Sonntag, 11. September 2016

Lesen in meinen Augen

Indem ich schreibe, lese ich mich.

Niemand sonst muss mich lesen,
mancher mag mich lesen,
andere möchten mich nicht lesen,
wieder andere können mich nicht lesen,
dürfen vielleicht nicht lesen – überhaupt.

Vielleicht liest jemand etwas in mich hinein,
Belesenen mag manches dämmern.
Ich suche kein erlesenes Publikum,
keine handverlesene Zustimmung.

Vorlesungen kommen mir zu akademisch,
Nachlesen dient der Wahrheitsfindung.
Das Ablesen von Missständen ist Grundvoraussetzung zur Schaffung
und Erhaltung von Auserlesenem.
Im Kaffeesatz zu lesen, entspricht akutem Analphabetentum,
Lesegeräte denken nicht,
Lesezeichen erleichtern den Genuss wie die Arbeit.

Wer nicht liest, reduziert sich mehr oder weniger bewusst auf
ein mageres Piktogramm vom Leben.




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