Sonntag, 20. November 2016

Sequenzen von Skepsis (254)

Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

3249
Warten, immer wieder warten. Ein Leben lang. Worauf? So lange. So oft.
Wer weiß?

3250
Der verkitschte Blick auf die Natur schmeichelt der Liebe zu ihr. Schließlich geht es immer um Fressen und Gefressenwerden, um Werden und Vergehen.

3251
Kölner Karneval“: Trunkener Heimat-Kitsch, frömmelnde Verkleidung, maskierter Chauvenismus. Auweija!

3252
In Unkenntnis und Desinformation, aber auch aus Trägheit wählt das Volk seine Beerdigungsinstitutionen.

3253
In Freiheit kann man wachsen, darin gefangen sein und sogar versumpfen.

3254
Was suchen wir ein Leben lang, wenn nicht den Zeitvertreib und die Antwort darauf, was wir darunter verstehen.

3255
Manche Leute vertragen nichts, nicht einmal sich selbst.

3256
Hat man ein Orwellsches Schwein zum Präsidenten gewählt, wird sich die quiekende Opposition mit Respekt vor dem Amt bald beruhigen und Schweinisches seriös diskutieren, aber auch verschweigen, wie es innerhalb einer etablierten Schweinerei schon lange üblich ist.

3257
Das permanent Seichte verhindert das Schwimmenlernen wie das Eintauchen überhaupt und verflacht den Horizont.

3258
Tiefgründiges Wissen verlangt stählerne Nerven und ein starkes Herz.

3259
Sinn des Lebens? Das Wähnen. Bis zum Wahnsinn.

3260
In wähnenden Kreisen ist Logik einer der unbeliebtesten Diskussionsteilnehmer.

3261
Leben mit und nach der Apotheken-Journaille deutet auf eine chronische Beeinträchtigung hin.

3262
Das Dämm-Material in den Köpfen der Umwelt-Ideologen erweist sich als nicht recyclebares grünes Gift.

3263
Gönnt der Jugend ihre Unbekümmertheit, denn sie ahnt nicht, wie weit hinter dem Mond die Menschheit tatsächlich entwicklungsresistent verharrt.

3264
Ist die Weisheit individuell auf ihrem Höchstwert konzentriert, folgt bald der altersbedingte Abschied, und Unweisheit bestimmt den jungen Zeitgeist wie gehabt.

3265
Der engagierte Philosoph ist gut beraten, sachlich Abstand zum Objekt seiner Gedanken zu wahren, das Herz nicht zu grämen, Nerven nicht zu überspannen, denn er entschlüsselt massiges Unheil in der Welt, die dennoch Alternativen birgt.


© Raymond Walden, www.raymond-walden.blogspot.de 


 

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