Montag, 30. Juli 2012

Olympia und Griechenland


Denk ich aus „aktuellen Anlässen“ an Griechenland und Olympia, fällt vieldeutigst mir ein:

Sie kämpften nackt und ehrlich.



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Sonntag, 29. Juli 2012

Kritische Präsenzen (2)


Anmerkungen zu aktuellen Vorgängen,
zum Nachdenken und Zitieren:

11
Wer Politik so verkompliziert, dass sie nicht einmal von Politikern verstanden wird,
vertritt andere als demokratische Werte. Er ruiniert Demokratie aus Unfähigkeit, Opportunismus oder Herrschsucht – aus Menschenverachtung.

12
Europa wird an Banken verschleudert, während das Abendland schläft.

13
Jedem Depp seine Waffen,
jedem  Abgehärteten die Flut von Gewalt-Filmen,
jedem Gelangweilten das permanente Schundfernsehen,
dem Dicken sein Fast-Food
und dem Einfältigen seinen Gott,
zu dem sich nach dem Amoklauf beten lässt,
sei es die Schießwut eines unbekannten Psychopathen
oder eines Präsidenten.
Nur nichts verändern am „American Way Of Life“!

14
„Rating Agenturen“ besitzen kein demokratisches Mandat und diktieren ihre kapitalistische Macht durch ziemlich willkürlich Einstufungen der „Kreditwürdigkeit“ von Volkswirtschaften und Instituten. Sie beweisen die Demokratiefeindlichkeit des Kapitalismus.

15
Kritik an Banken und ihren Machenschaften als „Populismus“ herabzuwürdigen, verrät die Gesinnung des gleichgeschalteten Kommentators.

16
Frage an die UN, die ausgewiesene Repräsentantin der Unfähigkeit des Interimsmenschen: Wie wäre es, statt über ein Waffenhandelsabkommen ergebnislos zu streiten, ein generelles Verbot von Waffenhandel anzustreben?
-         Zu friedlich?

17
London, olympisch: Glanzvolles Auftaktspektakel, erster Tag – erster Dopingfall, erste Goldmedaille für einen bekannten Rad fahrenden Schurken des Sports!
Aber wen interessiert das?

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Sonntag, 22. Juli 2012

Sequenzen von Skepsis (109)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1413
Sie ahnen, in einem Irrenhaus zu dämmern, und dafür danken sie ihrem Gott.

1414
Zweierlei verleiht mir Kraft: Es leben tatsächlich denkende Menschen. Und es gelingt mir, Denkende zu animieren.

1415
Die Endlichkeit des Lebens ist dem Menschen die eigentliche, aber unerträgliche Wahrheit. Also betrügt er sich und andere praktisch immer.

1416
Jüdisch-christliche Tradition übt sich gegeneinander und miteinander in klassisch göttlicher Hinterhältigkeit.

1417
Mit Dogmen besiegelt man die Unterwerfung.

1418
Von innen heraus, im fahrenden und schwankenden Boot die Koordinaten der Welt und die Parameter des Lebens überhaupt zu vermessen, erfordert Stehvermögen und geistige Beweglichkeit.

1419
Kommerzieller Sport dreht die schlichte Runde um das Goldene Kalb; das allerdings verlangt sogar Menschenopfer.

1420
Ethik, die in ihrer Widernatürlichkeit zur eigenen Stabilisierung Ausgleichsventile in Form öffentlich geregelter Prostitution und Pornoindustrie installieren muss, pervertiert die Moral in Doppelmoral. Sie schändet den Menschen.

1421
Das Lernen vom Kosmos relativiert Gegensätze und vereint uns Menschen.

1422
Man trifft sich selbst beim Totschlagen der Zeit.

1423
Wie kann Verständigung gelingen, wenn schon eine unverständliche Sprache das Selbstverständnis als Unverständigkeit ausweist, als Verständnislosigkeit aufgrund ideologisch-religiösen Mangels an Bildung?

1424
Durch die Positionierung angeregt, entwickeln ergebene Untergebene eine eindringliche Affinität zum Hinterteil von Vorgesetzten, sodass sich ein Bandwurm der Analkriecher vom Präsidenten bis zum Blockwart abspult. Anrüchig zwar, aber wer schaut einem dabei schon in die Augen!

