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Freitag, 29. Mai 2026

Im Mai 2008: Start dieses kosmonomischen Blogs: Raymond Walden


Am 30. Mai ist der Weltuntergang ...“ so besang satirisch ein Schlager in den fünfziger Jahren das vielseitige und weitverbreitete Glauben der Menschen an das Ende der Welt. Es hat sich offensichtlich seither nicht viel geändert, vielleicht eher noch verschärft.


Mein Beweggrund für meinen Internetauftritt ist eigentlich einfach erklärt: Schon in den 70iger und 80iger Jahren blickte ich, nicht zuletzt durch meine Anti-Astrologie-Kampagne als Gründer und Leiter der Volkssternwarte Paderborn, tief hinter die Presse-Kulissen und erlebte gleichzeitig als Lehrer die perfidesten Ungereimtheiten im Schulbereich und natürlich auch in der allgemeinen Politik. Ich konnte das nur schwer ertragen, konnte aber nichts ändern, da mir, als Beamtem besonders, die Hände gebunden waren. So wuchs in mir der Gedanke, einfach schriftlich zunächst festzuhalten, dass ich mich nicht „verarschen“ ließ und Vieles durchschaute. Und das erleichtert mir bis zum heutigen Tage ganz wesentlich das Dasein; es ist also viel Selbstzweck darin. Dass nun inzwischen seit Jahren auch besonders im Ausland immer mehr Menschen meine Gedanken beobachten, erfüllt mich zusätzlich mit einiger Genugtuung und gibt mir Hoffnung, dass doch – wie schon immer – nicht alles verloren ist.

Ein Freund schrieb dieser Tage:

Dear Ray, the cosmonomy is a way to a better world, but it cannot be put in practice, unfortunately. And even the good ideas may be converted to the opposite. Look at the philosophy of globalism, who declares all kind of apparently good things and push to a new totalitarian world, lieber Freund!..…“

Lieber Ray, die Kosmonomie ist ein Weg zu einer besseren Welt, aber sie kann unglücklicherweise nicht in die Praxis umgesetzt werden. Und sogar die guten Ideen werden möglicherweise ins Gegenteil verkehrt. Schau auf die Philosophie der Globalisierung, die alles Mögliche von scheinbar guten Dingen erklärt und sie umstößt zu einer neuen totalitären Welt, lieber Freund! ...“


Das ist natürlich zutreffend, aber gilt das nicht für jede Weltanschauung, etwa für die Religionen oder für den Marxismus. Irgendwelche beliebigen Fundamentalisten und Propagandisten kochen immer auf gefälschten Grundlagen der ursprünglichen Lehren ihre jeweils eigenen Süppchen. Sollte man aus diesen Gründen sich nicht mit aufrichtigen, ehrlichen neuen Gedanken beschäftigen und stattdessen in Pessimismus und Fatalismus verzweifeln?

Ich kann und will dem nicht folgen.

Mehr noch, ich erkenne eine gewisse Pflicht für jeden aufgeklärten und klar denkenden Menschen, sich für zivilisierte Kultur, für Humanität und Frieden einzusetzen und dem Leben seinen einzigartigen Wert zuzugestehen. In jeder offiziellen Vertröstung auf ein Jenseits erkenne ich den Betrug, die Fehler und das Versagen des jeweiligen Systems zu bemänteln und im Sinne der Machthaber unerhörte Opferbereitschaft der Bevölkerung nicht nur einzufordern, ja sogar zu befehlen – mit verheerenden Folgen für jeden Verweigerer.


Im Mai 2008 begann ich mit diesem meinem Internetauftritt meine Suche um eine aufgeschlossenere Öffentlichkeit für meine Philosophie, die ich Kosmonomie nenne. Der Beginn zog sich zäh, denn der öffentliche „Mainstream“ verschweigt aus guten Gründen auch nur eine Erwähnung. In diesen systemabhängigen Medien möchte ich aber auch gar nicht vertreten sein, denn sie würden und könnten die Kosmonomie sowieso nicht verstehen (dürfen). Wir wären keine Partner „auf Augenhöhe“, um es nicht drastischer auszudrücken.


Seit einiger Zeit scheint im Internet jedoch eine Art kosmonomischer Durchbruch zu gelingen, ganz besonders auf der globalen internationalen Ebene, was stetig wachsende Zugriffszahlen ausweisen (bisher weit über 500.000). Von den zahlreichen Gedichten, Friedensaufsätzen und inzwischen über zehntausend Aphorismen „Sequenzen von Skepsis“ dieses Blogs erscheinen ungezählte in diversen Aphorismensammlungen, auf den Seiten von Friedensaktivisten, Organisationen und als Zitate in Firmen, Lokalen, Vereinen, bei schriftlichen Ausarbeitungen, auch in der Werbung und hin und wieder in einigen wenigen unabhängigen Printmedien.


Zum Geburtstag dieses Blogs hier der Link zu seinem ersten Erscheinungsmonat, quasi als „Geburtsurkunde“.


Ich grüße hinaus in die Welt und möchte anregen, ja, zu einem neuen würdigen friedlichen Miteinander und zu einer Abkehr von gegenseitiger Ausbeutung und Vernichtung.

Utopie?

Aber ja doch, angesichts der grausamen Verhältnisse auf dem Globus.

Verzweiflung?

Kaum, aber Ehrfurcht vor und Freude am Leben.

Wer es noch kann, entscheide sich als freies Individuum

und schütze sich und seine Lieben mit Weit- und Umsicht.


Ihr/ Euer


Raymond Walden

(ARC = A Real Cosmonomer)


http://raymond-walden.blogspot.com/2008/05/