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Mittwoch, 29. April 2026

Sequenzen von Skepsis (769)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9957

Auffassungsgabe und Klugheit des Interimsmenschen sind durch die Gesellschaft maßgeblich beeinträchtigt, seine Glaubensbereitschaft ist ausgebildet.


9958

Seit wann fragt das natürlich variable Klima den Menschen, ob es und wie es sich ändern darf? – Seit die Menschen sich so eine Verstiegenheit einreden (lassen).


9959

Begründete Hoffnung kann Wunder wirken, besonders wenn sie sich nicht täuschen lässt.


9960

Lebensmut erfrischt sich an Lebensfreude und Sinnhaftigkeit, welche nicht in ideologischen Dogmen existieren kann.


9961

Humanität vermag, dem Leben empathische Flügel zu verleihen und zu verhindern, dass Widersinniges das Leben in bleiernen Zwangsjacken seelisch wie körperlich verkümmern lässt.


9962

Leben will Nachkommen haben.


9963

Suggeriertes Glauben heiligt zweifelhafte Absichten.


9964

In der biblischen Arche war bei Weitem nicht genügend Platz für die Vielfalt der Welt, für menschliche Einfalt aber reichte es.


9965

Von Gleichberechtigung zu reden, sie demokratisch zu fordern und gleichzeitig ein Zwei-Klassen-Gesundheitssystem zu praktizieren und zu verteidigen, zeugt entweder von boshafter Menschenverachtung oder von eigener psychischer Erkrankung – und zwar einer ganzen Gesellschaft, die sich so etwas bieten lässt, beziehungsweise es initiiert.


9966

Wer nichts wird, wird Wirt“, gemäß einem alten Sprichwort. Eine neuere Version wäre: „Wer wenig weiß, nichts kann, sich aber für bedeutend hält, klopft tunlichst Sprüche über Gott und die Welt, am Stammtisch, in Mikrofone, vor der Kamera und wird schließlich Politiker, „Experte“ oder „Influencer“, geeignet auch für Traumtänzer und Schulschwänzer.



© Raymond Walden