Samstag, 27. Mai 2017

Kein Korrektiv



Dieses merkelwürdige, religiös-politische Geschwätz vor dem Brandenburger Tor in Berlin am 25. Mai 2017, am sogenannten Christi Himmelfahrtstag, anlässlich des Evangelischen Kirchentags baute sich auf, daran sei erinnert, am Glauben an das christliche Kreuz, jenem sarkastischen Friedenssymbol, das der Welt seit jeher gerade auch unsägliche Kriege beschert.

Das Kreuz hat einen Haken; von ihm rinnt Blut herab, bis nur noch der Tod an ihm hängt, der angeblich nötig war, um die Menschheit zu „erlösen“ und zum „ewigen Leben“ glaubend vorzubereiten.
Diesem zugleich masochistischen Symbol diente wohl Präsident Obama als Kommandeur der viele Hundert Drohneneinsätze, durch die ausgesuchte wie zufällig anwesende Menschen ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren hingerichtet, willkürlich ermordet wurden. (Man spricht von über 3000.)

Und das gläubige Auditorium unter Berlins freiem Himmel berauscht sich an humanistischen Allgemeinplätzen, die der Terrorist Obama locker abspult, hinausposauniert in die Welt – live, im medialen Gleichschritt.

„Erbarmen!“ möchte man flehen.
Doch da ist niemand. Kein Korrektiv.





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