Freitag, 3. März 2017

Das freie Wort

Das freie Wort,
das ihr einsperrt,
das ihr ausrotten wollt,
ist viel mächtiger, als ihr ahnen könnt.
Denn im Gegensatz zu euch
ergibt es einen Sinn,
allein durch seine Existenz,
gedacht, gesprochen, geschrieben, gespeichert,
unabhängig von philosophischer Wertigkeit,
wichtig aber für individuelle Interpretation und Psyche.

Das freie Wort ist kreativ,
ihr aber seid destruktiv!
Eure Egoismen, eure Egomanen lassen sich nur etablieren
durch entleerte Phrasen des Nachplapperns dessen,
was sich euch in narzisstischen Träumen ergießt,
völlig sinnlos
und dem öffentlichen Wohl ins Gesicht schlagend.

Doch die Geschlagenen seid ihr,
denn das freie Wort erfasst natürlich noch viel mehr,
dem ihr Wortbrecher und Schänder der Sprache
nackt und schmutzig und vergänglich gegenübersteht.
Das freie Wort indes, einmal in die Welt entlassen,
lebt fort,
kein Tyrann reicht je an diese Wahrheit, an solche Freiheit heran.

Die Freiheit des Wortes
hat vielfältige Traditionen,
wird bezeugt durch beeindruckende Monumente
der weltweiten Historie und
in einer universalen Bildung.

Viel wichtiger jedoch:
Das freie Wort verfügt
(noch)
über helle Bühnen der Lebendigkeit,
über Autoren, Regisseure und Darsteller
und über Publikum,
die sich die Feier des Lebens,
das Lustspiel wie die Tragödie,
nicht durch diktatorische Mundfäule aushauchen lassen.

Ich schreibe freie Worte für das freie Wort,
möchte Menschen mitnehmen, ermuntern.
Aufgeschlossen und mutig, überlegt
und aufgeklärt.
Denn Freiheit geht verloren,
wird sie nicht gepflegt und verteidigt,
wird sie nicht verkündet und untermauert
durch das freie Wort freier Bürger!



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