Freitag, 12. August 2016

Es ist meine Nacht

O gute Nacht, du treue Freundin, verlässlicher Freund,
bringst Ruhe und Freundlichkeit, Freiheit, Glückseligkeit,
gibst Orientierung, wenn das Leben ziellos streunt.
Tief ist dein Schlafen, dein Träumen bisweilen verwirrt,
dein ausgeruhtes Wachen verleiht manche Einsichtigkeit,
rückt gerade, was sich am Tage geirrt.

Du wirkst durch die Stille, in konzentriertem Schweigen,
die Augen ruhen aus in deinem Dunkeln,
der Mond, die Planeten wollen sich zeigen,
ziehen ihre verwobenen Bahnen,
du pflegst den Blick, lässt Sterne funkeln.
Was sich dahinter verbirgt, können wir nicht nur ahnen,
dank deiner Inspiration, o Nacht, können wir wissen.

Der Schrei eines Vogels, das Wehen des Windes,
es knackt ein Zweig, der Igel fand einen Bissen.
War das eine Katze … die Stimme eines Kindes?
Ein Säuseln im Wald, ein Motor von Ferne,
dann absolute Stille überall, im Haus, im Garten.

Das Fenster weit geöffnet, ich atme den Duft der Nacht so gerne,
ich muss auf nichts und niemanden warten.
Kein Gott noch Spuk kann mich bedrängen,
aber es schmerzt, wie viele Menschen solche Nächte entbehren,
weil sie ihre Fenster und ihre Sinne ideologisch verhängen,
wie andere ihnen oder sie sich gar selbst klares Denken verwehren.

Meine nächtliche Freiheit will ich unbedingt retten in den Tag, für mich,
sie übertragen auch möglichst auf andere.
Vielleicht ganz leise, eventuell auf dich.
Kommst du mit mir, da ich aufklarende Wege wandere?



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