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Sonntag, 23. Januar 2022

Sequenzen von Skepsis (470)

 


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


5186

Der Interimsmensch liebt den Weltuntergang und benimmt sich dementsprechend. Seine Furcht vor dem Desaster steigert nur noch sein Hochgefühl im chaotischen Widersinn, der ja auch das Ende des Interims glitzernd in Aussicht stellt, das masochistische Ende eben jeglicher Aussicht durch ein einzigartig bodenloses Besäufnis aller Sinne im Unsinn., stiftungsbeflissen durch die Jahrtausende aller „Kulturen“. Götter und Herrscher laden zum „Ball Paradox“.


5187

Politisch übliches Sprechgehabe verhöhnt seit jeher die Feinheiten und Inhalte der menschlichen Sprache als Ausdruck des bewussten und gebildeten Seins.


5188

Geht es zur Sache , um Wahrheiten, verschließt sich der Himmel des Glaubens.


5189

So viele Menschen fliehen vor sich selbst, doch wo immer sie ankommen, ihr Fluchtanlass ist auch schon da: die eigene Zerrissenheit.


5190

Wer die Anfänge von Tyrannei nicht kennt, kann ihnen auch nicht „wehren“, ihnen aber sogar edelmütig auf den Leim gehen.


5191

Ein politischer Riss durch die Gesellschaft gräbt sich durch bis in Familien, Freundschaften und Kollegien, spaltet den Staat in unerbittlicher Rückkopplung.


5192

Frieden meint nicht Totenstille, sondern Lebensfreude und Zuversicht und am Ende schließlich Zufriedenheit.


5193

Die Familie aufzulösen, statt sie aufgeklärt zu entrümpeln, ihr neues Leben angedeihen zu lassen, ist vergleichbar mit Naturzerstörung im großen Stil.


5194

Wenn dem Volk die Macht ausgeht, liegt sie traditionell bei Parasiten.


5195

Freiheit ist Lebensmittel, Genussmittel auch, heilsam in weiser Verantwortung.



© Raymond Walden




Mittwoch, 21. Oktober 2020

Menschliches Glauben: Religion in Deutschland-Radio Berlin (S. 179)

 



Juni 1996


Täglich um zwölf Uhr läutet auf den Frequenzen von Deutschland-Radio Berlin die Freiheitsglocke, eine Stiftung der USA in Erinnerung an die Berliner Blockade 1948/49, und es werden pathetische Sätze verlesen.

    Obgleich in der Zeit der Zerrissenheit der Stadt diese Symbolik für Millionen Menschen Ausdruck feierlicher Hoffnung war, die ich nachvollziehen kann, drängt es mich zu Zwischenrufen.

     Ich glaube an die Unantastbarkeit und die Würde jedes einzelnen Menschen.“

     Na, bravo!

     „Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde.“

     Welcher Gott gab unter welchem Namen seinen Propheten und irdischen Verwaltern gleichere Rechte als den einzelnen Menschen, die in verfeindeten Glaubensrichtungen von Geburt an gefangen und unterjocht werden?

     „Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo immer sie auftreten mögen.“

     Damit müsste der Versprechende weltweit gegen ein illustres Heer von Göttern antreten! Die könnte er zwar mit Logik und Geist spielend besiegen, doch setzten vor diesen Triumph die Götter die Dummheit, „gegen welche nun selbst die Himmlischen vergebens kämpfen“.

     Aber der Gelobende soll ja angespitzt werden für den bedingungslosen persönlichen Kampf im Dienste der gegeneinanderstehenden Systeme – und dies freilich exemplarisch unter einem Papsttum, das jetzt sein letztes Jahrtausend erleben muss: Entweder geht es unter und die Menschheit besteht fort, oder es bereitet sich und der Menschheit durch selbsterfüllende Prophetie das Ende!

     Ich hingegen verspreche nichts, aber ich kann gar nicht anders, als in meinem Umfeld „Freiheit von Religion“ zu propagieren, ausschließlich argumentativ, gemäß demokratischen Grundsätzen. Erst Freiheit von Religion bedeutet größtmögliche, aber niemals grenzenlose Freiheit.


© Raymond Walden



Dienstag, 3. März 2015

Ein Freiheitsgruß nach Moskau


In Memoriam Boris Nemzow

1959 –2015

Ein weltoffener Mensch,
dem Hier und Jetzt mit weitem Horizont verbunden,
ist nicht mehr.

Er war ja Wirklichkeit,
bleibt also
uns als Kleinod der Menschheitsgeschichte.
                                                                          (Raymond Walden)

Englisch:
In Memory of Boris Nemtsov
1959-2015

A liberal-minded human,
connected by wide horizons with the Here and Now,
is not any longer.

For he was reality,
he remains
with us as a little gem of human history.
                                                                          (Raymond Walden)


Spanisch:

In memoriam Boris Nemtsov

1959 – 2015

Un hombre abierto al mundo
de Aquí y Ahora con un largo horizonte
ya no está.

Fue una Realidad,
por eso se queda
para nosotros un diamante
de la Historia Humana.


                      Traducere de Daniel Dragomirescu, Bukarest


Portugiesisch:
Em memória de Boris Nemtsov
1959-2015

Boris Nemtsov
Um homem aberto ao mundo
A sua prematura perda, foi um duro golpe  em todos nós.

Contudo, ele nos deixa um  brilhante exemplo a seguir
Um exemplo de luta em prol da paz no mundo
A paz: este é seu maior legado para a história humana.

                       Translated by Gilvaldo WQuinzeiro (Brazil)


Rumänisch:
În memoria lui Boris Nemţov
1959 – 2015

Un Om deschis spre lume
de Aici şi Acum cu un larg Orizont
nu mai este.

A fost o Realitate,
astfel rămâne
pentru noi o nestemată
a Istoriei Omeneşti.  
                            
                      Traducere de Daniel Dragomirescu, Bukarest


     Heute findet die Beisetzung des ermordeten Boris Nemzow statt.


Nachtrag am 05.03.2015 auf 
Russisch:


Космополитический человек,
здесь и сейчас связан с далеко,
является больше не

Он был реальностью,
поэтому остается
с нами, как драгоценный камень человеческой истории.

                             Sonja Kilvington, Zypern