Montag, 27. Februar 2012

Das Bewusstsein erschafft die Welt


Bewusstsein entsteht aus dem biologischen Leben, lässt sich in Abstufungen bei Tieren nachweisen und prägt den Menschen je nach Lebensalter und Intelligenz sehr eindeutig: Menschliches Leben ist Bewusstsein.

Der Mensch reflektiert sein Sein, sieht sich – und nur darum geht es im Leben – in Relation zu Mitmenschen, zur nahen und weiteren, unbelebten und belebten Umgebung.
Alles, was der Mensch in diesem Bemühen um seine eigene „Einstellung“ in den allgemeinen Rahmen schafft, beschreibt im weitesten Sinne Kultur, sogar das bewusste Herausfallen aus dem Rahmen.
Kultur existiert als historische Ideen, als Wünsche der Gegenwart, als Hoffnungen für die Zukunft, jeweils mit konkreten kleinen und großen Werken.

Was also ist es, das die Welt erschafft?
Allein das Bewusstsein!

Man stelle sich einmal vor, mit einem einzigen Schlag gäbe es auf dem gesamten Globus keinen einzigen Menschen, folglich kein Bewusstsein mehr.
Was wäre der „Wert“ des Universums der toten Materie? – Nicht einmal Null, denn auch das Nichts existiert nur im Bewusstsein.

Spaziert man beispielsweise nach Saisonende am Strand von Rimini entlang, unbelebt mit Bretterverschlägen, oder kommt man im Frühjahr zu früh an die Cote d’Azur – mit ebenfalls vernagelten Fassaden, wird einem klar, Menschen sind es, die diese Welten des Flairs, des Lebens überhaupt erzeugen.
Sie zeugen Götter und Teufel.
Und diese gibt es scheinbar, weil Bewusstsein lediglich wabert, weil es noch lange nicht „zu wissen“ garantiert.
Es ist grotesk und bleibt dabei: Das Bewusstsein erschafft sogar ohne Wissen oder mit erheblichen Wissenslücken die Welt.
Oder: Ohne den Menschen in seiner Gesamtheit gibt es gar keine Welt.

Auf welchem Niveau aber rangiert das menschliche Bewusstsein?
Es ist der Entwicklung bei Tieren ähnlich, nämlich begrenzt und unfertig. Hunde etwa können sich freuen, niedergeschlagen sein, liebevoll, zielstrebig und treu ebenso wie verwahrlost oder bestialisch kampfwütig. Vielleicht akzeptieren sie ihren „Herren“ als ihren „Gott“ und ahnen keineswegs, welchem hilfsbedürftigen Wesen sie sich anvertrauen.
Der Wahnsinn der Welt, immer wieder neu beklagt, ist Menschenwerk als Ergebnis eines zwar entwicklungsfähigen, aber noch sehr mangelhaften Bewusstseins.
Mit anderen Worten:
Das Bewusstsein verlangt in hohem Maße nach Bildung – genauso wie die Welt.
Nur in ihren natürlichen Gesetzmäßigkeiten und nicht durch Vorspiegelungen ist sie zum Wohle der Menschheit formbar.


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