Sonntag, 28. August 2016

Warum nicht? - Ein russisches Holocaust Memorial?

Holocaust Memorial, Berlin   Foto: rw



Wer Geschichte objektiv recherchiert, wundert sich nicht über rassistische Judenverfolgung in Russland, beziehungsweise in der Sowjetunion, und zwar in einem Ausmaß, das dem deutschen Rassenwahn nahekommt, was sich auf die Zahlen der Opfer bezieht.

Es erscheint gerecht, dass sich zumindest das offizielle Deutschland zu seinen Gräueltaten bekennt und an prominenter Stelle in der Hauptstadt eine riesige Gedenkstätte an die Verbrechen gegen die Menschlichkeit erinnert.

Der tatsächliche moralische Wert für die globale Menschheit indes wird fraglich, wenn ähnliche Menschenschändungen an anderer Stelle weder durch die dortigen Täter bereut werden noch durch die Überlebenden der Opfer derselben Volkszugehörigkeit wie in Deutschland keinerlei offiziellen Regressansprüche gestellt und auch keine offiziellen Maßnahmen des Gedenkens anstrengt werden.

Zweierlei Maß?
Eher wohl vielerlei Maß.

Holocaust Memorial, Berlin   Foto: rw


Es wird immer wahrscheinlicher, dass eines Tages noch ganz andere Mahnmale in ganz anderen Kapitalen eingeweiht werden müssen – von geläutert Überlebenden, so es solche dann noch gibt. 


 



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