Sonntag, 1. Dezember 2013

Deutschland im politischen Advent 2013


Frau Kraft will nie für das Amt der Bundeskanzlerin kandidieren. Na, bravo!
Noch vor wenigen Wochen wollte sie keine große Koalition, um jetzt für sie zu werben.
Weiß die Dame, was sie will, was sie sagt?
Offensichtlich kann man immer eine Bescherung durch sie erwarten.

Herr Seehofer meint, er sei nicht gewählt, um sich der Probleme von Nachbarn anzunehmen. Recht so!
Sein Sendungsbewusstsein kann aber nicht darin bestehen, Unfrieden unter den Nachbarn zu stiften, nur um seine Egomanie und bayerische Regionalität durch Wegelagerei zu vergolden in adventlicher Erwartung von Maut und Selbstbeweihräucherung.

Herr Gabriel bringt jetzt seinen Gemeinden vor Ort die Botschaft, und sie empfangen die gebündelte Weisheit, es sei nie Selbstzweck der SPD gewesen zu regieren – aber auch nie, nicht zu regieren.
Und all überall in der Genossen Augen sieht man Zweifel blitzen, wird solche Erkenntnis taugen mit dem Rücken zur Wand, vom Wähler verschmäht und in Merkels Hand?
Was mag die adventliche Erwartung einläuten? „Hosianna“ oder „Jagt ihn und seinen gesamten Vorstand zum Teufel“?

Frau Dr. rer. nat. Alternativlos als unumstrittene Hohepriesterin der CO2-Religion kommt von oben her und bringt kaum Neues mehr. In einer erweckungsbedürftigen germanischen Schlafgesellschaft tauen die Himmel der Gerechten alle möglichen Verheißungen herab, auch unfehlbar aus anderen Wolken übernommene.
Die „mächtigste Frau“ der Welt sitzt aus, was sie will; Weihnachten total: Frieden und Kriegseinsätze, auch Waffenlieferungen an Despoten, Freiheit und Folter und Hinrichtungen in amerikanisch-freundschaftlicher, verbindlicher Anbiederung, Geschäft und Missachtung der Menschenrechte, Datenschutz und Ausspähung, freie Meinung und Unterdrückung, ebenso Uminterpretation nach Belieben, Energiewende, Kostenexplosion und Umweltfrevel, soziale Gerechtigkeit und Spekulantenschutz wie Bankenrettungen.
Die Himmel rühmen die Sonntags- und Neujahrsansprachen, wenn alles schläft und keiner wacht. Erlösung ist nicht in Sicht – im Advent der ideologisch und kommerziell heiligsten, langen Nacht. 

Die Vernunft sucht eine Herberge, aber sie legen sie in Windeln ab in einen Fresstrog der geistig und physisch Hungernden der Welt.
Wie kann man so verlassen und verraten sein!

Oh, Licht der Aufklärung und Menschenwürde, bleibe bei uns, denn es will Abend werden in der adventlichen Tragödie, im Abend- wie im Morgenland und überall.


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