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Montag, 26. August 2019

Sequenzen von Skepsis (350)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

4504
Jedenfalls entstanden die Meisterwerke der Kunst, der Musik, der Literatur und so weiter nicht im Team, sondern durch individuelle Entfaltung.
Teams lassen sich dann in den Dienst derselben stellen, mitunter sogar zwingen.

4505
Fern der Logik fällt es Naiven leichter, zu einem imaginären „Gott“ zu reden, als das Nichts zu akzeptieren, das allerdings, so einmal „erkannt“, sämtliche Jenseitssorgen bereinigt.

4506
Nennen Sie mir eine Schweinerei, an der Kirchen nie beteiligt waren!

4507
Wie leicht wird der Kopf zum Spielball in den unfairen Turnieren von Religion und Ideologie.

4508
Dass Glauben nicht Wissen heißt, muss man wissen können als Minimalforderung an die eigene Intelligenz.

4509
Sexualität wird vom Kopf gesteuert. Kann da noch etwas verwundern?

4510
Alle junge Freiheit wird erstickt im verordneten Morgengebet, im befohlenen Hymnengesang.

4511
Eine in die Kindheit zurückfallende Gesellschaft fährt (wieder) Roller und fällt hin, denn ihr abstruses Denken ist einfältig hinfällig.

4512
Natur kennt keine Sinnfrage, sie strebt einzig nach Fortpflanzung. Nichts anderes scheint die Menschheit darzustellen, trotz einiger menschenwürdiger, aber immer wieder verworfener Denkansätze.

4513
Es wäre nicht originell, den geistigen Notstand auszurufen, da er den Normalzustand umschreibt, so wahr irgendwelche Götter und Pseudoreligionen in die Irrung weisen.


© Raymond Walden



Samstag, 17. September 2016

Sequenzen von Skepsis (248)

Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

3155
In modernistischen Planetarien projizieren sie ihre Geschäftsinteressen, Ideologien sogar, mit Klamauk und lauten Show-Effekten. Die Sterne stehen ganz weit draußen unter „ferner liefen“, sie werden billig der Werbung vergeben, denn zum verinnerlichten Staunen, zum gedanklich-emotionalen Innehalten fehlt die Zeit, auch die Intention. Der Sternenhimmel geht wie in der Natur so auch im Planetarium, ganz eilig verschmutzt, verloren. Er wird verspielt, als ein hohes Gut profan vermarktet.

3156
Welche Lust, am Firmament den Träumen zu folgen,
unter klarem Sternenhimmel die Worte deutlich zu setzen
und im Schutz dieser Freiheit ohne Bedrohung auszuruhen.

3157
Fernsehen ist ein Mordsprogramm.

3158
Wirft man der Masse zu Recht Dummheit vor, geschieht dies in der Hoffnung, dass es einen feinen Rest unvermasster Menschen gibt.

3159
Leben sei Konsum, lehrt der Kapitalismus die lernunfähig Gefräßigen.

3160
Die Menschheit brennt in Eiseskälte, sie erfriert in Feuersbrünsten, denn ihr geheucheltes Reden führt gezielt zu gegenteiligem Handeln.

3161
Wer nicht kopuliert, braucht sich über nichts zu wundern – über nichts.

3162
Bestechende Hässlichkeit kommt laut im Gleichschritt.

3163
Kinder strampeln erstarkend, Hampelmänner erweichend.

3164
Unter Affen, lasse Mann (man) sich bloß nicht zu einem machen!

3165
Gezinkt, bestochen, verschaukelt und verkauft; so ist die Politik des Sports und genau so macht sich Politik einen Sport.

3166
Projekte gedeihen im Team, Kunst entfesselt sich im Individuum.

3167
Religion ist die Geschwulst, die fortwährend Metastasen streut, die Epidemie mit Ewigkeitsdrohung.

3168
Erst wenn es religionsfreie Kinderbetreuung gibt, konfessionslose Schulen, Krankenhäuser und Altenheime, dann erst steht die Gesellschaft ganz am Anfang von Aufklärung.


© Raymond Walden, www.raymond-walden.blogspot.de