Sonntag, 31. Juli 2016

Kritische Präsenzen (14)

Anmerkungen zu aktuellen Vorgängen,
zum Nachdenken und Zitieren:

102
Brüssel ist die elitäre Machtzentrale der Europäischen Union (EU) und keineswegs die Hauptstadt von Europa, das demokratisch erst noch geschaffen werden muss.

103
Brexit“ = Brain exit. (Very British!)

104
Langfristig entwickeln sich auf Inseln ganz eigene Lebensformen. Charles Darwin könnte so in Großbritannien amüsante Studien wiederholen und wissenschaftlich objektiv bestätigt finden.

105
Farewell, Britain!
But welcome to all of your friendly people who feel as Europeans on your beautyful island which, by the way and naturally, is part of Europe. Got it?

106
Nach sechs Jahrzehnten betrete ich wieder die kleine katholische Kirche in der märkischen Diaspora, wo man mich einst das Beichten lehrte. Heute ist der Beichtstuhl eine geschickt verkleidete Rumpelkammer. Derartig entschlossene Konsequenz fand ich bisher nirgends im Katholizismus.

107
Einst wollten völlig Verblendete ein „Tausendjähriges Reich“ gründen. Heute ist man nicht so bescheiden! Man plant Atom-Müll-Lager für eine Million Jahre.
Man reguliert traumwandlerisch selbstsicher die natürlichen Klimaschwankungen mit pseudoreligiösen Ansprüchen und Kapitalschachereien.
Wer oder was ist „man“? - Die Manische Anmaßung einer Neoignoranz, die militärisch atomar aufrüstet, um das Zukunftsende der Menschheit schon übermorgen zu garantieren und jede natürliche Klimaentwicklung ad absurdum zu führen.

108
Frei nach Bush und Blair laufen Kriegsverbrecher umher.
Und das Volk – indifferent, ignorant und gleichgültig opportun – erhebt
keine Anklage!

109
Getürkte Demokratie meint alles andere als Rechtsstaatlichkeit.

110
Amerikanischer Wahlkampf im Besonderen widert einfach nur an: Er stinkt vor Geld, Eigenlob und familiärer Lobhudelei, vor Dummheit und Selbstüberschätzung, vor Verlogenheit, vor Rassismus, gottähnlichem Pathos und Nationalismus, vor Imperialismus und Kriegstreiberei; ein Hohn auf das Menschsein! Der sarkastische Verrat an Demokratie. „The American Way Of Life“ ist für die globale Völkergemeinschaft definitiv falsch – in des Wortes doppelter Bedeutung.
O freiheitliche Welt – auch in Amerika!
Wache auf!

111
Wir schaffen das!
Was ist „das“?
Das“ ist Deutschland!
So, Sie „schaffen“ Deutschland?
Man merkt es schon deutlich – im Hinblick auf „Sicherheit“.


© Raymond Walden



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Donnerstag, 28. Juli 2016

Gedenkstätte Golm

Der Golm gehört zu den Endmoränen, die von den Gletschern der letzten Eiszeit aufgeschoben wurden. …

Im Spätsommer 1944 entstand auf halber Höhe des Golms ein Soldatenfriedhof, auf dem bis Kriegsende ungefähr 1500 Militärangehörige ihre letzte Ruhe fanden.

Anfang März 1945 war Swinemünde mit Flüchtlingen und Soldaten überfüllt. Am östlichen Swineufer warteten kilometerlange Trecks auf die Überfahrt. Im Hafen lagen etliche voll besetzte Flüchtlingsschiffe aus Hinterpommern, West- und Ostpreußen. Auf dem Bahnhof standen überfüllte Lazarett- und Flüchtlingszüge zur Abfahrt bereit, als 661 amerikanische Bomber am 12. März die Stadt mit ungeheurer Bombenlast in ein brennendes Inferno verwandelten. Der Angriff galt dem Hafen, der auch von der deutschen Kriegsmarine intensiv genutzt wurde. Nach Schätzungen … starben zwischen 6.000 und 10.000 Menschen in der Mittagsstunde des 12. März 1945. … Mehrere Tausend Bombenopfer wurden mit Pferdegespannen und Lastkraftwagen zum Golm gebracht. 441 identifizierte tote Zivilisten setzte man links vom heutigen Eingang der Kriegsgräberstätte bei, der weitaus größte Teil musste anonym in Gemeinschaftsgräbern bestattet werden, darunter auch Zwangsarbeiter aus den Niederlanden, Frankreich und Polen.“

(Zitiert aus dem Faltblatt „Wege zu Endmoränen, Mooren, zum Golm und zum Stettiner Haff. Der Osten der Insel Usedom.“ Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm, www.jbs-golm.de


                          Foto: rw     Gedenkstätte Golm, Usedom


Am 13.07.2016 schrieb ich in das ausliegende Gästebuch:

Möge dieser ehrwürdige Ort des Gedenkens all jene beschämen, die längst schon wieder aufrüsten, in Kriegen mitmischen, schändlichen Waffenhandel treiben und Feindbilder propagieren.

Sie haben nichts gelernt.

Seid wachsam!
                                                          Raymond Walden, Paderborn
 


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Mittwoch, 27. Juli 2016

Freiheit im feinen Sand

Freiheit im feinen Sand
am Strand auf Usedom.
Wie ich darauf komm'?
Solange Leiber sich vergnügen
ganz nackt oder bedeckt,
im Wasser, an Land
sich selbst und privat genügen,
wird kaum Bedeutsames ausgeheckt.
Man sonne sich aber nicht zu naiv.

In den schäbigen endlosen Marktbuden, nicht weit entfernt im polnischen Swinemünde, findet sich zum freien Verkauf ein umfängliches Waffenarsenal zur intensiven Pflege gewaltsamer Kulturlosigkeit und Kriminalität.
Jeder Terrorist, jeder Psychopath, Fundamentalist und Mörder kann sich ungehindert bedienen.
Freiheit toleriert ihr eigenes Ende im beschaulichen Miteinander von Verkäufern und Käufern der Finsternis. - Ach was!
Freiheit fordert ihr eigenes Ende heraus.

Fließt dann Blut, baden sich die Medien ausgiebigst in Sensationsgier, Politiker setzen ihre Trauermaske vors Gesicht und fordern mehr „Überwachung“, freilich für mehr „Sicherheit“.
Glühende Gebete steigen gen Himmel, Angst greift um sich,
im TV läuft „Mord ist ihr Hobby“.
Neue polizeiliche Spezialeinheiten, Bundeswehreinsätze im Innern, Optionen, die aus dem Ruder laufende Gesellschaft staatlich in den Griff zu bekommen. Durch Politiker, die ihre freiheitlich-demokratische Orientierung an persönlicher und parteipolitischer Inkompetenz ausrichten.

Man schaue zweimal hin, wer sich da im feinen Sand nebenan badet!



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