Aphorismen
zum Nachdenken und Zitieren:
9886
Wer bestimmt, was ein
„gerechter Krieg“ sei?
Ist
nicht das Glauben an Gott, an Teufel und an gerechte Kriege, der
eigentliche Grund für Kriege? Solange
Kriege nicht generell geächtet werden, befindet sich die Menschheit
in einem tragischen Manko an Aufklärung, in einem Circulus vitiosus.
9887
Prüderie steigert die
Aggression und Kampfbereitschaft besonders gegen zuvor erfundene und
durch Hass aufgebauschte und in Verlogenheit ausgebaute Feindbilder.
9888
Angesichts der
Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und ungezählten weiteren Kriegen
weltweit, ist es eine Schande für die Menschheit, wie sich
Staatslenker und alle möglichen Kriegsprofiteure als Kriegstreiber
erneut gerieren und bisher friedliche Gesellschaften zur aktiven
Teilnahme an aktuellen Kriegen aufrufen und anstacheln. Diese Kräfte
der Menschenverachtung sind ein Unglück für den gesamten Globus,
mögen sie noch so scheinheilig von zu bewahrenden Werte- und
Rechtsordnungen fantasieren, die sie selbst hemmungslos hintergehen
und verraten!
9889
Eine besondere Tragik
entwickelt sich in den an sich eher freiheitlich-demokratischen
Gesellschaftsordnungen, die in“ freien Wahlen“ immer wieder genau
die Kandidaten bestätigen, die bereits deutlich auswachsende
Missstände verursachten und die ihre Versagensideologien weiter
propagandistisch und indoktrinär vorantreiben.
9890
Ökumene? Doppeltes
Täuschungsmanöver: 1. Es ist kein Gott. 2. Die vorgespielten Götter
der verschiedenen Religionen entbehren als geistige Zerrbilder selbst
der geringsten Anforderungen an Einigkeit, dienen stattdessen
wahrhaft teuflischen politischen Mächten zur Spaltung der
Menschheit, zur Ausschaltung humaner Aufklärung und menschlicher
Intelligenz.
9891
Lüge ist der Fetisch von
Ideologie und Religion, die sich aber der Entlarvung in beliebigen
und typischen, charakteristischen Gewaltexzessen erwehren.
9892
Die „Scharia“ hat in
freiheitlich-demokratischen und humanistisch aufgeklärten
Gesellschaftsordnungen keinerlei Berechtigung, da sie sich selbst als
Gegnerin von Selbstbestimmung und Emanzipation begreift.
9893
Frieden stellt eine
menschliche Reife dar, welche, bezogen auf die gesamte Menschheit,
noch wenig stabile Verwurzelungen aufweist („Interimsmensch“).
9894
Religionsfreie und
vernunftbegabte Menschen stehen vor sich selbst wie vor der
menschlichen Gesamtheit in einer viel konsequenteren
humanistisch-moralischen Verbindlichkeit als der Götterstrafen
unterworfene Dogmensklave in seiner indoktrinierten Religiosität.
9895
Die eine Menschheit auf
dem Globus bedarf einer einheitlichen menschen- und
lebensfreundlichen Rechtsordnung, die erst noch gegen alle sich
befehdenden Religionen und Ideologien zu erarbeiten und verbindlich
zu definieren und vor allem zu inaugurieren ist. Der „Interimsmensch“
ist dazu bisher nicht in der Lage. Längst aber existieren –
wenngleich in winziger Minorität – reifere Menschen als
„Keimzellen“ einer entwickelteren Lebenssinnhaftigkeit.
©
Raymond Walden