1425
Macht basiert nicht auf Freundschaft, sondern ersetzt beliebig Kameraden, Kollegen, Parteifreunde, Vasallen und nennt das Kontinuität.

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Dienstag, 17. Juli 2012

Wissen, was dahinter ist


Von der Störrischkeit des Interimsmenschen

Du armer Esel, trägst seit Jahrtausenden die Lasten,
kennst es ja nicht anders, dumm genug zu sein,
dass andere deine Geschicklichkeit, Genügsamkeit und Ausdauer ausnutzen.

Und in dieser stolzen Untertänigkeit bürdest du dir und deinesgleichen die schwersten Schicksale auf, bist Täter und Opfer zugleich, aktiv und passiv in einem immerwährenden Zirkelschluss.

Du stopfst den Gänsen die Leber fett, um an deiner eigenen Fettleber zu leiden und einzugehen, du züchtest den Schweinen eine zusätzliche Rippe an, auf dass deine eigene Schwarte krache. Belügen lässt du dich von Ideologen und Predigern, wie solltest du es anders bewahrheiten, als zu dogmatisieren, zu demagogisieren und nachzubeten!
Gesundheit wünscht man dir, um dich medikamentös lange als Kunden zu erhalten, und dich zieht es im Gesundheitswahn zum probierenden Arzt, Quacksalber und Risikofetischisten; du bist es dir wert und empfiehlst deine verfahrenen Heilerfahrungen jedem, der sich oder dich für krank hält.

Autos fährst du, die können mühelos über 200 km/h, du aber als Kurzsichtiger kannst es nicht, und außerdem gelten überall irgendwelche Geschwindigkeitsbegrenzungen. Du bringst das anderen schon bei, wenn sie deine Kinder in der Spielstraße gefährden, du machst dich stark für Schikanen auf der Fahrbahn – und auch sonst.

Gewaltfreiheit ist dir ein Anliegen, deshalb täglich mindestens einen Krimi-Toten im Fernsehen, wo ja zumeist das Gute siegt. Die Waffe in der Hand des moralisch Edlen findet auch deine Zustimmung, sogar im freiheitlichen Waffenhandel oder wenn „Mutbürger in Uniform“ bis zum Hindukusch deinen wohlverdienten Freiheitswohlstand verteidigen und zur Nachahmung empfehlen wollen.

Du treibst die Stiere durch Pamplona, damit es verletzte und tote Menschen wie Tiere eventuell (hoffentlich?) gibt und du Kulturbewusstsein sogar heute mit Blut absegnen kannst. Wie hoch hältst du die Ehre des Stiers, der in der Arena vor belustigtem Prahlereigehabe ausgeblutet und erstochen wird!

Du liebst das Risiko von anderen, das eigene eher nicht, es sei denn, du euphorisierst dich in deiner dir schwanenden Ignoranz.
Wie kein anderes Geschlecht auf dem Globus problematisierst du die Sexualität, verklemmst dich bis zur Versklavung in Scheinmoral, kannst dem nicht entkommen, da irrsinnige Tabus die Kulturen, das heißt, den Menschen bis in seine ureigenen Privatsphären befehligen und bei Nichtbefolgung bis hin zur Vernichtung bestrafen.

Du benimmst dich wie der Elefant im Porzellanladen – du bist der Dickhäuter, dem man beide Elfenbeinzähne und manch anderen Zahn gezogen hat.
Der Wetterbericht findet stets dein intensives Interesse als eine natürliche Risiko-Show: Irgendwo ist immer Unwetter, welch eine Tragödie!
Und du trägst Mitschuld durch deine Energieverschwendung, durch deine persönliche Klimaveränderung, durch deine Lebensweise, eigentlich durch dein Dasein.
Aber du zeigst Einsicht, zahlst für „erneuerbare“ Energien, investierst steuerbegünstigt in Dämmmaterialien, bis der Schimmel deine Wände ziert und du dringend einen Tapetenwechsel brauchst – vielleicht per Flugzeug in ein Ferienparadies mit Bauruinen und klimatisierten Spekulationsauswüchsen. Du kommst gerne und sicherst den Einheimischen Arbeitsplätze.

