Dienstag, 1. März 2016

Agenda zum Kosmonomischen Manifest (7)

6. Ksomonomische These: Fürsorgepflicht

Die Gesellschaft ist verpflichtet, jedem Menschen gesundheitliche Fürsorge, Ausbildung und Arbeit zu gewähren.


Das gnadenlose Naturprinzip, nach dem nur der Stärkere überlebt, ist durch kausal-intelligentes Handeln abzumildern und zu humanisieren. In einer menschenfreundlichen Gesellschaft darf niemand durch das „soziale Netz“ fallen und hilflos dem Verderben überlassen werden.
Es gibt unbestreitbar schwache Menschen, die aus den verschiedensten Gründen leistungsunfähig sind, sei es wegen Krankheit, wegen mangelnder Bildung oder fehlender Sozialisation. Wenn der Einzelne überfordert ist, ergibt sich für eine Gemeinschaft, die auf Menschenwürde setzt, die moralische Pflicht zur Hilfe.
Um jedoch keinem Gutmenschentum Vorschub zu leisten, bedarf es einer klar geregelten und vor allem einzuhaltenden Gesetzgebung, die es zuverlässig verhindert, dass Drückebergerei auf Kosten der Allgemeinheit gefördert wird.

Mit den allgemeinen Menschenrechten unvereinbar ist ein Staatswesen, in welchem Kapitalisten immer mehr Reichtum anhäufen, sodass sich die Kluft zwischen Armen und Besitzenden fortwährend erweitert.

Gegenüber zügellosem Kapitalismus hat die Gesellschaft nicht nur das Recht, demokratisch regulierend einzugreifen, sondern gemäß logischem Denken sogar die Pflicht.

Garantiertes Minimaleinkommen, auch durch Sozialhilfe, für die absolut Leistungsunfähigen bei gleichzeitiger Zumutung von Arbeit für jeden gesunden Bedürftigen erscheint unverzichtbar, besonders auch unter Berücksichtigung der Würde jedes Einzelnen.

Die Schaffung entsprechender Arbeitsstellen, gerade auch im Hinblick auf soziale Wertigkeit und Gemeinnützigkeit, liegt im Interesse der Integration aller Bürger.

Dem Staat fällt die Aufgabe zu, ein minimales Bildungsangebot verpflichtend zu gewährleisten. Analphabetismus ist für die Zivilgesellschaft nicht tolerierbar, es sei denn, ein offensichtliches Krankheitsbild verhindert das Lesen und Schreiben sowie mathematische Grundkenntnisse.

Die Gesundheitsfürsorge einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung geht von der Emanzipation eines jeden Patienten aus. Medizinische Versorgung ist flächendeckend und unabhängig vom sozialen Status zu garantieren.

Rundum ist das Gesundheitswesen von kapitalistischem Profitstreben zu befreien und es ist darüber hinaus gebunden an objektiv anerkannte wissenschaftliche Standards.

Ideologien und Religionen, als Privatangelegenheiten, spielen im öffentlichen Bildungs- und Gesundheitswesen keine Rolle.

Kosmonomisches Manifest => hier


- Fortsetzung folgt. -


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