Montag, 13. Mai 2013

Sequenzen von Skepsis (140)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1782

Kapitalismus in seiner geistigen Beschränktheit der Profitoptimierung benötigt das Wachstum der menschenverachtenden globalen Ausbeutung.

Erst wenn der Himmel voller Flugzeugen des Waren- und Menschentourismus hängt, dass sich die Sonne verdunkelt und der letzte Expansions-Idiot in seinem faulen Reichtum zu erstinken droht, wird sich kein Krieg mehr um Menschenmaterial und Rohstoffe lohnen. Bis dahin aber werden die Menschheit und die Natur unter immer höheren Turmbauten plattgemacht – im Verbund mit den traditionellen Tempeln, Minaretten und Kirchtürmen, die dem Tod seine Feierlichkeit verleihen und die Herrschenden so glanzvoll segnen.



1783

Zwei Dinge, nämlich die Dummheit und das Universum, seien unendlich, meinte Albert Einstein, war sich aber bei dem Universum „noch nicht ganz sicher“.

Da entwickelte er die Relativitätstheorie.



1784

Ob der Mensch auch aus dunkler Materie besteht?



1785

Die unendliche Zahl von Götterphantasien in allen Kulturkreisen und Epochen lässt den zwingenden Rückschluss zu, dass es keinen und schon gar nicht den einzigen Gott gibt.



1786

Weil der unreife Mensch das ständige Werden und Vergehen des Universums nicht begreift, damit die Endlichkeit des Lebens verdrängt und einen Sinn herbeisehnt, den es nicht gibt, spintisiert er über Götter und schafft sich „Gott“ als Antimenschen.



1787

„Gott“ lässt sich besonders für den kosmonomisch aufgeklärten Menschen nicht einfach abhaken, denn es prasselt ein religiöser Dauerregen auf die Gesellschaft ein, dem man sich nicht fatalistisch ergeben darf, will man die eigene Achtung aufrecht erhalten.



1788

Kohlendioxid als Spurengas in der Erdatmosphäre wird in ideologischen Hohlgewölben zur Religion mit allen transzendenten Dogmen zur Lenkung der Unbedarften.



1789

Was man nicht hören will, wird in ungehörigen Kreisen verschwiegen oder im Wortschwall erschlagen. Kommt es zur Eskalation, mag man meuchlings morden.



1790

Vielfältig nährt sich das Leben vom Tod.



1791

Man kann nicht Teufel oder Gott austreiben, denn sie bedingen einander in einer naiven Welt kindlicher Angst- und Orientierungslosigkeit.



1792

Dumme Eltern überfordern sich und ihr Kind vom ersten Augenaufschlag an, nicht selten auch dokumentiert in der Namensgebung.



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