Auch Bildung hältst du für erforderlich, nur über das Maß bist du dir nicht im Klaren. Im weltweiten Meer des Analphabetismus klingt es wie Hohn, das Abitur für alle zu propagieren, widerspricht es doch darüber hinaus den Erkenntnissen von individuell verschiedenen Talenten, Begabungen und Möglichkeiten.
Deine Kinder sollen es besser haben, deshalb schickst du als Erziehungsversager die Kleinen möglichst früh in öffentliche Obhut, besorgst ihnen einen genialen Stundenplan zur Frühkarriere ohne Spielentfaltung. Und mit Schule hast du schließlich die eigene Erfahrung, notfalls klagst du gute Noten für den Nachwuchs ein. Das wäre doch gelacht, könnte man Disziplin(losigkeit) und Zensuren nicht verhandeln!

Die Zeiten von Autorität und Leistungskonzentration hältst du für überwunden, dir wird diktiert von Bildschirmen und Mobiltelefonen, die dir Freiheit vorgaukeln, dich aber mit allen persönlichen Daten dreist vermarkten. Du bist so emanzipiert in deiner Ahnungslosigkeit, Geschwätzigkeit, in deinem modischen Gehabe, dass dich weder Diäten, Schönheitsoperationen, Anti-Aging-Plunder, noch Medienauftritte vor dem raschen Verfall deiner Scheinwelt bewahren.
Deshalb dürstet es dich nach Glanz und Glamour von Royalität, nach Pop-Idolen und Großverdienern des Sports. Du identifizierst dich devot mit Sternchen, die nicht einmal Schnuppen sind, zumeist aber charakterliche Nieten.

Kurzum, wegen einiger technischer Revolutionen siehst du in dir den Vertreter der neuen Zeit, weil du gedankenlos lebst mit deinen Werbespots auf der Brust, mit deinen Boulevard-Bildern im Schädel. Im Gieren nach Sensation verdrängst du das Unangenehme und pflegst deine unersättliche Erwartungshaltung an die Gesellschaft. Die macht es sich einfach und füttert dich mit allen Fast-Food-Raffinessen.
Und du rülpst zufrieden, während du schon dem nächsten Jahrmarkt zustrebst.  

Wann hast du dich eigentlich wirklich einmal in einen Notleidenden hinein versetzt?
Wann hast du wirklich Hilfe mit nachhaltigen Spuren geleistet?
Wann bist du gegen den Strom geschwommen?
Wann hast du etwas Anspruchsvolles gelesen?
Kennst du überhaupt noch die Zusammenhänge von Tag und Nacht, von Jahreszeiten?
Wann sahst du zuletzt und bewusst die Sonne aufgehen?
„Wann wirst du je verstehen?“

Ich sage es dir, du wirst es leicht ertragen: Nie wirst du verstehen, denn du gehörst zur Masse der Interimsmenschen, die sich zwar wie die „Krone der Schöpfung“ benehmen, aber lediglich eine notwendige Zwischenlösung auf der Entwicklung des Menschen zur Menschlichkeit darstellen. Keine außergewöhnliche Schuld belastet dich, schicksalsbedingt bist du Mitläufer, also ganz „normal“.
In Anlehnung an Freddy Quinn (Adiós, muchachos adiós): Und so müde macht es, (so) ein Mensch zu sein.

Vielleicht aber treibt dich die Strömung deines Lebens unverhofft zu einem Kliff, einem Aussichtspunkt mit Rundblick bis zum Horizont und du stehst auf und sagst dir: Ich will wissen, was dahinter ist.
Dieses Ansinnen jedoch, das sollst du wissen, wenn du den Status des Interims verlässt, wird von den herrschenden Sitten der Doppelmoral üblicherweise als „Gotteslästerung“ oder politische Aufsässigkeit, sogar als „Hochverrat“ gewaltig diskreditiert und auch verfolgt.
Kein Fortschritt aber wurde je der Menschheit geschenkt. Nur Religion und Ideologie konstruieren solche „Gnaden“ und „Auserwähltheiten“.


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Donnerstag, 12. Juli 2012

Sequenzen von Skepsis (108)

Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1401
Der Homo Sapiens bevölkert die Erde vor allem in einer Vorstufe seiner Entwicklung als transparenzresistenter Intelligenz-Flüchter.

1402
Das Meer fragt nicht nach meiner Sprache, die Berge kümmern meine Lieder nicht, die Luft bleibt unberührt von meinen Gedanken. Der Mensch erschafft sich die Welt, und er allein büßt, wenn er Täuschungen für Wahrheiten hält.

