Montag, 14. Dezember 2015

Agenda zum Kosmonomischen Manifest (2)


1. Kosmonomische These: Menschenwürde

Es gibt keinen höheren Wert als die Menschenwürde; sie ist unantastbar.


Über Menschenwürde wird viel vor allem bei feierlichen Anlässen phantasiert, doch im alltäglichen Weltgetriebe erfährt sie permanent Missachtungen und Verletzungen. Ein Grund dafür liegt im Fehlen einer eindeutigen Begriffsdefinition, und eine weitere Ursache besteht in den verwurzelten Überbewertungen von Religion und Staatsräson, die nahezu ausnahmslos dem Menschen übergestülpt und vorgesetzt werden.

Hinzu kommt, dass Menschenwürde sich vorwiegend aus Intelligenz und Bildung entwickelt, beide sind ausgewiesene höchst dramatische Problemfelder des Menschheitsverständnisses.
Zu den wesentlichen Substanzen, die Menschenwürde aufbauen, gehören die Rechte auf Leben, auf Nahrung, auf Unterkunft, auf Kleidung, auf Gesundheitsfürsorge, auf Privatsphäre, auf Arbeit, auf eigenverantwortliche Freiheit, auf Unversehrtheit, auf Gleichberechtigung, auf Bildung, auf Hilfe in Not und zahlreiche weitere Kriterien, aus denen allen zusammen sich auch die adäquaten Pflichten gegenüber der Gemeinschaft ergeben.
Alleiniger Maßstab ist das Wohl des Individuums in der Einbettung des Gemeinschaftswohles, ist Humanität.

Sie überwiegt alle anderen Gesinnungen (Ideologien, Religionen, Philosophien) und bildet trotz ihrer Umfänglichkeit den Minimalkonsens eines friedlichen Miteinanders.

Menschenwürde stellt also keine individuelle Singularität dar, sondern bezieht sich immer auf alle in das Geschehen eingebundenen Akteure: Regierende wie Regierte, Befehlende wie Ausführende, Richtende wie Beurteilte.

In derartiger Übereinstimmung rechtfertigen gravierende, menschenunwürdige Taten keine menschenunwürdige Rache; der Rächer begäbe sich auf das gleiche verwerfliche Niveau des Missetäters!
Diese gedankliche Schwelle erscheint oft jedoch in der Masse unüberwindlich, sodass es bei vielerlei privaten und öffentlichen Angelegenheiten zum „Antasten“ der Menschenwürde kommt, durch Rechthaberei, Bevormundung, Konkurrenzgehabe, aber auch durch primitive Niedertracht, Hassausbrüche und Gewalt. Gegen so negative Gemütslagen strebt Menschenwürde objektives Recht und Gerechtigkeit an, wobei weniger regionale Rechtsmaßstäbe dominieren, sondern die allgemein zumindest vordergründig anerkannten Menschenrechte.

Menschenwürde meint Schutz und Förderung des Lebens für die schwächsten Glieder der Gesellschaft wie für die stärksten unter größtmöglicher Leidenseindämmung und optimaler Persönlichkeitsentwicklung, Identitätswahrung, mit Respekt gegenüber allem Leben und gegenüber der unbelebten Natur. 
Sklaverei, Todesstrafe und Krieg sind menschenunwürdig.

Kosmonomische Manifest => hier

- Fortsetzung folgt -



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