Montag, 4. Februar 2013

Inventur



Hin und wieder hält das Leben Inventur, hinterfragt sich, stellt sich infrage – aber meistens oberflächlich nur.
Es hat keine Zeit; der Lebensunterhalt, aber auch Nebensächlichkeiten nehmen in Anspruch. Da stockt regional schon einmal das Lebensprinzip der Nachkommenschaft und Vermehrung zugunsten von Wirtschaftswachstum, global steigert sich das Leben konfliktträchtig in die materielle und geistige Armut.

Das Leben setzt sich auseinander, wo es sich zusammen setzen sollte, es besticht und schmiert im uniformen Zwirn und Talar, ächtet die Nacktheit als Wahrheit.

Gleichwohl unterliegt Leben dem Zufall, setzt sich zusätzlich aufs Spiel, spielt sich auf in der Intelligenzflucht hin zu ersonnenen Götterdämmerungen und verliert dauerhaft an Bewusstsein.
Im Krieg verhöhnt Leben die ganze Welt, sogar die heiligen Hirngespinste und erschießt sich im Hass der Götter gegeneinander.

Trost mag die Kunst spenden, wenn auch sie oft aus Märchenverehrungen ihre Schätze schöpft.

Trost umso mehr stiftet die unverfälschte Natur und darüber hinaus das wachsende Verständnis der ideologiefreien Gesetzmäßigkeiten.

Sie verleihen Freiheit im menschenwürdigen Einklang.


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