1403
Es gibt die reale Welt in einer Komplexität, die den Menschen überfordert, sodass er mehrheitlich verunsichert und verärgert Halluzinationen entwickelt, statt sich der Freude am objektiv Erforschbaren hinzugeben.

1404
Jedes Foto dokumentiert einen Blickwinkel nur, einen interpretierbaren Aspekt im Weltbild, das umso zuverlässiger wird, je mehr Blickwinkel schon erlebt wurden.

1405
Subjektive Leidenschaft schwächt die objektive Orientierung.

1406
Der Monotheismus gilt im Allgemeinen als kulturelle Fortentwicklung gegenüber der Vielgötterei.
Was wird erst sein, wenn auch der letzte Götterrest überwunden ist!

1407
Nichts im Leben erreicht die Vollkommenheit der religiösen Absurdität.

1408
Man schaut nicht herab, aber hin mit Konsequenz.

1409
Die Freundlichkeit hört zu, wirkliches Interesse differenziert beim Hinhören und duldet keine Hörigkeit.

1410
„Aufklärung“ mit „Gott“ geht gar nicht.

1411
Märchen atmen ein und aus den Muff und Zauber naiver Unaufgeklärtheit.

1412
Zu reisen objektiviert die Heimat.

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© Raymond Walden, www.raymond-walden.blogspot.com

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Samstag, 7. Juli 2012

Kritische Präsenzen (1)

Anmerkungen zu aktuellen Vorgängen,
zum Nachdenken und Zitieren:


1
Der Europäische Stabilitäts-Mechanismus (ESM) – als eine geradezu kindische Wortschöpfung – verträgt sich in keiner Weise mit demokratischen Grundsätzen und nicht mit den ursprünglichen europäischen Intentionen und Verträgen.
Man merke sich Merkels Mitläufer in den Demokratie-Verrat und zolle Respekt und Anerkennung all jenen, die sich als Minderheit im Deutschen Bundestag und in der Bevölkerung der kapitalistischen Entmündigung verweigern.

2
Aus maroden Einzelteilen lässt sich keine funktionierende Einheit konstruieren. Die europäische Idee muss gänzlich neu ihre demokratische Zielsetzung definieren und sich dann per Gesetz und Verstand vor allem treu bleiben.

3
Kohlendioxid-Steuern,  jetzt in Australien, beweisen den perfiden Rückfall der pseudoreligiösen weltweiten Öko-Diktatur in den Ablasshandel.

4
„Bleiben Sie entspannt“, haucht mich die Moderatorin von „Klassik-Radio“ immer wieder an. Ehe mich das Gesäusele auf die Palme bringt, folge ich der Animation und schalte aus – ganz klassisch.

5
Fußball-Europameister wurden nicht die Sängerknaben nationalhymnischer Ent- und Verrücktheiten, sondern wirklich die besten Fußballspieler. Es hätte auch anders kommen können und die Boulevard-Presse hätte das emphatische Brüllen der Nationalhymne zur Voraussetzung für einen Nationalspieler erklärt.

6
Folter in Syrien ist möglich durch Russland und China, jenen herausragenden Wirtschaftspartnern Deutschlands, wo sich die Medien in gekonnter Entrüstung an Folterberichten erhitzen. – Ein „Sanktus“ der Scheinheiligkeit von Realpolitik.

7
Nachdem ein deutscher Richter die Grenzen von Religionsfreiheit durch sein Urteil gegen die genitale Verstümmelung bei der religiösen Beschneidung erfrischend logisch zog, ist davon auszugehen, dass es genügend Beschnittene gibt, die diesen Fortschritt mit allen religiösen Mitteln diskreditieren werden.

8
Die höchsten Turmbauten vor allem der Neuzeit ankern in geistiger Flachheit und finanziellem Sumpf.

9
Zweifellos stellt „Wirtschaftswissenschaft“ esoterische Ansprüche, auch im Hinblick auf Ehrlichkeit, Methode und Ratlosigkeit.

10
Kaum war der neue französische Präsident, Francois Hollande, im Amt, entdeckte man ein riesiges Loch im Staatshaushalt und der ahnungslose, aber „kompetente“ Sozialist hat nun plausible Gründe, Wahlversprechen nicht einzuhalten.
So einfach ist Realpolitik.

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© Raymond Walden, www.raymond-walden.blogspot.com



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