetzt? Und wer bezahlt auch noch dafür?


10362

Weltweit eine grässliche Pandemie: Bildungsmangel. Man doktert erfolglos herum und infiziert sich immer wieder neu, ideologisch, also verlogen.


10363

Ein Komiker als deutscher Bundespräsident – gemäß einer Petition und der tatsächlichen Entrücktheit dieses Landes entsprechend? („Hurz“!)


10364

„Leben wie Gott in Frankreich“? Weit hergeholt, denn wie „lebt“ denn ein „Gott“, der gar nicht existiert? Die viel besungene französische Lebensart ist die menschliche, entspannte und genießerische. Ich war häufig zu Gast in diesem Land, dessen Politiker es nun ebenso wie in Deutschland ideologisch ruinieren.



© Raymond Walden




Mittwoch, 7. Oktober 2026

Eigentümlich unsinnig

 


Wenn ein Quatschkopf geht, weil seine Zeit abgelaufen ist, freut mich das, wenngleich ich nicht weiß, welche Knalltüte sich danach öffnet.

Verlässt ein anerkannter Komiker seine Bühne, um sich auf den Brettern der ernsthaften, auch schmerzlichen Realität völlig unnötigerweise zu verheben und selbst auszuhebeln, spreche ich ihm enttäuscht mein Beileid aus und freue mich, ihn hoffentlich nie wieder sich selbst so entlarvend zu sehen, denn auch seine Zeit hat er sich eigentümlich unsinnig abgelaufen.

Wenn ein Kanzler der Öffentlichkeit immer wieder einredet, Deutschland stehe hinter seiner Kriegstreiberei, muss er schwer auf den Kopf gefallen sein, wohl anlässlich auch des tiefen Falls seiner CDU, nun sogar schon aus dem ersten Landesparlament mit weiteren derartigen Optionen.

Ist er Komiker? Etwa Intrigant? Oder gestört in seiner Wahrnehmung?

Wie auch immer: Er ist eine Gefahr für Deutschland, für Europa, für die Welt.

Ich freue mich, wenn er endgültig scheitert und mit ihm all seine Koalitionäre. Doch was erwartet uns dann?

Ich setze auf Aufklärung als das viel strapazierte „Prinzip Hoffnung“, eine wirkliche Wende: Dem Krieg eine Ende!

Das aber schafft nur eine sich zur Leistung in Kultur und Wirtschaft bekennende Gesellschaft, bildungsbeflissen, aufrichtig und humanistisch emanzipiert.

Kriegerischer Kadavergehorsam steht dem entgegen.

Beginnen wir und merzen Kriegstreiberei aus; rechtzeitig noch, ehe auch die Zeit des Friedens eigentümlich unsinnig abgelaufen ist.