Samstag, 5. September 2015

Flüchtlingstragödie



Der Interimsmensch entkommt nicht seinem Kausalzirkel


Analysieren, planen, handeln, Ergebnis prüfen, bestätigen und sichern.
Glauben bedeutet nicht Analyse, bestenfalls gutmeinende Versuche in spekulativer Unkenntnis.

Wieder einmal präsentiert sich Europa uneins über seine angeblichen Werte und seine Wertigkeit in der globalen Menschheit. Ursache ist ein schon lange schwelendes und aktuell explodierendes Flüchtlingsproblem, das offensichtlich alle Beteiligten überfordert.
Eine Lösung ist nicht in Sicht, weil die Politik in ihrem weisen Unverstand alle Voraussetzungen für das Entstehen der Flüchtlingsmassen schuf und auch in der akuten Situation an ihren irrigen Prinzipien festhält.

Analyse der Herkunftsländer

Überwiegend sind die Herkunftsländer der Flüchtlinge durch islamische Glaubensrichtungen geprägt; durch unterschiedliche, konträre Koranauslegungen mit Gewalt und Terror überzogen. Es gibt kein islamisches Land, das auch nur annähernd über eine freiheitlich-demokratische Grundordnung verfügt, denn eine solche Gesellschaftsform widerspricht dem Islam in all seinen erdachten Schattierungen.
In gleichem Maße verhindert die religiöse Ausrichtung technologischen Fortschritt und wirtschaftliche Prosperität, bis auf jene wenigen Staaten, die sich aus westlicher Sicht in zwar Menschenrechte verletzender, aber „strategischer“  Partnerschaft mit dem Kapitalismus befinden.
Die Gewaltexzesse und Bürgerkriege in den Flüchtlingsherkunftsländern werden geschürt durch umfangreiche Waffenlieferungen von außen, unter anderen  auch von Mitgliedsstaaten der EU, Deutschland in wesentlichem Umfang.
Der sogenannte „arabische Frühling“ führte durch alle möglichen westlichen Unterstützungsmaßnahmen zum Sturz islamischer Diktaturen und hinterließ die betroffenen Länder lediglich im Chaos, da der Westen über kein Alternativkonzept nachdachte und endlich wohl einsehen muss, dass islamische Bevölkerungen den westlichen „Wertekanon“ gar nicht billigen können.
Dass immer mehr Menschen dem endlosen Leid und dem barbarischen gegenseitigen Abschlachten unter verzweifeltem Aufbringen aller sich bietenden Möglichkeiten und unter höchster Lebensgefahr entfliehen, ihre Länder verlassen, um in funktionierenden europäischen Staaten Zuflucht zu finden, scheint verständlich, zumal die Fliehenden in der Regel unzureichend und falsch über Europa und die Welt überhaupt informiert sind.

Analyse der Europäischen Union

Die Weltöffentlichkeit und insbesondere die Europäische Union wissen seit Langem, was in den islamischen Staaten vor sich geht, und ebenso lange verschließt man die Augen vor dem Flüchtlingselend, das nun eskaliert und Europa aus einer selbstgefälligen Abschottung aufschreckt und in die ungenierte nationalistische Uneinigkeit treibt.
Dieser Staatenbund, der sich heuchlerisch auf „christliche Werte“ beruft, betreibt durch seine eigene Protektion die Verarmung der „Dritten Welt“, beutet dezent sogenannte Entwicklungsländer aus, die er mit fadenscheiniger erbärmlicher Entwicklungshilfe dumm und arm hält.
Die Situation verschärft sich durch die kapitalistisch ausgeprägte Kooperation mit Unrechtsregimen wie Russland, China und anderen, die dennoch in scharfem Gegensatz zur EU weltweit agieren und genau wie die Europäer und Amerikaner blühenden Waffenhandel treiben und Schurkenstaaten wie Terrororganisationen mit Kriegsmaterial versorgen. Durch Veto-Abstimmungen im UN-Sicherheitsrat werden friedliche Lösungen in den Krisenländern verhindert, ausgeschlossen durch die ehrenwerten „Geschäftspartner“ eines globalen Kapitalismus’, der für Geld Menschenleben ungerührt liquidiert, sich aber mit religiösem und emanzipiertem Anschein menschenfreundlich gebärdet.
Mit „aufgeklärter“ Gesellschaftsordnung hat das nichts zu tun, denn trotz beispielsweise massenhafter Abkehr der Menschen von den Kirchen, haben die Glaubensinstitutionen nach wie vor in den jeweiligen Traditionen verwurzelte Macht und sind verfilzt mit allen möglichen weltlichen Institutionen. Die Kirchenaustritte bedeuten kaum eine Abkehr von religiöser Haltung, sondern eher die Hinwendung zu schrulliger Pseudoreligion, Esoterik und Realitätsferne.
Dennoch führte eine gewisse Säkularisierung zu den aufgeklärten Fortschritten Europas gegenüber allen fundamentalistischen und orthodoxen Stagnationen der Krisenstaaten.
Die Furcht vor islamischen Einwanderern, die durch ihre Religion Konflikte und Rückschrittlichkeit verursachen, ist unter kosmonomischen Gesichtspunkten gerechtfertigt.

Die Flüchtlinge ahnen nicht, wie längst undemokratisch die Macht innerhalb der EU an das Kapital, an Banken und Konzerne übergegangen ist, sie hören und sehen stattdessen von Reichtum, Wohlfahrt und Freiheit vor allem in Deutschland, der inzwischen führenden Wirtschaftsmacht der EU. Indem sich andere EU-Staaten, allen voran Groß-Britannien als ebenfalls wirtschaftsstarkes EU-Mitglied, den Flüchtlingen verweigern, erscheint der Wunsch, nach Deutschland zu gelangen, zwangsläufig logisch. Noch hat Deutschland vielleicht die freiheitlichste Grundordnung in Form eines Grundgesetzes, das aber de facto nicht einmal eine vom Volk beschlossene Verfassung ist.
Das Flüchtlingselend ist also weitreichend durch die Länder mitverursacht, die jetzt Ziel und Hoffnung der Geschundenen darstellen – ein Kausalzirkel, der nicht aufzulösen ist, weil die EU zu einer klaren Eigen- und Weltanalyse in keiner Weise fähig ist.

Planung?

Es wird also keine zukunftsweisende Planung geben und schon gar keine humane und freiheitlich-demokratische Lösung.
Bezug nehmend auf meinen Eingangs-Aphorismus, wird es zu keinem geläuterten Handeln kommen. Irgendwelche ad hoc Entscheidungen werden nichts an der eigentlichen Ursache verändern.
Der generelle Wachstumswahn lässt sich durch konkretes Menschenleid nicht beeindrucken.
Wir stehen vor einer Weltlage, – denn die Flüchtlingstragödie spielt sich nicht nur in Europa ab – welche die Entscheidungsträger dieser Staatenwelt in ihrer interimsmenschlichen Beschränkung entweder noch gar nicht begriffen haben oder sogar billigend in Kauf nehmen.

Teile der hilfsbereiten Bevölkerung vor Ort spüren eindeutig verantwortungsbewusster die moralische Verpflichtung zur Humanität. Doch ihr lobens- und bewundernswerter Einsatz ändert nichts an der Ursache des Desasters, welches ein Ergebnis darstellt, das die von ihnen gewählten Politiker mitzuverantworten haben.
Was natürlich vehement und ideologisch bestritten wird!   




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