Montag, 6. Februar 2012

Sequenzen von Skepsis (94)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1222
Mir geht es wie vielen Menschen, ich wollte nicht sein, was und wie ich dennoch wurde.

1223
Ein Flugzeug schwebt ein als Sinnbild für Weltoffenheit,
ebenso aber als ein Symbol für globalen Normenzwang,
der auch mit Kampfjets  auf die Menschheit abgefeuert wird.

1224
Mancher navigiert stolz und segelt sein Bötchen zielsicher durch die Wellen des Lebens, bis er die Strömung erkennt, die ihn dennoch treibt, ihn bald auf Grund setzt und kläglich ans Ufer spült.

1225
Der unnatürliche Mensch ist dem Wetter natürlich nicht gewachsen. Und der Übernatürliche erst!

1226
Da die Erde sich dreht, hielt sie den Menschen lange zum Narren, der nun global durchdreht.

1227
Besonders Schönheit unterliegt der Realität anders als Intelligenz, welche ist oder nicht ist.

1228
Werbung gewinnt Befehlsgewalt in einer indifferenten Konsum-Gesellschaft.

1229
Wissen ist die menschenwürdige Voraussetzung für Frieden.

1230
Lebenstüchtigkeit schließt den Tod ein.

1231
Einigkeit, die stark macht, beginnt mit der eigenen Person.

1232
Gemeinsamkeit ohne sich besinnende Einsamkeit mag überschäumen, um Leere zu hinterlassen.

1233
Die menschliche Psyche ist von dieser Welt, dennoch kennen wir sie nur oberflächlich. Statt sie intensiv zu erforschen, belasten wir sie von Kindheit an mit pseudowissenschaftlichen Deutungen, esoterischem Unrat und religiösem Aberwitz. Im Erwachsenenalter ist das nicht mehr zu entsorgen, auch nicht durch sauber arbeitende Aufklärung.

1234
Wenn zwei im simplen Geist sich treffen, ist das der Beginn von Klatsch und Tratsch.

1235
Die Wirklichkeit lebt von Träumen. Platzen sie in jungen Jahren, kommt es nicht selten zur Katastrophe. Brechen sie später allmählich weg, sollte man vorbereitet sein und keine neuen versäumen.

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