Mittwoch, 11. November 2009

Sequenzen von Skepsis (12)

Aphorismen zum Nachdenken und zum Zitieren:

124
Geld regiere die Welt? – Also ist Demokratie das Opferlamm an den Gott Mammon, den Einzigen, den es wirklich gibt.

125
Loslassen zu können, ist immer auch eine Übung für den eigenen, einsamen, nicht minder sinnvollen Tod. Begleitet dich dann wachend ein lieber Mensch, muss dein Leben einen Sinn gehabt haben. Stirbst du verlassen, wird es dich nicht länger kümmern, nimmst du dir selbst dein Leben, beendest du ein Trauma, sicherlich nicht leichtfertig.

126
Politiker gibt es im Doppelpack: Das Original und seine Lüge oder umgekehrt, motiviert durch Lobbyisten und Berater.

127
Religionsfreiheit ist nicht Gedankenfreiheit, denn welche Religion ist so frei? Sie wäre am Ende.

128
Deine Reise mag sonst wohin führen, irgendein Gott war schon da und begrüßt dich in seinem Sinne. – Sei freundlich.

129
Mit den gleichen Worten reden sie aneinander vorbei. Das ist die eigentliche Sprachverwirrung.

130
Größte Freiheit ist Angstfreiheit.

131
Angst als Schutzreflex ist eine evolutionäre Stärke. Ihre Spontaneität aber verengt den Blick, mindert Urteilskraft, läuft panisch auf und erstarrt in Lähmung. Andauernde Angst peitscht Regenten voran in der Kreation von Bedrohungen und Feindbildern, sie weiden sich an der Angst des Volkes so wie Gott sich fürchten lässt.

132
Wer Wind macht, erzeugt lange noch nicht Energie. Das Licht wird manchem nie aufgehen.

133
Die Verflachung des Denkens planiert sich mit der zunehmenden Masse an ungebildeten Gehirnen.

134
Dass ich so wenig weiß, begleitet mich, wo ich stehe und gehe.
Resignation und Ansporn zu gleichen Teilen für mein Verweilen.

135
Tägliche Sonnenauf- und -untergänge zu erleben, ist Reichtum für denjenigen, der damit etwas verbindet, zum Beispiel Kenntnis und Gefühl.

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© Raymond Walden, www.raymond-walden.blogspot.com

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