Dienstag, 6. Dezember 2016

Eigenwillige Betrachtungen

Licht in der Dunkelheit,
frei verfügbar, in beliebiger Intensität,
ein Flair von Freiheit,
gedankenlos eingeschaltet aber auch das Gegenteil,
denn Dunkelheit, absolute Dunkelheit
verlangt ebenso ihr Recht, ihr natürliches.

Luft in reiner Klarheit,
so natürlich wie wallende Nebel.
Ohne Luft kein Leben,
doch wissen wir das wirklich,
so wie wir sie mit Wachstumsdummheit trüben?
Die Erde ist luftig, doch der Mensch gebärdet sich windig.

Wasser, ob steter Tropfen oder Flut,
eisesstarr oder sprudelnd turbulent,
es löst auf bis zur Sättigung,
verwischt Spuren und kerbt neue,
veredelt sich im Wein, modert, mordet und gebiert,
es ist wie Blut der Erde, des lebenden Planeten.

Wärme als schmaler Grat zwischen Frost und Hitze,
eigentlich nur subjektives Empfinden,
unverzichtbar in der Farbe, im Klang, im privaten Miteinander,
in jeder Beziehung, die mehr als ein Nebeneinander vorgibt.
Wärme strahlt, strömt, kühlt ab,
ist Energie, aber genauso Lebensphilosophie.

Klang meint Harmonie und Disharmonie
im Gegensatz zu Geräusch und Lärm,
individuelle Wahrnehmung, erzeugt mit Stimme, Instrument und Gerät,
Unterbrechung von Stille, Aufmunterung.
Klänge sind typisch, ähneln sich bei gehörter und gefühlter Erfahrung.

Worte bellen und blenden in akribischer Gier und Aktionismus,
sie beißen und morden in primitiver Absicht.
Gleichwohl sind Worte Werkzeug der Veredelung von Ideen und Lebensart.
Das gepflegte Wort erst macht den Menschen,
sei es als Wortspielerei, als Ja-Wort zum Leben, als Machtwort, Ehrenwort,
gesprochen, gesungen, geschrieben.
Der wörtliche Mensch hält Wort – oder redet sich aus dem Menschenbild heraus.

Bilder pflegen Imaginationen des Künstlers
als Offerte an den Blickwinkel des Betrachters.
Zwischen beiden behaupten sich persönlicher Stil, Zeitgeist und ganz einfach
eigener Geschmack, der sich einer Objektivität entziehen mag.
Die ideelle und materielle Wertschätzung entbehrt immer häufiger
nicht einer maßlosen Spleenigkeit.

Zeit sei menschlich,
trotz oder gerade wegen der implizierten Endlichkeit,
jenes oft als Sinn entleerend beklagten Parameters des Lebens,
der dennoch unter klarem Denkmodus Sinn stiftet – in Freude und Leid
und besonders im Falle intelligenter, liebender Aufrichtigkeit.
Leben ist nur endlich vorstellbar und möglich.

Zu Tisch frisst man nicht,
auch wenn mancher sich berechtigt Fühlende „rülpst und furzt“.
Die Würdigung der Nahrung, weltweit gar keine Selbstverständlichkeit,
rechtfertigt, ja fordert eine achtsame Genüsslichkeit
und gleichzeitig die kultivierte Sättigung gesellschaftlichen Hungers.

Das Menschsein birgt zwei Rätsel:
Was ist der Mensch, und was das Sein?
In Ermangelung objektiver Antworten gibt es ungezählte Vorschläge und
Interpretationen dogmatischer Konflikt-Beladenheit.
Also denk(t) mal!
Das Sein konkretisiert sich durch möglichst umfassende, bewusste
Erfassung der Welt („Weltoffenheit“).
Der Mensch definiert sich über seine Distanz zu allem Viehischen und
leugnet zur eigenen Fortentwicklung keinesfalls seine Evolution.




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