Freitag, 14. August 2015

Gruß aus dem Exil


Euer Ehren, Euer Gnaden, Euer Durchlaucht,
Eure Heiligkeit!
Umgeben seid Ihr von Moralaposteln, Tugendwächtern,
von Hofschranzen und Mastdarmwürmern,
von Vorauseilenden und Nachhinkenden,
von Sittenstrengen und Prüden,
von Blutrünstigen und Drahtziehern.

Eure Gewänder vertuschen Eure körperlichen Merkwürdigkeiten,
eigentlich Eure Körperfeindlichkeit
und gleichzeitig die eigene Mimosenhaftigkeit.

Euer Auftreten in Selbstherrlichkeit krönt sich in „Unfehlbarkeit“.

Die Frage, wes  Geistes Kind Ihr seid, erübrigt sich.
Ihr habt keinen Vater, und Eure Mutter ist die Geistlosigkeit,
die Ihr freilich sogar als „Jungfrau“ verehrt.
Das versteht Ihr nicht einmal selbst,
aber es rekelt sich so vorteilhaft ohne Verstand.

Und das in jedem Land,
in allen Systemen und Gesellschaftsordnungen.

Es ist zum Erbarmen!
Doch Ihr verdient es nicht.
Rache? – Sie liegt uns fern.
Wir sind nicht Euresgleichen!



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