Endlich,
möchte man meinen, kommen auch die jungen Leute aus ihrem konformen
und opportunistischen „Quark“ und begehren auf gegen das stramm
anvisierte Gesetz zur allgemeinen Wehrpflicht.
„Fridays
for Frieden“ scheint sich als Streikbewegung an den Schulen zu
etablieren, um der nötigenden staatlichen Werbung für den
Kriegsdienst in den Bildungseinrichtungen erfreulicherweise
entgegenzuwirken.
Jede
demokratisch legitimierte Initiative und Aktion gegen die um sich
greifende Kriegstreiberei ist zu begrüßen als ein Zeichen der
Hoffnung auf die Erhaltung des Friedens und auf das wache Interesse
der jungen Generation für die eigene Zukunft.
Die
Bezeichnung der sich formierenden Kampagne als „Fridays for
Frieden“ mag auf den ersten Blick originell wirken, erscheint aber
voreilig und etwas unüberlegt, denn „Fridays for Future“ als
Vorbild entpuppte sich ja letztlich als zu Recht diskreditierter
Flop. Die Schmähung als „Auflauf von ahnungslosen und faulen
Schulschwänzern“ war eben nicht so ganz grundlos.
Deshalb
wäre es besonders inhaltlich überzeugender, „All Days For
Frieden“ zu fordern und nicht nur auf Streiks während der
Schulzeit zu setzen, sondern vor allem auch in schulischer
Zusammenarbeit in der Freizeit aktiv zu werden.
Die
Vermischung der englischen mit der deutschen Sprache ist dabei
durchaus ein positives Zeichen für die internationale Bedeutung des
vorgetragenen Anliegens und hätte das Zeug, zu einem geflügelten
Wort aufzusteigen.
Entscheidend
wird es weiterhin sein, dass diese Friedensbewegung
parteiübergreifenden Charakter bekommt und damit nicht einfach durch
kriegseifrige Kritiker in eine politisch-ideologische Ecke zu stellen
ist.
Frieden
ist ein Menschheitsanliegen, das durch eine intelligent und
jugendlich-dynamisch vorgetragene Forderung nur gewinnen kann und
breite, wohlwollende und fördernde Unterstützung verdient!
Glück
auf! Für ein gutes Gelingen allen Friedenstüchtigen!