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Dienstag, 24. März 2026

Sequenzen von Skepsis (763)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


9886

Wer bestimmt, was ein „gerechter Krieg“ sei?

Ist nicht das Glauben an Gott, an Teufel und an gerechte Kriege, der eigentliche Grund für Kriege? Solange Kriege nicht generell geächtet werden, befindet sich die Menschheit in einem tragischen Manko an Aufklärung, in einem Circulus vitiosus.


9887

Prüderie steigert die Aggression und Kampfbereitschaft besonders gegen zuvor erfundene und durch Hass aufgebauschte und in Verlogenheit ausgebaute Feindbilder.


9888

Angesichts der Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und ungezählten weiteren Kriegen weltweit, ist es eine Schande für die Menschheit, wie sich Staatslenker und alle möglichen Kriegsprofiteure als Kriegstreiber erneut gerieren und bisher friedliche Gesellschaften zur aktiven Teilnahme an aktuellen Kriegen aufrufen und anstacheln. Diese Kräfte der Menschenverachtung sind ein Unglück für den gesamten Globus, mögen sie noch so scheinheilig von zu bewahrenden Werte- und Rechtsordnungen fantasieren, die sie selbst hemmungslos hintergehen und verraten!


9889

Eine besondere Tragik entwickelt sich in den an sich eher freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnungen, die in“ freien Wahlen“ immer wieder genau die Kandidaten bestätigen, die bereits deutlich auswachsende Missstände verursachten und die ihre Versagensideologien weiter propagandistisch und indoktrinär vorantreiben.


9890

Ökumene? Doppeltes Täuschungsmanöver: 1. Es ist kein Gott. 2. Die vorgespielten Götter der verschiedenen Religionen entbehren als geistige Zerrbilder selbst der geringsten Anforderungen an Einigkeit, dienen stattdessen wahrhaft teuflischen politischen Mächten zur Spaltung der Menschheit, zur Ausschaltung humaner Aufklärung und menschlicher Intelligenz.


9891

Lüge ist der Fetisch von Ideologie und Religion, die sich aber der Entlarvung in beliebigen und typischen, charakteristischen Gewaltexzessen erwehren.


9892

Die „Scharia“ hat in freiheitlich-demokratischen und humanistisch aufgeklärten Gesellschaftsordnungen keinerlei Berechtigung, da sie sich selbst als Gegnerin von Selbstbestimmung und Emanzipation begreift.


9893

Frieden stellt eine menschliche Reife dar, welche, bezogen auf die gesamte Menschheit, noch wenig stabile Verwurzelungen aufweist („Interimsmensch“).


9894

Religionsfreie und vernunftbegabte Menschen stehen vor sich selbst wie vor der menschlichen Gesamtheit in einer viel konsequenteren humanistisch-moralischen Verbindlichkeit als der Götterstrafen unterworfene Dogmensklave in seiner indoktrinierten Religiosität.


9895

Die eine Menschheit auf dem Globus bedarf einer einheitlichen menschen- und lebensfreundlichen Rechtsordnung, die erst noch gegen alle sich befehdenden Religionen und Ideologien zu erarbeiten und verbindlich zu definieren und vor allem zu inaugurieren ist. Der „Interimsmensch“ ist dazu bisher nicht in der Lage. Längst aber existieren – wenngleich in winziger Minorität – reifere Menschen als „Keimzellen“ einer entwickelteren Lebenssinnhaftigkeit.



© Raymond Walden