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Donnerstag, 6. August 2026

Gedenken der Unmenschlichkeit

 


Die Tage vom 6. bis zum 9. August sind für mich die „Gedenktage der Unmenschlichkeit“ in der Erinnerung an die Atombombenabwürfe über Hiroshima (6.8.1945) und Nagasaki (9.8.1945) als Auswurf einer bis dahin unerreichten Unmenschlichkeit.

Unmenschlichkeit als krankhafte Entartung von Menschen als Politiker und Soldaten, und

Unmenschlichkeit als zu Tode entstellte Opfer und als lebenslang Leidende in einer geschundenen Welt.

Es waren US-Amerikaner, die sich als Erste dieser Entmenschlichung rühmten, doch machen wir uns nichts vor, bei entsprechendem, jeweilig technologischem Entwicklungsstand wären Deutsche wie jede andere Nationalität auch zu gleichen Verbrechen entschlossen und fähig gewesen.


Besorgniserregend und im wörtlichen Sinne niederschmetternd ist es, dass gegenwärtig eine wildgewordene Soldateska und eine kriegsbesoffene Weltöffentlichkeit wieder (oder immer noch) dem gleichen Vernichtungswahn frönen und alles an echten Werten der Aufklärung rigoros verwerfen, um sich in Gewalt und in Vorbereitungen darauf zu ergehen.


Viele weitere „Gedenktage der Unmenschlichkeit“ scheinen sich abzuzeichnen …, bis dann niemand mehr existiert, der noch denken und gedenken könnte.


Der Mensch schreit (Edvard Munch), doch wer hört ihn?


Kosmonomisch jedenfalls wird er wertgeschätzt und seine Sorgen werden geteilt; die Sorgen um friedfertige Menschlichkeit.