Donnerstag, 20. September 2012

Sequenzen von Skepsis (116)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1501
Das Können alleine schafft selten Kunst. Erst Leidenschaft und Inspiration entfesseln die Begabung.

1502
Kunst mahnt zur Demut, bestärkt uns aber in der Wertschätzung und Bewunderung.

1503
Während man im kuscheligen Haus sitzt, sieht es in der Welt draußen ganz anders aus.

1504
Mission ist die verharmloste und getarnte religiöse Kriegserklärung gegen Andersdenkende und gegen die Vernunft.

1505
Nicht alles muss heute sein!
Teil dir dein Leben ein.

1506
Wer sich vorzugsweise auf das Wesentliche konzentriert, die unwichtigen Namen und Nebensächlichkeiten vergisst, wird verblüfft erkennen, dass sein Leben schneller enteilt.
Deshalb sterben Männer eher als Frauen.

1507
Auch ein Individualist braucht die Masse, von der er sich unterscheiden will.

1508
Nirgends wird Demokratie so unverfroren verraten wie im Christentum, das allerdings durch sein Schwächeln demokratische Ideen erst ermöglicht.

1509
Immer zahlreichere ausführliche Textquellen stehen einem 24-Stunden-Tag entgegen. Aphorismen gewinnen an Bedeutung. Nicht zu verwechseln mit dem Dreschen von medialem Stroh.

1510
Die Natur leiht dir für dein kurzes Dasein Land, und du machst daraus ein öliges, ideologisches und spiritistisches Geschäft. Du bist nicht würdig.

1511
Im eigenen Interesse darf Demokratie keine öffentliche Zurschaustellung von Religion hinnehmen, jener Vergötterung von Unterwerfung.

1512
„Christlich-demokratisch“ verkörpert in einem Terminus Antagonismus exemplarisch.



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