Freitag, 23. Mai 2014

Kritische Präsenzen (11)


Anmerkungen zu aktuellen Vorgängen,
zum Nachdenken und Zitieren:

77
Sprung auf, marsch, marsch!
Mit der Bundeswehr auf in die neue deutsche Afrika-Politik!
So verteidigt Deutschland seine Freiheit, die wirklichen afrikanischen Interessen zu ignorieren.
Der ausgebeutete Kontinent braucht faire Handelsbedingungen, Bildung und Aufklärung, Infrastruktur, intakte Gesundheits- und Sozialstrukturen, technische Hilfe beim Aufbau staatlicher Sicherheit und demokratische Unterweisung.
All dieses kann das Militär nicht leisten, siehe Afghanistan, und schon gar nicht bei einem blühenden deutschen Waffenhandel in alle (terroristische) Welt.

78
Wo, bitte, gibt es am runden Tisch Geradlinigkeit?

79
Von strategischer Partnerschaft sprechen Scheindemokraten, wenn sie ihre Kooperation mit Schurkenstaaten und Despoten verniedlichen, um gemeinsam Unrecht zur erzeugen und zu stabilisieren.

80
„Gastsoldaten“ nennt man die Besatzer, wenn man einen Schuss hat.

81
Militärparaden im Zeitalter der alles überflügelnden Elektronik dokumentieren den Hinterweltstatus der Soldateska: Keulenschwinger im Lendenschurz!
Man unterschätze aber nie ihre befohlene Mordlust.

82
Man späht dich aus, Deutschland,
und du, Deutschland,
duckst dich
und kollaborierst sogar.
So, Deutschland, gewinnt man keine Freunde.
Sich gegenseitig ausspionierende Freunde sind keine Freunde, Deutschland,
kannst du dich freisprechen, Deutschland,
selber Knecht der Geheimdienste?

83
Ein radikaler Hindu Nationalist gewann die Wahlen in Indien, der größten angeblichen Demokratie der Welt.
Religion aber, Radikalität und Nationalismus schließen wirkliche Demokratie von vornherein aus, nicht nur auf dem Subkontinent, sondern überall auf dem Globus.

84
Im vielleicht begeisterungsfähigsten Land des Fußballs, in Brasilien, hat die Dekadenz des Sportkapitalismus angesichts einer darbenden Bevölkerung ein vernichtendes Eigentor geschossen. Das nächste zeichnet sich aus ganz anderen Gründen in Qatar ab.

85
Außenminister Steinmeiers Frustgebrüll gegen Demonstranten bei seiner Europawahlrede ändert nichts an der Bürgerferne der Europäischen Administration, für die ganz besonders auch die deutsche Politik mitverantwortlich zeichnet. 



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