Mittwoch, 12. Juni 2013

Bitte kein God bless


Es gibt jenen von Menschen erdachten Gott, der mit tausend Namen in jedem Kulturkreis Ähnliches so verkünden lässt, dass sich sogleich der Teufel des Miss- und Unverständnisses ins Spiel bringt und Herrschende wie Popen derart in Besitz nimmt, – man spricht zu recht von Besessenheit – dass kein Menschenopfer, keine Folter, kein Blutvergießen gescheut werden, mehr noch, dass die Verbrechen gefordert, geschürt und im Exzess des Terrors und Krieges ritualisiert werden.

Gott und Teufel werden eins in den Kultpersonen der blökenden Massen, die sich im Bejubeln ihrer so oder so vorgesetzten Regenten in einem solchen Maße entblöden, dass ernsthafte Zweifel berechtigt erscheinen, ob nicht Intelligenz, jedenfalls bisher, nur in seltenen Ausnahmeerscheinungen auf der Erde vorkommt.
Aus der Rarität speist sich das Mitläufertum von devoten Trotteln in jedes noch so schreiende Unrecht, gestützt durch ignorante Vollstrecker, im Namen einer willfährigen Justiz.
Und es entsteht daraus die vornehm diplomatische Zurückhaltung gegenüber Despoten, die Duldung von Mördern und Schändern („lupenreine Demokraten“!), um gemeinsame Sache zu machen, unter scheinheiliger Argumentation zum eigenen, andere übervorteilenden Profit.

Es fragt sich nicht, welche Systeme verruchter agieren: Die von vornherein die Demokratie ausschließenden Ideologien oder die sich freiheitlich gebärdenden, aber Demokratie verratenden Nomenklaturen – in der Menschenverachtung und im Vernichtungspotential stehen sie sich in nichts nach.

Wichtig ist die strikte Ausrichtung der Medien, die für die nötige Verunsicherung und Angst sorgen, darüber hinaus Rechtsverletzungen verschweigen und vertuschen, Aufklärung unterlassen und ganz besonders immer wieder Glauben verbreiten, Unsinniges durch „Studien“ belegt oder einfach durch die Bewegungen traditioneller Gebetsmühlen.
Unsinn macht hörig, Aufklärung aufsässig.
In dem Sinne auch die Bemühungen um ein effektives Bildungssystem, dessen Qualität sich im reformistischen Daueraktionismus medial aufmotzt. Was sich da bildet, schafft keinen Besinnungsaufsatz mehr, rechnet in Milliarden Schulden und ahnt nicht, wie viele Nullen hinter der Ziffer eins stehen.

Als Verräter gelten nicht Spitzel und Geheimdienste, sondern jene mutigen Charaktere, die deren Rechtsverstöße öffentlich aufzeigen.
Es besitzt schon einige Logik, dass reichere Staaten mit überlegenen Mitteln und Waffen häufiger mitmischen bei Kriegen, Waffenhandel, bei offenen und geheimen Gewaltaktionen in anderen Ländern, bei Verstößen gegen nationales und internationales Recht, gegen Menschenrechte – im Namen der geheuchelten Freiheit und bigotten Gottesfurcht oder im Namen einer immer Recht habenden Partei und ihrer geheiligten Statuten.

Ein Drohnen-Präsident mordet wann und wo er will, von wo aus es auch sei, und seine Vasallen wollen „mitdröhnen“.
Ja, er kann! – Der Friedensnobelpreisträger!
Und der Hörigen Jubel überschlägt sich.

„Sehn Se, das ist Berlin“, sangen „Die Insulaner“ während des kalten Krieges, „eine Stadt, die sich gewaschen hat!“

Sie hat sich nicht gewaschen! Im Juni 2013 ist sie als Hauptstadt Deutschlands immer noch ohne Friedensvertrag, das Land ohne eine vom Volk verabschiedete Verfassung.

Obama mag seinen aktuellen Showzirkus bei seinem Berlin-Besuch glänzend inszenieren; seine Glaubwürdigkeit ist dahin.
Sein übliches "God bless" sollte ihm nicht über die Lippen kommen. 



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